von
Eddi

Ich habe im Juni 2018 die 45 Arbeitsjahre gearbeitet. Nach Erreichen meines 63. Lebensjahres und 10 Monaten kann ich im März 2020 die Rente für besonders langjährig Versicherte in Anspruch nehmen. Aus privaten Gründen überlege ich mir, bereits ab Juli 2018 -also 19 Monate früher- kürzer zu treten. Ich würde dann ab Juli 2018 in meiner Firma kündigen, noch 19 Monate arbeitslos sein und dann im März 2020 die Rente für besonders langjährig Versicherte in Anspruch nehmen. Geht das?

von
Jonas

Hallo Eddi,

Ja, das ist möglich.

Die Wartezeit von 45 Jahren ist bereits vor Beginn der Arbeitslosigkeit erfüllt. Die Regelung mit dem rollierenden Stichtag ist daher für Sie egal, so dass die Arbeitslosigkeit keine Rolle spielt.

Wenn Sie selber kündigen, werden Sie jedoch für voraussichtlich 3 Monate eine Sperrzeit von der Agentur für Arbeit erhalten (selbstverschuldete Arbeitslosigkeit). In diesen Monaten erhalten Sie KEIN Arbeitslosengeld.

MfG

Jonas

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Eddi,

die Wartezeit von 45 Jahren ist nach Ihren Angaben bereits ohne die Zeiten der Arbeitslosigkeit erfüllt. Die Zeit der Arbeitslosigkeit ist insoweit nicht schädlich für den Rentenanspruch.

Es wird insoweit auf die Antwort von "Jonas" verwiesen.

Wir empfehlen Ihnen aber, Ihre eigene Berechnung der Wartezeit vom Rentenversicherungsträger überprüfen zu lassen (vorsichtshalber).

Wichtig ist auch der Hinweis, dass ggf. eine Sperrzeit eintritt, sofern Sie das Beschäftigungsverhältnis selbst beenden. Bei Fragen zu dieser Problematik sollten Sie sich jedoch an die Agentur für Arbeit wenden.

Mit freundlichen Grüßen

von
MitLeser

Zitiert von: Eddi

Ich habe im Juni 2018 die 45 Arbeitsjahre gearbeitet. Nach Erreichen meines 63. Lebensjahres und 10 Monaten kann ich im März 2020 die Rente für besonders langjährig Versicherte in Anspruch nehmen. Aus privaten Gründen überlege ich mir, bereits ab Juli 2018 -also 19 Monate früher- kürzer zu treten. Ich würde dann ab Juli 2018 in meiner Firma kündigen, noch 19 Monate arbeitslos sein und dann im März 2020 die Rente für besonders langjährig Versicherte in Anspruch nehmen. Geht das?

Aaaaaaber........ Afa macht hier kurzen Prozess, da laut Gesetz, Rente vor Arbeitslosengeldzahlung Vorrang hat.
Auf Widerspruch und Klage, können Sie sich sicher sein.

MfG

von
Jonas

Zitiert von: MitLeser

Zitiert von: Eddi

Ich habe im Juni 2018 die 45 Arbeitsjahre gearbeitet. Nach Erreichen meines 63. Lebensjahres und 10 Monaten kann ich im März 2020 die Rente für besonders langjährig Versicherte in Anspruch nehmen. Aus privaten Gründen überlege ich mir, bereits ab Juli 2018 -also 19 Monate früher- kürzer zu treten. Ich würde dann ab Juli 2018 in meiner Firma kündigen, noch 19 Monate arbeitslos sein und dann im März 2020 die Rente für besonders langjährig Versicherte in Anspruch nehmen. Geht das?

Aaaaaaber........ Afa macht hier kurzen Prozess, da laut Gesetz, Rente vor Arbeitslosengeldzahlung Vorrang hat.
Auf Widerspruch und Klage, können Sie sich sicher sein.

MfG

Leider ist die Aussage von Ihnen falsch. Die Agentur für Arbeit kann niemanden zwingen in Altersrente zu gehen (Ausnahme: EM-Rente).

Mfg

Jonas

von
MitLeser

Schriftwechsel mit Verweigerung ist trotz allem die Antwort von Afa

von
W*lfgang

Zitiert von: MitLeser
Schriftwechsel mit Verweigerung ist trotz allem die Antwort von Afa
MitLeser,

niemand kennt den Inhalt/Hintergrund des Schriftwechsels, worum es da geht.

Fakt ist, was Jonas geschrieben hat: ALG 1 ist ein Leistungsanspruch aufgrund Beitragszahlungen bis zum max. Leistungszeitraum und auch das (weitere) Recht zur Vermittlungstätigkeit bis zur Regelaltersgrenze (sofern nicht vorher schon eine Einschränkung der allgemeinen Leistungsfähigkeit von unter 3 Std./täglich vom med. Dienst der AfA festgestellt worden ist!) ...sofern Sie ansonsten mit der AfA 'mitspielen' - fordern (mein ALG1) und fördern (tu was dafür) eben.

Zwangsverrentung ist beim Jobcenter/ALG 2 angesiedelt.

Gruß
w.

von
W*lfgang

Zitiert von: MitLeser
Zitiert von: MitLeser
Schon mal was von Vertrauensschutz gehört, Du Pfeife.
GroKo, gib ´s ihnen!
...ein Vertrauensschutz besteht dann, wenn es in der DRV bzw. im SGB 6 entsprechende Vertrauensschutzregelungen gibt - insofern ist alles dazu Gesagte/Hinterfragte Schall und Rauch für die angesprochene Konstellation/kein Vertrauensschutz! - für die Pfeife eben.

Gruß
w.
...nein ForrestGimp – Sie müssen mir da keinen Nachsatz für geben ;-)