von
Geri

Nochmal eine Frage, da man mir im Forum Finanzamt nicht weiterhelfen kann. Mir geht es bei meiner Frage darum, ob ich mir den Rentenabschlag von 10,8 % überhaupt leisten kann. Nochmal genaueres, Schwerbeh. Rente mit 60 J., 10,8% Abschlag, LVA Rente 1108 Euro Brutto,Betr. Rente 335 Euro Brutto,davon Kranken u. Pflegevers.u. 10,8 %Abschlag. Meine Frau bekommt durch den Steuerkl. wechsel von 5 in 3 bei 1030 Euro Brutto 150 Euro mehr, da keine Lohnsteuer. Wir haben keine weiteren Einkünfte. Man kann mir mit einer Antwort nur weiter helfen,wenn ein Experte ausrechnen kann ,wie sich es am Jahresende finanz. auswirkt? Kann ich den Rentenabschlag ausgleichen? Oder muß das gewonnene alles bei Einkommenssteuer wieder zurück bezahlt werden?Grus G

Experten-Antwort

Vorab: Mich würde es wundern wenn die Kollegen vom FA den § 89 AO aktuell so auslegen, dass es seither ein diesem Forum vergleichbares Forum für Angelegenheiten des Steuerrechts gibt....

Zur Frage des Rentenabschlags:
Bei einer derzeitigen monatlichen Bruttorente in Höhe von 1.100 Euro wären zum Ausgleich eines Abschlags von 10,8 % insgesamt insgesamt 29.750,24 Euro zu bezahlen.

Ob dies finanziell möglich ist und wie die einzelnen Modalitäten bei Ihnen gestaltet sind, wäre mit dem zuständigen Rentenversicherungsträger unter Hinweis auf § 187 a Sozialgesetzbuch VI abzuklären.

Wie sich die Steuerlast bei Ihne bei gem. Veranlagung nach Splittingatbelle aktuell für das VA 2006 bzw. künftig für 2007 bemisst, kann und darf Ihnen nur das zust. Finanzamt mitteilen.

Dem Grunde nach ist es so, dass für Renten der gesetzlichen RV bei erstmaligen Bezug im Jahre 2006 ein Besteuerungsanteil von 52 % gillt.

Für Zuflüsse aus Leistungen der betrieblichen AV ist zu unterscheiden, ob es sich um interne (oft via Lohnsteuerkarte als Versorgungsbezüge, hängt u.a. vom Lebensalter des Berechtigten ab) oder externe (Ertragsanteilsbesteuerung) Durchführungswege handelt.

MfG

von
Geri

Danke dem Experten für seine Mühe. Nur diese Antwort bringt mir nichts. Vielleicht kann es Schiko besser. Danke im vorraus.

Experten-Antwort

Seit wann Sie die Renten beziehen und um welche Art es sich bei den Betriebsrenten handelt konnten Sie erneut nicht mitteilen....

Ist indes davon auszugehen, dass Sie die Rente der gesetzlichen RV seit 2006 beziehen, so ist nach § 22 Nr.1 Satz 3 Buchst.a Doppelbuchst aa) dafür ein Besteuerungsanteil von 52 % maßgebend.
Dies wiederum würde bei einem Jahresbruttogesamtbetrag 2006 (unterstellt Sie beziehen die Rente das ganze Jahr über) in Höhe von 13.296 Euro zu einem steuerbelasteten Anteil von 6.913,20 Euro.

Soweit es sich bei den Zuflüssen der Betriebsrente um Leistungen aus externen Durchführungswegen (Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds) so werden unbefristete Renten (wegen Alters etwa) mit einem niedrigeren Ertragsanteil besteuert. Wie hoch dieser im Einzelfall ist, hängt vom Zeitpunkt des Zuflusses ab (wie alt waren Sie ?). Bei einem Lebensalter von 60 etwa, wären 22 % zu versteuern, was bei einer Jahresbruttorente von 4.020 Euro, dann einen Steueranteil von 884,40 Euro ausmacht.

Handelt es sich indes um Zuflüsse aus internen Durchführungswegen (Direktzusage und Unterstützungskasse), so unterliegen diese grundsätzlich der nachgelagerten Vollbesteuerung - wobei in Abhängigkeit von der Leistungsart und Ihrem Lebensalter, diese als Versorgungsbezüge mit entspr. Freibeträgen (Versorgungsfreibetrag und Zuschlag) beurteilt werden.

Da beide Renten der Beitragspflicht der KV und PV unterliegen, sind diese Beträge als Sonderausgaben in Ansatz zu bringen - reduzieren letztlich die Steuerbelastung. Soweit es sich bei der Betriebsrente um Zuflüsse aus internen Durchführungswegen handelt sind hier dann Besonderheiten zu beachten, da u.U. bei der Günstigerprüfung der Vorwegabzug gekürzt wird - oder eben nicht. Gleiches gilt für sonstige Sonderausgaben und Werbungskosten, die zu berücksichtigen sind.

Als Schwerbehinderter steht Ihnen außerdem ein weitere Freibetrag im Rahmen außergewöhnlicher Belastungen zu - der wiederum die Steuerschuld reduziert.
Als gemeinsam veranlagte Eheleute fallen ohnehin erst bei einem Übersteigen des Grundfreibetrages von 15.328 Euro Steuern an.

Welchjer Steuersatz bzw. welche tatsächliche Steuerbelastung sich bei Ihnen ergibt,. Können Sie autark mittels Steuerberechnungssoftware in einfachen Fällen errechnen. Verbindlich darüber entscheiden wird freilich nur das Finanzamt - und nicht ein anonymes Online Forum der gesetzlichen RV. Wenn user Schiko dies anders sieht, ist dies seine Privatmeinung.

MfG

von
Schiko.,

Wollte mich eigentlich nicht mehr einmischen,anderseits
aber gern meine meinung kundtun. Es ist in jedem fall
was ich schreibe meine privatmeinung, dies hat der experte
schon richtig beschrieben, bin ja nur rentner und laie.

Meine auch, keiner ist verpflichtet ihnen zu antworten,
dies gilt sicher für alle, zumal ja es auch steuerfragen sind.
Solange es erlaubt ist, will ich aber doch beiträge liefern.
Dies schadet mir nicht, nützt aber vielleicht manchmal je-
manden. Nun Zur Sache:

Muß gestehen, ihre angaben sind etwas mager ausgefallen.
Anderseits haben sie es ja schon selber ausgedrückt, letztlich
ist es egal ob ihre ehefrau dem AG. die steuerklasse III oder
die steuerkarte klasse V. vorlegt.
Die frau freut sich natürlich, da sie während des jahres mtl.
mehr netto erhält, dann kommt es halt am jahresende zu keiner
rückerstattung mehr.
Haben sie aber bereits rente, wird in der regel dem betrieb die
steuerkarte klasse V für die betriebsrente vorgelegt. Ist es eine
privat oder zusatzrente - ohne steuerkartenvorlage- gilt weiter-
hin die ertragsanteilversteuerung mit geringeren prozentsätzen
als bis 2004. Folgende fragen tun sich mir auf.
Die ehefrau hat wohl noch arbeitseinkommen von konstant
1030 monatlich brutto.
Nehme an sie beziehen 2 renten, ab welchem jahr und lebens-
alter gilt dies?

Ist, wie vermutet dem betrieb für die 2. rente die steuerkarte
vorzulegen ?

Selbstverständlich ist nach abzug von 10 8 % die brutto
rente zu nennen, da dieser betrag zur verrechnung gelangt.
Welchen krankenversicherungsbeitrag ( hälfteanteil) ein-
schließlich 0,90 % bringen sie und ihre ehefrau auf?

Kopf hoch, das schaffen wir schon.

Mit freundlichen Grüßen.

von
dirk

"Wollte mich eigentlich nicht mehr einmischen,......"

In einem öffentlichen Forum ist jeder willkommen! Auch und besonders Sie!!
Nur wer sich nicht einmischt handelt falsch!

Und wenn sie sich persönlich angegriffen fühlen - die Gegenmeinungsseite hat dann meist keine Sachargumente mehr!

von
Geri

Ein letzter Versuch,ich kann mich nicht besser verständlich machen. Ich könnte 2009 in Rente gehen,mit 10,8% Abschlag,Schwerbeh.mit 60J. Brutto-LVA Rente 1108 Euro,VBL Rente 335 Euro, Brutto. Muß den bei dieser Rente überhaupt Steuer bezahlt werden? Meine Frau muß dann noch 10 J. arbeiten,kommt von St. Kl 5 in 3. Sie bekommt dann ca. bei 1030 Euro Brutto 150 Euro mehr Netto da keine Lohnsteuer. Mein Gedanke war, wir können ja die 10 J. meinen Rentenabschlag damit ausgleichen? Oder wird alles bei Lohnsteuererklärung wieder zurück bezahlt? Danke für ev. Antwort