von
Wilfried Schier

Kann man bei der Rente mit 63 auch schon mit Abzügen mit z.b. 62 Jahren aufhören ?

von
senf-dazu

Solche Fragen wurden in den letzten Wochen und Monaten schon häufiger hier beantwortet ...

Vor 63 ist eine Rente nur mit Schwerbehindertenausweis möglich.
Mit 63 ist die Rente prinzipiell auch mit Abschlägen behaftet, es sei denn, man ist bis 1951 geboren und hat 45 Jahre an Pflichtbeitragszeiten vorzuweisen.
Die Abschläge berechnen sich allerdings immer ausgehend von der Regelaltersgrenze (65 steigend auf 67).

von
Wilfried Schier

Vielleicht habe ich mich ungenau ausgedrückt. Meine Frau (1954) darf mit 63 Jahren und vier Monaten abschlagsfrei in Rente gehen, da sie die 45 Jahre schon jetzt erfüllt hat. Kann sie auch schon mit 62 Jahren (natürlich dann mit Abschläge) aufhören ?

von
HotRod

Sie können JERZEIT aufhören zu arbeiten.

Zur Überbrückung hat die Bundesagentur für Arbeit oder das sogenannte JobCenter Arbeitslosengeld zu zahlen.

Das Grundrecht auf Unantastbarkeit der Menschenwürde ist verfassungsrechtlich garantiert !

von
Sascha K

Die "Altersrente für besonders langjährig Versichterte", umgangssprachlich aus "Rente mit 63" genannt, kann NICHT vorzeitig in Anspruch genommen werden.

Ohne eine vorliegende Schwerbehinderung mit einem GdB von mdst. 50 kann generell keine Altersrente vor Vollendung des 63. Lebensjahres in Anspruch genommen werden.

von
senf-dazu

Zitiert von: Wilfried Schier

Vielleicht habe ich mich ungenau ausgedrückt. ...

Nein, das haben Sie nicht. Sie haben nur nicht das verstanden, was ich geantwortet habe.
Schauen Sie unter dem angegebenen Link nach, dann können Sie sehen, welche Renten zu welchem Zeitpunkt unter welchen Randbedingungen möglich sind.

Vor 63 aufhören zu arbeiten ist jedoch immer möglich. Eine Altersrente gibt es aber (von der Ausnahme bei Vorliegen der Schwerbehinderung) vor dem Erreichen des 63. Lebensjahres nicht.
Die Abschläge gelten (wie auch schon geschrieben) nicht vom Erreichen des Altersgrenze für die "Rente ab 63" aus gesehen, sondern von der Regelaltersgrenze her.
Wenn Ihre Frau dann mit genau 63 vorzeitig in Rente gehen möchte, werden Abschläge von etwa 10 % errechnet.
Steht aber alles auf den Seiten, die Sie unter dem angegebenen Link erreichen!

von Experte/in Experten-Antwort

Sollte Ihre Frau nicht die Schwerbehinderteneigenschaft von mindestens 50% bei Rentenbeginn besitzen, ist der früheste Rentenbeginn mit 63 Jahren (mit Schwerbehinderung 60 Jahre und 8 Monate und 10,8 % Abschlag). Hier würde der Abschlag 9,6 % betragen.
Auf die Wartezeit von 35 Jahren für die vorgenannten Renten sind alle rentenrechtlichen Zeiten anrechenbar.

Bei einem Rentenbeginn mit 63 Jahren und 4 Monaten könnte Ihre Frau die Rente für besonders langjährige Versicherte (besondere Wartezeit von 45 Jahren) ohne Abschläge erhalten.

Ansonsten sieht der Gesetzgeber nur noch die Rente wegen Erwerbsminderung vor.