von
junger Sparfux

Hi,

ich möchte gern für die Rente vorsorgen, allerdings ohne die schlecht verzinsten Kapital-Leben oder privaten Rentenversicherungen.....und ohne die hohen Verwaltungsgebühren einer versicherungsgesellschaft :-)

Was eignet sich noch? Denke da an einen Riester-Fondsparplan mit DWS Fonds und einen teil des Geldes regelmäßig alle 5-7 Jahre in Bundesschatzbriefe o. Festgeldkonten zu investieren.
wie sinnvoll sind meine ideen und was gibt es noch?

danke

von
Schäuble, Michel Glos, Raffelhüschen, Mißfelder, 50-Plus-Münte und andere Freunde der Rente mit 70

Hallo junger Sparfuchs,

zumindest haben Sie erkannt, dass Versicherungsgesellschaften Ihre Dienstleistungen nicht gerade umsonst anbieten.

Kapital-Lebensversicherungen und Private Rentenversicherungen sind wirklich nicht der große Renner, da haben Sie sich schon schlau gemacht und sind zum richtigen Ergebnis gekommen.

Nun zur staatlich geförderten Vorsorge:

Sollten Sie Mitglied in einer Gesetzlichen Krankenversicherung sein, Finger weg von Entgeltumwandlungen und Direktversicherungen. Unabhängig davon, dass Sie auf die Arbeitgeberanteile zu ALLEN Sozialversicherungszeigen verzichten, die ja auch Bestandteil Ihres Gehalts sind, würden Sie das gleiche formidable Ergebnis erzielen wie user „Heinrich“.

Unser netter Heinrich hat nämlich ein Herz für seinen Krankenkassenvorstand!

Mit seiner Vorsorge hat er nicht für sich selbst, sondern vielmehr etwas für die schlechte Kohlendioxid-Bilanz getan, in dem er den opulenten Dienstwagen dieses Vorstands finanziert. Schauen Sie hier nach:

http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum-Thema.html?id=52479&dekade=4

Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträge sind im Steigen begriffen und werden noch weiter steigen und steigen. Das fährt die Rendite solcher Produkte gewaltig in den Keller, Da im Rentenfall auch noch der Finanzminister seine Hand aufhält, hätten Sie mehr davon, Ihre Geldscheine einfach im Wind flattern zu sehen.

Nun zur Riester-Rente!

Sicherheit und die engen Anlageregeln treiben die Kosten enorm in die Höhe. Vor etwaigem Vertragsabschluss immer nach den Verwaltungskosten fragen und wie diese sich aufteilen. Bei geförderten Banksparplänen, die an die Umlaufrendite gekoppelt sind, halten sich die Kosten in Grenzen. Erkundigen Sie sich bei der Stiftung Warentest.

Lesen Sie zu Riester und Gebühren folgenden wertvollen Beitrag von user Bernhard

http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum-Thema.html?id=18158&dekade=3

oder geben Sie das Stichwort „Zillmerung“ ein und lesen Sie dazu seine Beiträge.

Wegen der ewig klammen Kranken- und siechen Pflegekassen besteht bei Riesterprodukten immer die immense Gefahr, dass dem lieben Gesetzgeber einfallen wird, die späteren Rentenauszahlungen ebenfalls mit dem VOLLEN Beitragssatz zur Kranken- und Pflegeversicherung zu belegen, so wie bei Entgeltumwandlungen und Direktversicherungen bereits geschehen!

Stichwort steuerliche Förderung.

Mit dem Finanzminister müssen Sie immer rechnen. Der ist leider immer unberechenbar. „Förderungen“ können von Heute auf Morgen über den Haufen geworfen werden. Sparerfreibeträge werden abgeschmolzen, Aktien- und Fonds ständig anders, verwirrend und zunehmend höher besteuert. Bald sogar die bis dato steuerfreien Kursgewinne.

Langzeitarbeitslos sollten Sie als Spar- und Vorsorgefuchs ebenfalls nicht werden. Sie dürfen dann nämlich zuerst Ihr Erspartes aufbrauchen, ehe Sie ALG II beziehen können.

Wie lächerlich niedrig die Freibeträge sind, können Sie hier sehen:

http://www.ihre-vorsorge.de/Finanzrechner-Vermoegen-Freibetragsrechner-ALG2.html

Fallen Sie nicht auf die angebliche Hartz IV-Sicherheit herein und lesen Sie dazu meinen Beitrag:

http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum-Thema.html?id=47460&dekade=1

Bundesschatzbriefe sind schon mal ganz gut. Deponieren aber bitte nur kostenlos bei der Bundeswertpapierverwaltung.

http://www.deutsche-finanzagentur.de/cln_049/DE/Home/homepage__node.html?__nnn=true

Schauen Sie sich dort bei Produkten mal die „inflationsindexierten Anleihen“ an.

Fonds werden Preiswert bei Direktbanken angeboten:

http://www.ing-diba.de

Viel Spaß bei Ihrer Vorsorge – Der jeweils amtierende Finanz- und Sozialminister wird immer ein wachsames Auge auf Sie werfen.

Denken Sie bei allen Vorsorgebemühungen an die „Verfasser“ dieses Beitrags. Die wollen nämlich, dass Sie Ihre Schrumpf-Rente erst mit dem jugendlichen Alter von 70 beziehen! Sind Sie sicher, dass Sie im Alter von 60-70 noch einen job haben werden?

Einen schönen Sonntagabend wünscht Ihnen

Amadé

P.S.

Gebührensparfüchse interessiere sich noch für diese Seite:

http://www.dkb.de/

von
Schäuble, Michel Glos, Raffelhüschen, Mißfelder, 50-Plus-Münte und andere Freunde der Rente mit 70

Das ist ja super. Heute ist von der Redaktion ein Beitrag bereitgestellt worden, der auch Ihr Anliegen berührt.

http://www.ihre-vorsorge.de/Rechenkuenste-der-Versicherer.html

Lesen Sie auch den link auf dieser Seite:

http://www.ihre-vorsorge.de/Private-Vorsorge-Versicherungen.html

Ergänzend noch eine Ergänzung zum Thema Entgeltumwandlung:

Die Sozialversicherungsfreiheit fällt mit ziemlicher Sicherheit nach dem 31.12.2008 weg.

Im Falle längerer Krankheit und bei Arbeitslosigkeit vermindern Sie durch Entgeltumwandlung Ihren Anspruch auf Kranken- und Arbeitslosengeld. Entgeltumwandlung schmälert natürlich auch Ihre Ansprüche gegenüber der Gesetzlichen Rentenversicherung.

Lesen Sie bitte dazu folgenden Artikel aus der FAZ

http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~ED19D554458A647518EBC7489B8129842~ATpl~Ecommon~Scontent.html

von
Schäuble, Michel Glos, Raffelhüschen, Mißfelder, 50-Plus-Münte und andere Freunde der Rente mit 70

Hallo Sparfuchs,

mein link ist „kastriert“ worden. Es ist ein sehr wertvoller Beitrag, nicht von BILD, sondern von der FAZ:

Sie finden den link unter http://www.google.de

1. FAZ Entgeltumwandlung eingeben
2. Zweiten Artikel anklicken mit der Überschrift: „Hintergründe – Wirtschaft FAZ-NET-Betriebliche“

von Experte/in Experten-Antwort

Amade hat zum einen eine bereits sehr ausführliche Antwort abgegeben und zum anderen auch gut erkannt, wie manche Beiträge hier im Forum erst entstehen....ja Zufälle gibt`s ...:-)

Mir bleibt nun nur noch darauf hinzuweisen, dass sich zusätzliche Altersvorsorge erst dann empfiehlt, wenn bereits die existenzbedrohenden Risiken wie Erwerbsminderung, Unfall etc. mit entspr. Versicherungen abgesichert sind.

Sind Sie verheiratet oder haben eine Familie ist auch immer der Abschluss einer Risikolebensversicherung anzuraten.

Verfügen Sie dann auch noch über Liquidität (mind. drei Nettomonatsgehälter) so kann`s losgehen mit der zusätzlichen Altersvorsorge.

Wie gesgat hat user Amade bereits sehr viele interessante Punkte dazu angesprochen, denm ich mich - in der Sache - gerne anschließen möchte.

Für insoweit Hochinteressierte sei auch die Teilnahme am Kurs "Altersvorsorge macht Schule" empfohlen - nähere Infos dazu finden Sie unter http://www.altersvorsorge-macht-schule.de.

MfG

von
Amadé

Der Experte hat eine sehr gute Ergänzung meines Beitrags geliefert.

Aus rechtlichen Gründen darf er jedoch keinen Anbieter empfehlen.

Bei dem notwendigen Risikoschutz immer einen Direktanbieter wählen, das spart enorm Kosten.

Risikolebensversicherung und private Berufsunfähigkeitsversicherung zum Beispiel hier:

http://www3.cosmosdirekt.de/webapp/stat/SessionServlet?url=/index.html&con_id=cQd4zcCoAxMAGdC4taIAAACG

Nochmals ein großes Dankeschön an den Experten!

Ihr

Amadé

von Experte/in Experten-Antwort

Ein in der Sache erneut sehr akzeptabler Beitrag - verstehe deshalb Ihre anderen Beiträge unter den Nicknames "Schäuble, Missfelder..." nicht ganz....

Noch eine Zusatzergänzung in Sachen Dynamik:

Ist dies bei Abschluss einer kapitalbildenden Lebensversicherung (die man ohnehin ab 2005 nicht mehr abschließen sollte) keinesfalls anzuraten, so ist dies im Falle des Abschlusses einer privaten BU Versicherung durchaus anzuraten.

Der Vorteil liegt darin, dass sich ohne erneute Gesundheitsprüfung die Höhe der Auszahlungssumme automatisch (eben wegen der Dynamik) erhöht.

Gerade wenn man bedenkt, dass man im Laufe des Lebens älter und nicht unbedingt gesünder wird, ein durchaus zu überlegendes Kriterium gerade bei dieser Art der Risikoabsicherung.

MfG

von
junger-Sparfux

Also ich werde meine Riester Rente nun wechseln. Von einer fondsgebundenen versicherung zum DWS Riester Fondsparplan...sicherlich eine ecke besser...meine kapital-leben wir auch gekündigt---nur was machen mit dem geld was daraus frei wird? Unfall udn Berufsunfähigkeit hab ich.
Wollte das Geld aus der KLV
1. in fondssparpläne investieren (comdirect)--welche fonds eignen sich f. halbwegs sichere renditen? SEB ImmoInvest o. TGF-Lingor Systematic?
2. Regelmäßig Bundesschatzbriefed kaufen....weniger rendite aber dafür sicher

von
Amadé

Kündigung einer Kapitallebensversicherung ist immer ein schlechtes Geschäft. Erkundigen Sie sich lieber vorher nach dem Rückkaufwert.

Eine Beitragsfreistellung ist ggf. günstiger. Sie können auch versuchen, Ihre Lebensversicherung zu verkaufen.

http://www.sparschwein.ag/hilfe_faq.html

Es gibt übrigens nicht DIE Anlageempfehlung. Sie müssen Ihren Weg individuell finden.

Den vom Experten vorgeschlagenen Kurs halte ich für sehr empfehlenswert!

Beachten Sie auch die horrende Staatsverschuldung. Die Schuldensuppe wird Ihre Generation auszulöffeln haben. Schuldenuhr unter

http://www.steuerzahler.de

Der Finanzminister hat sich – trotz guter konjunktureller Lage !!! – dazu entschlossen, das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts aufzugeben. Das ist kein gutes Omen in Sachen „Geldentwertung“

Inflationsindexierte Anleihen gehören daher meiner Meinung nach unbedingt mit in die „Raupensammlung“

http://www.deutsche-finanzagentur.de/cln_049/nn_103492/DE/InstitutionelleInvestoren/Produkte/InflationsindexierteAnleihe/inflationsindexierte-anleihe__node.html?__nnn=true

von
junger-Sparfux

Hallo,

rückkaufswert liegt bei 17 euro und eingezahlte beträge bei ca. 700 euro, von daher bleibt nur kündigen oder zahlung aussetzen.

Mich interessiert mal der renditevergleich bei einer steuerfreien KLV zu steuerpflichtigen Festgeldkonten oder Bundesschatzbriefen-...letztere variante bringt zwar mehr rendite als meine KLV (ca. 1,7%) aber die steuerfreiheit dürfte auch einige vorteile gegenüber der mehr rendite anderer anlagen bringen, da man dort steuern zahlt.

von
Steinbrück & Co.

Finanzminister sind höchst unsichere Kantonisten. Auf "Steuervorteile" zu bauen ist brandgefährlich. Wer sich darauf verlässt, wird verlassen.

Steuergesetze werden ständig geändert. Sellten zu Gunsten des Sparers.

Denken Sie an die kommende Versteuerung von Kursgewinnen.

Gruß

Amadé

von
junger-sparfux

naja--aber ich hab ja nun mal den VERTRAG so abgeschlossen--mit steuerfreiheit--da kann man ja nicht ankommen uns sagen - nun müsst ihr doch steuern zahlen..

von
Amadé

Sparprämien, Sparzulagen, diverse Steuermodelle, Biodieselförderung usw. und sofort.

Nichts hat Bestand bzw. es wird nach und nach in den Keller gefahren (Freistellung von Zinserträgen!!!).

von
M

wollen wir wetten ?

von
junger-Sparfux

naja--das alles waren ja keine persönlichen, privat abgeschlossenen verträge auf die zugegriffen wurde - ich überleg auch das Indexing - als alternative zur KLV

von
junger-Sparfux

Nun sind alles Sprachlos ? Etwa alles Versicherungsvertreter?? :-)

von
Amadé

Junger Mann,

besuchen Sie den vom Experten vorgeschlagen Kurs "Altersvorsorge macht Schule" (nähere Infos dazu finden Sie unter http://www.altersvorsorge-macht-schule.de ).

Danach stellen Sie sich das auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Vorsorgepaket zusammen.

Abschließend sei noch ein Hinweis gestattet: ein ständiges Wechseln von Anbietern und Produkten kann sehr teuer sein (Stornogebühren, zu verrechnende Vertreterprovisionen usw.).

Es gibt nicht DEN IDEALEN Vorsorgeanzug von der Stange, der allen Sparern passt.

von
junger-Sparfux

Eben--darum verstehe ich nicht wieso versicherungfuzis jedem eine Kapital-leben als Altersvorsorge andrehen---obwohl, is ja eigentlich logisch-die provision machts. ich bin mal zum spaß heute zur sparkasse gegangen um hab nach einer vorsorgemöglichkeit gefragt--anlagezeitraum 5-10 jahre....womit kommen sie um die ecke? mit rentenfonds die erstmal eine menge gebühren kosten und wenn überhaupt 3 % rendite--da hab ich nach meinen bundesschatzbriefe erwähnt und gefragt wieso kunden nicht verschiedene anlagemöglichkeiten gezeigt werden, sondern nur solche die f. den verkäufer den meisten umsatz bringt--ich hab sie dann noch ein bisserl ausgequetscht und im gegenzug gleich mein girokonto aufgelöst--hatte ich sowieso vor :-) ich werde mein geld in meine hand nehmen-da kommt mit 100%iger sicherheit mehr bei rum-mit standardanlagen und ohne mega risiko--

von
Amadé

Hallo Spar-Fuchs,

hier noch eine interessante Seite. Es gibt ständig was zu lernen:

http://www.welt.de/finanzen/article752866/Warum_Sparer_vom_hoeheren_Leitzins_wenig_haben.html

von
junger-Sparfux

Na super-----was interessiert einen den der durchschnittliche Zinssatz bei Tagesgeldkonten??Wenn ich mein Geld mit 3,3 % angelegt habe, dann ist das so......nur weil manche Tagesgeldkonten unattraktiv sind und den Zinssatz nach unten ziehen, heißt das noch lange nicht das es keine guten Tagesgeldkonten gibt.ich finde 3,3 o. 3,6 % ist schon ganz nett, dafür dass das Geld 100% sicher angelegt ist.