von
Manuela friedberg-Block

Guten Morgen,
meine Frage: ich pllege seit 2011 meine Eltern( seit 2012 nur meine Mutter) mit 14 Wochenstd. mit. Lt. Krankenkasse habe ich Rentenansprüche. Kann man sagen, was dies bei der späteren Rente monatlich ausmacht? Bin jetzt 54 Jahre und habe 34 Jahre im öffentlichen. Dienst gearbeitet. 2Jahre Ausbildung und ein Jahr zur Überbrückung gearbeitet. Vielen Dank!

von
VSNR

Hallo,
aus Ihren Angaben kann man nicht grundsätzlich erkennen, welchen Rentenanspruch in welcher Höhe Sie erreicht haben.
Sind die 34 Jahre im öffentlichen Dienst als Beamter oder Angestellter zurück gelegt wurden? (Zählen diese für die allg. Rentenversicherung?)

Es ist empfehlenswert sich an Ihren Rentenversicherungsträger zu wenden, der kann Ihnen ausführliche Informationen geben.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Manuela friedberg-Block,

sofern der zu pflegenden Person eine Pflegestufe seitens der Pflegekasse zugewiesen wurde, kann die Person, die die Pflege durchführt, in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert werden. Die Beiträge werden von der Pflegekasse je nach Höhe der Pflegestufe getragen. Dies muss mit der jeweiligen Pflegekasse abgeklärt werden. Die Pflegeperson darf allerdings neben der Pflege nur eine Erwerbstätigkeit bis zu 30 Wochenstunden maximal ausüben.

Die Höhe der zu zahlenden Beiträge bei Pflegestufe Ierrechnen sich von 26.6667 % der Bezugsgröße (Bezugsgröße 2015 = 2835,00 EUR). Es wird also unterstellt, dass Sie ca.756,00 EUR brutto mtl. erzielen. Auf das gesamte Kalenderjahr bezogen, bedeutet das, dass Sie pro Jahr der Pflege Ihren bereits erworbenen Rentenanspruch um ca. 7,42 EUR erhöhen.

In den Pflegestufen II und III erhöhen sich die Beiträge abhängig von der Pflegestufe und den Stunden, die für die wöchentliche Pflege erbracht werden.

Eine Berechnung der voraussichtlichen Rente unter Berücksichtigung all Ihrer Beitragszeiten kann in einer persönlichen Beratung bei der Deutschen Rentenversicherung erfolgen. Unter folgendem Link können Sie die Beratungsstellen in Ihrer Nähe raussuchen:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/01_kontakt_und_beratung/02_beratung/01_beratung_vor_ort/01_servicezentren_beratungsstellen_node.html

von
Eumel

Zum Thema gibt es auch eine Broschüre "Rente für Pflegepersonen: Ihr Einsatz lohnt sich"

von
W*lfgang

Zitiert von: Eumel
Zum Thema gibt es auch eine Broschüre "Rente für Pflegepersonen: Ihr Einsatz lohnt sich"
änzend:

Hier ist die Broschüre zum Download. Auf S. 26 werden die mtl. Rentenzuwächse pro Jahr Pflegetätigkeit in Abhängigkeit der Pflegestufen dargestellt:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_national/rente_fuer_pflegepersonen.html

Der aktuelle Rentenanspruch aus allen gespeicherten Zeiten kann über eine Rentenauskunft hier angefordert werden:

https://www.eservice-drv.de/SelfServiceWeb/

Die individuell mögliche Rente ab Alter 63 (mit 8,7 % Abschlag) bei andauernder Pflege rechnet Ihnen jede Beratungsstelle DRV/Rathaus hoch. Die VBL-Ansprüche zu diesem Alter lassen sich über die letzte VBL-Abrechnung ermitteln davon ebenfalls 8,7 % Abschlag und 17,85 % für KV/PV abgezogen.

Steuern macht dann Schiko ... ;-)

Gruß
w.
PS: Haben Experten/User irgendwie Probleme, zielführende Informationen mit direkten Links zu versehen? Die Krönung wäre noch „liegt bei mir vor der Tür im Informationsregal, kommen's doch mal vorbei zum Abholen“ ...Internet = #Neuland *g