von
Fragende

bin Krankenschwester, beziehe seit kurzem volle EM-Rente und muss noch dazuverdienen - es gibt eine Firme "famileinhelfer.de" , die an Privatpersonen stundenweise Helfer vermittelt - um dort registriert und vermittelt zu werden, müsste ich ein Gewerbe anmelden - wäre das vereinbar mit dem Rentenbezug ?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Fragende,

grundsätzlich ist gegen die Gewerbeanmeldung nichts einzuwenden. Entscheidend ist der Umfang der selbst. Tätigkeit, bezogen auf Gewinn und Arbeitseinsatz. Für selbst. Personen gelten grds. die gleichen Bedingungen wie für abhängig Beschäftigte. Der Gewinn darf in der Regel 450 € nicht übersteigen und die Tätigkeit sollte einen Umfang von 3 Stunden täglich nicht übersteigen. Aber auch hier gilt : Dem Rentenversicherungsträger bleibt es unbelassen, unabhängig von der Tätigkeit des Rentenbeziehers, das weiter Vorliegen von Erwerbsminderung jederzeit zu überprüfen.

von
Schorsch

Zitiert von:

....und die Tätigkeit sollte einen Umfang von 3 Stunden täglich nicht übersteigen.

3 Stunden täglich können bereits zu viel sein!

Wer mindestens 3 Stunden täglich arbeiten kann, ist nämlich nicht VOLLSTÄNDIG erwerbsgemindert.

Ich halte diese Falschauskunft des sogenannten Experten für äußerst gefährlich!

von
GroKo

Zitiert von: Schorsch

Zitiert von: Schorsch

....und die Tätigkeit sollte einen Umfang von 3 Stunden täglich nicht übersteigen.

3 Stunden täglich können bereits zu viel sein!

Wer mindestens 3 Stunden täglich arbeiten kann, ist nämlich nicht VOLLSTÄNDIG erwerbsgemindert.

Ich halte diese Falschauskunft des sogenannten Experten für äußerst gefährlich!


Was ist daran gefährlich wenn man 3 Stunden arbeiten kann?

von
Schorsch

Zitiert von: GroKo

Was ist daran gefährlich wenn man 3 Stunden arbeiten kann?

Die Gefahr besteht darin, dass man als Sozialleistungsbetrüger entlarvt werden könnte.;-)

@GroKo, Sie sind ein echtes Original und bringen mich mit Ihren Kommentaren immer wieder zum schmunzeln.

DANKE!

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Schorsch, Sie haben Recht, jede Beschäftigungsaufnahme kann zum Wegfall der EM-Rente führen. Deshalb der Hinweis in meiner Antwort „Dem Rentenversicherungsträger bleibt es unbelassen, unabhängig von der Tätigkeit (bzw. vom Umfang der Tätigkeit) des Rentenbeziehers, das weiter Vorliegen von Erwerbsminderung jederzeit zu überprüfen“.

von
Laura Schröer

Liebe Fragende,
entschuldigen Sie, dass ich Sie so einfach wegen eines anderen Themas anschreibe. Ich führe derzeit eine Studie über EM-Renten bei Pflegekräften durch. Meine Forschungshypothese lautet, dass im Zuge des demografischen Wandels eine Arbeitsintensivierung für die Pflegekräfte zu erwarten ist. Vor diesem Hintergrund wäre zu erwarten, dass die Zahlen der Erwerbsminderungsrenten bei Gesundheits- und Krankenpfleger/innen weiter steigen. Schwerpunkt meiner Arbeit wird daher die Analyse der berufsspezifischen Ursachen und Faktoren, welche eine Erwerbsminderungsrente in der stationären Pflege begünstigen sein, um anschließend eine Prognose bezüglich der weiteren Entwicklung zu wagen.
Um dies zu erforschen möchte ich leitfadengestützte Experteninterviews mit Betroffenen Personen führen. Dies kann sehr gerne telefonisch erfolgen und wird ca. 20 Minuten in Anspruch nehmen. Gerne lasse ich Ihnen im Sommer 2015 die Ergebnisse meiner Arbeit zu kommen.

Viele Grüße
Laura Schröer