von
Anna

Mein Mann Hat schon seit Jahren gesundheitliche Probleme. Heute hat er die Teilerwerbsminderungsrente beantragt. Er möchte in Zukunft statt 7 nur 5 Stunden arbeiten. Er ist 42 Jahre alt, sein Bruttolohn hat die letzten Jahre ca. 2500 Euro betragen. Er hat bis jetzt 15 Entgeltpunkte für die Versicherungszeiten bekommen. Seine Rente wegen voller Erwerbsminderung wird im Moment mit 800 Euro angegeben. Mit wieviel kann er Netto (also mit Abzügen) bei einer Teilerwerbsminderungsrente rechnen.
Vielen Dank schon mal.

von
W*lfgang

Zitiert von: Anna
Mit wieviel kann er Netto (also mit Abzügen) bei einer Teilerwerbsminderungsrente rechnen.
Anna,

1/2 Rente, davon 10,55 % wg. KV/PV abgezogen (10,80 %, sofern er keine Elterneigenschaft hat/kein Kind vorhanden) UND sofern die letzte Rentenauskunft ab 01.07.2014 erstellt worden ist. Rentenauskünften davor fehlt noch die etwas verlängerte Zurechnungszeit bis 62 (also 20-60 EUR mehr Brutto-Monatsrente auf aktuelle EM-Renten). UND, sofern er mit der Rente Pflichtmitglied der Krankenversicherung der Rentner wird - andernfalls (bei freiwilliger oder privater Krankenversicherung) bekommt er die halbe 'Brutto'-Rente + 7,3 % Zuschlag zur Krankenversicherung als Selbstzahler, zahlt aber den kompletten Kranken-/Pflegeversicherungsbeitrag allein. UND, sofern nicht noch anderes Einkommen neben der Teil-EM-Rente besteht.

Ihre Frage war daher nicht ganz präzise, was den möglichen Auszahlungsbetrag betrifft, da abschließende Informationen zur KV/PV/anderen Einkommensarten fehlen.

Tipp: Beratungsstelle fragen.

Gruß
w.

von Experte/in Experten-Antwort

Genau kann man Ihre Frage hier nicht beantworten. Richtig ist, was W*olfgang schreibt. Letztlich beträgt die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung die Hälfte von der Rente wegen voller Erwerbsminderung. Auch mit den genannten Abzügen müssen Sie rechnen. Wenn Ihr Ehemann weiter arbeitet, kann es sein, dass sein Verdienst die Hinzuverdienstgrenzen überschreitet und die Rente nur noch zur Hälfte oder gar nicht gezahlt wird. Die Hinzuverdienstgrenzen sind abhängig vom Tätigkeitsort und dem Entgelt der letzten 3 Kalenderjahre. Sie werden folglich individuell ermittelt.
Genaueres können Sie in einer Beratungsstelle Ihres Rentenversicherungsträgers erfahren.