von
Gerhard

Ich bin Jahrg. 56, männl. u. seit 34 Jahren Berufstätig. Bin unbefristet 50% Schwerbehindert. Wann kann ich
ohne Abschläge in Rente gehen und wann mit Abschläge und mit vieviel Prozent muss ich rechnen? Danke für Ihre Antworten.

Experten-Antwort

Altersrente für Schwerbehinderte Menschen können Sie abschlagfrei frühestens mit dem 63. Lebensjahr zuzüglich 10 Monate erhalten.
Mit dem 60. plus 10 Monate ist ein vorzeitiger Bezug möglich, allerdings mit 10,8 % Abschlag.
Dies alles vorbehaltlich der Erfüllung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen.

von
Schiko.

Somit muss ich annehmen was früher galt, als
die rente mit 65 endstation war, gilt nicht mehr?

Schwerbehinderte bis 16.11. 1950 geboren und
bis spätestens 16.11. 2000 mit 50% zuerkannt,
die natürlich auch bei rentenbeginn noch gelten
muss, können mit 60 abschlagsfrei rentner werden.!

Mit freundlichen Grüßen.

Experten-Antwort

Hallo Schiko,

Gerhard hat aber angegeben, Jahrgang 1956 zu sein... ;-)

Die neuen Regelungen zur Altersrente für Schwerbehinderte kann ich aber nochmals zusammenfassen:

Grundnorm § 37 SGB VI:

Als Folgeänderung zur stufenweisen Anhebung der Regelaltersgrenze (auf 67 Jahre) wird die Altersgrenze für den Anspruch auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen von 63 auf 65 Jahre angehoben. Die Altersgrenze für die frühestmögliche vorzeitige Inanspruchnahme wird von 60 auf 62 Jahre angehoben. Damit verbleibt es bei einem maximalen Abschlag in Höhe von 10,8 Prozent.

Übergangsregelung § 236a SGB VI:

Die Altersgrenze von 63 Jahren wird stufenweise für Versicherte angehoben, die nach dem 31. Dezember 1951 geboren sind. Für alle nach 1963 Geborenen gilt die Altersgrenze von 65 Jahren (§ 37 SGB VI). Die Altersgrenze für die vorzeitige Inanspruchnahme von 60 Jahren wird für nach dem 31. Dezember 1951 Geborene auf 62 Jahre in gleichen Stufen angehoben, wie die Altersgrenze von 63 auf 65 Jahre.

Vertrauensschutz § 236a Abs. 2 und 3 SGB VI:

Besonderen Vertrauensschutz haben Versicherte, die vor dem 1. Januar 1955 geboren sind, am 01.01.2007 schwerbehindert waren und bereits vor dem 1. Januar 2007 Altersteilzeitarbeit verbindlich vereinbart haben. Besonderen Vertrauensschutz haben auch Versicherte, die Anpassungsgeld für entlassene Arbeitnehmer des Bergbaues bezogen haben. Für Versicherte, die besonderen Vertrauensschutz haben, werden die beiden Altersgrenzen nicht angehoben; es verbleibt für den Anspruch auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen bei der Vollendung des 63. Lebensjahres und bei der vorzeitigen Inanspruchnahme mit Vollendung des 60. Lebensjahres.

von
Schiko.,

Tut mir leid, dies sollte natürlich eine antwort sein
auf die fragestellung"Unsich-
erer Ehemann".
Dabei geht es ja um den
geburtsjahrgang 1948.

MfG.