von
Peppone

Hallo,
wenn ein Rentenantrag gestellt wird, darf das JobCenter bekanntlich nicht in Arbeit vermitteln.

Kann mich irgendjemand daran hindern, nach Ablehnung des Rentenantrages beliebig viele Neu-Anträge zu stellen?

Ich bin bereits seit 18 Jahren arbeitslos aber allmählich macht mein JobCenter Streß.
Man könnte es auch Mobbing nennen!

von
Die Farbe Schwarz

Zitiert von: Peppone

Kann mich irgendjemand daran hindern, nach Ablehnung des Rentenantrages beliebig viele Neu-Anträge zu stellen?

Die Rentenversicherung...in Form einer Unterlassungsklage...

von
???

"wenn ein Rentenantrag gestellt wird, darf das JobCenter bekanntlich nicht in Arbeit vermitteln."

Die Regelung wird sicher sehr schnell nicht mehr angewandt, wenn Sie missbräuchlich ständig Rentenanträge stellen. Und da werden Sie dann auch vor Gericht keine Unterstützung finden.

von
HotRod

Zunächst einmal besteht keine Verpflichtung, eine Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben.
Wenn die dann als Verwaltungsakt erlassen wird, kann sie meistens gerichtlich angegriffen werden.

Um verfassungswidrige 1-€URO-Jobs ab zu wehren, gibt es notfalls AU-Bescheinigungen vom Hausarzt.

Reguläre Arbeitsangebote für Langzeitarbeitslose sind regelmäßig unzumutbar, da kein seriöser Arbeitgeber freiwillig Langzeitarbeitslose einstellen wird.

Schikanen und Einschüchterungsversuche der Arbeitslosenverwahranstalten hören schnell auf, wenn man Dienstaufsichtsbeschwerden ankündigt !

von
gutermannhier

Zitiert von: Peppone

Ich bin bereits seit 18 Jahren arbeitslos aber allmählich macht mein JobCenter Streß.
Man könnte es auch Mobbing nennen!

Man muss sich nicht schämen, wenn man heutzutage so lange al ist ?

Hartz4 gibt es schließlich bereits 10 Jahre und wer von Anfang an dabei war, der hatte meistens vorher bereits ein paar Jahre Arbeitslosenhilfe und davor Arbeitslosengeld 1 bezogen ?

Auch ich musste bisher sämtliche Stellenangebote, nach sorgfältiger Prüfung, wegen Unzumutbarkeit ablehnen.

von Experte/in Experten-Antwort

Ein anhängiger noch nicht beschiedener Rentenantrag dürfte eigentlich nicht die Verpflichtung des Jobcenters tangieren, in Arbeit zu vermitteln.

von
Herz1952

Hallo Peppone,

stellen Sie doch einfach mal einen Rentenantrag. Nach 18 Jahren Hartz 4 wird das die Rentenkasse kaum belasten.

Das Jobcenter dürfte froh sein, einen los zu werden, den sie nicht vermitteln können oder sollen. Dies Statistik der Vermittlung kann sich auf diejenigen konzentrieren, die arbeiten wollen. Bei denen besteht wenigsten eine geringe Chance, dass dies klappt.

Oder warum bewerben Sie sich nicht einfach ernsthaft. Es gibt auf 2,7 Mio. Bewerber doch 1,0 Mio. offene Stellen - angeblich -. Wenn ich aber die offenen Stellen aller Bundesländer zusammenzähle komme ich nur auf ca. 670.000 Stellen. Vielleicht kommen dazu noch die Lehrstellen von ca. 270.000?

Zu den 2,7 Mio. Arbeitslose kommen noch mindestens eben so viele, die in keiner Statistik mehr erscheinen, wegen Krankheit, "Fortbildungslehrgängen" o. ä.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Wenn ich aber die offenen Stellen aller Bundesländer zusammenzähle komme ich nur auf ca. 670.000 Stellen. Vielleicht kommen dazu noch die Lehrstellen von ca. 270.000?

Woher wollen Sie denn die genauen Zahlen wissen, wenn nach seriösen Schätzungen nur jede dritte freie Arbeitsstelle bei der BA gemeldet wird?
Zitiert von: Herz1952

Vermittlung kann sich auf diejenigen konzentrieren, die arbeiten wollen.

Und wer von den sogenannten "Arbeitswilligen" geht zum Spass an der Freude arbeiten?
Wenn Arbeitslosengeld nicht an gewisse Mitwirkungspflichten gekoppelt wäre, dann könnten Sie die paar übriggebliebenen "Arbeitswilligen" mit der Lupe suchen.

Deshalb wird dieses märchenhafte "bedingungslose Grundeinkommen" auch niemals Realität werden.

Zitiert von: Herz1952

stellen Sie doch einfach mal einen Rentenantrag. Nach 18 Jahren Hartz 4 wird das die Rentenkasse kaum belasten.

Erstaunlich, was Sie der Solidargemeinschaft der Beitragszahler zumuten wollen.

Jetzt sollen die RV-Beitragszahler also auch noch den Lebensunterhalt von "Null Bock auf Arbeit-Typen" finanzieren und ihnen quasi zu einem bedingungslosen Grundeinkommen verhelfen?

Ich fasse es nicht.....

von
Herz1952

Ach Schorsch,

ich fass viele auch nicht mehr. Ich habe jetzt erst 1000 Euro gelöhnt, nur weil die GKV-Versicherung nicht in der Lage ist, meine Krankheit ordnungsgemäß zu behandeln.

Ich habe auch nicht gesagt, dass er sich nicht bewerben sollte, dies wäre die einfachste Art, Ruhe zu bekommen. Die Statistiken in der ALV sind halt nun mal eine große Lüge. Außerdem, wenn Sie Langzeitarbeitslos sind, bekommen Sie bestimmt keine Stelle, die nicht gemeldet wird, bzw. ich glaube, dass auch die Arbeitsämter die "nicht gemeldeten offenen Stellen", als offene Stellen speichern. Ich habe das schon einmal selbst erlebt. Auf die Zeitungsanzeige habe ich mich deshalb nicht gemeldet, weil mir die Stelle "zu hoch für mich" vorkam. Dann habe ich es nochmal vom Arbeitsamt erfahren, dann bekam ich sogar die Stelle.

Wissen Sie denn, was nach 18 Jahren Arbeitslosigkeit noch für eine EM-Rente "rauskommt" - natürlich vorausgesetzt es liegt eine entsprechende Krankheit vor - nämlich so gut wie nichts? Deshalb wird die Gemeinschaft auch nicht belastet.

Und was mit kranken, nicht arbeitsfähigen Menschen passiert, habe ich am eigenen Leib erfahren. Denen wird von der GKV grundgesetzwidrig (BVfG-Urteil) Medikamente verweigert und sogar der Tod bzw. Krankheit in "Kauf" genommen. Sie sind z.B. selber schuld, wenn Sie sich Insulin versehentlich falsch dosieren. Dabei sind viele Medikamente, die ihnen Insulin ersparen hätten können, einfach gestrichen worden.

Solidarität gibt es nur unter Reichen, das hat mal jemand gesagt, der Arzt war und in den Sozialausschüssen saß.

Ich weis, Sie hatten einen langen Kampf bis zur Rente, im Gegensatz zu mir. Ich habe mich seit dieser Zeit mit meinen Krankheiten intensiv auseinandergesetzt, dabei habe ich mehr erfahren, als alle meine Ärzte. Du zählst als Kranker und Arbeitsloser nicht mehr. Und jeder Kranke/Arbeitslose ist doch selber schuld.

Durch diese Einstellung ist in unserem Landkreis eine 27-jähriger gestorben, weil ihm die AOK eine lebensrettende OP verweigert hat, bzw. diese nicht zahlen wollte.

Ärzte können keine Computer programmieren, aber glauben, sagen zu können, dass der Einzelne auch noch schuld hat.

Aber was soll's, Deutschland ist doch so reich, nur sind viele Deutsche nicht mehr deutsch.

von
Herz1952

Ach Schorsch,

ich fass viele auch nicht mehr. Ich habe jetzt erst 1000 Euro gelöhnt, nur weil die GKV-Versicherung nicht in der Lage ist, meine Krankheit ordnungsgemäß zu behandeln.

Ich habe auch nicht gesagt, dass er sich nicht bewerben sollte, dies wäre die einfachste Art, Ruhe zu bekommen. Die Statistiken in der ALV sind halt nun mal eine große Lüge. Außerdem, wenn Sie Langzeitarbeitslos sind, bekommen Sie bestimmt keine Stelle, die nicht gemeldet wird, bzw. ich glaube, dass auch die Arbeitsämter die "nicht gemeldeten offenen Stellen", als offene Stellen speichern. Ich habe das schon einmal selbst erlebt. Auf die Zeitungsanzeige habe ich mich deshalb nicht gemeldet, weil mir die Stelle "zu hoch für mich" vorkam. Dann habe ich es nochmal vom Arbeitsamt erfahren, dann bekam ich sogar die Stelle.

Wissen Sie denn, was nach 18 Jahren Arbeitslosigkeit noch für eine EM-Rente "rauskommt" - natürlich vorausgesetzt es liegt eine entsprechende Krankheit vor - nämlich so gut wie nichts? Deshalb wird die Gemeinschaft auch nicht belastet.

Und was mit kranken, nicht arbeitsfähigen Menschen passiert, habe ich am eigenen Leib erfahren. Denen wird von der GKV grundgesetzwidrig (BVfG-Urteil) Medikamente verweigert und sogar der Tod bzw. Krankheit in "Kauf" genommen. Sie sind z.B. selber schuld, wenn Sie sich Insulin versehentlich falsch dosieren. Dabei sind viele Medikamente, die ihnen Insulin ersparen hätten können, einfach gestrichen worden.

Solidarität gibt es nur unter Reichen, das hat mal jemand gesagt, der Arzt war und in den Sozialausschüssen saß.

Ich weis, Sie hatten einen langen Kampf bis zur Rente, im Gegensatz zu mir. Ich habe mich seit dieser Zeit mit meinen Krankheiten intensiv auseinandergesetzt, dabei habe ich mehr erfahren, als alle meine Ärzte. Du zählst als Kranker und Arbeitsloser nicht mehr. Und jeder Kranke/Arbeitslose ist doch selber schuld.

Durch diese Einstellung ist in unserem Landkreis eine 27-jähriger gestorben, weil ihm die AOK eine lebensrettende OP verweigert hat, bzw. diese nicht zahlen wollte.

Ärzte können keine Computer programmieren, aber glauben, sagen zu können, dass der Einzelne auch noch schuld hat.

Aber was soll's, Deutschland ist doch so reich, nur sind viele Deutsche nicht mehr deutsch.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Wissen Sie denn, was nach 18 Jahren Arbeitslosigkeit noch für eine EM-Rente "rauskommt" - natürlich vorausgesetzt es liegt eine entsprechende Krankheit vor - nämlich so gut wie nichts? Deshalb wird die Gemeinschaft auch nicht belastet.

Zunächst einmal kann davon ausgegangen werden, dass @Peppone schon längst eine EM-Rente bekäme, wenn eine entsprechende Krankheit oder Behinderung vorläge.

Und in diesem Fall könnte man ohnehin nicht von einer unzumutbaren "Belastung" der Versichertengemeinschaft ausgehen, weil ja definitiv ein Versicherungsfall eingetreten wäre, der die DRV leistungspflichtig gemacht hätte.

Wer wie @Peppone seit 18 Jahren arbeitslos ist, obwohl offensichtlich keine Erwerbsminderung festgestellt wurde, der hat sich schlicht und einfach nicht intensiv genug um Arbeit bemüht.
Zumal der Arbeitsmarkt vor 18 Jahren noch erheblich besser aussah als heute.

von
herz1952

Hallo Schorsch,

ich wollte nicht beurteilen, ob ihm die EM-Rente zustehen wird oder zugestanden hätte. Ich gebe zu, ich war einfach zynisch, wenn ich schrieb, er solle es mal versuchen. So kann er nämlich die Reaktion des Jobcenters mal "austesten".

Ich hatte einen Arbeitskollegen, der war fleißig und fachlich sehr gut. Er hat sich nach Insolvenz der Firma auch ausgiebig bemüht, eine Stelle zu bekommen. Allerdings war das Jobcenter immer "erfreut", wenn er eine AU-Bescheinigung vorlegte. Dann brauchte er nämlich nicht vermittelt zu werden und fiel aus der Alo-Statistik raus. Letztendlich bekam er eine Angebot, das er auch annahm. Der erste Satz mit dem ihm sein neuer Chef begrüßte, war der: "Ich weis gar nicht, welche Arbeit ich Ihnen geben soll". Er hat trotzdem alles gemacht, was zu tun war und er hatte ja gute Erfahrungen für diesen Job. Aber kurz bevor die Förderung für die Arbeitsstelle vorbei war, wurde ihm wieder gekündigt.

Nochmal Hartz 4 und Rente. Ich kenne jemand, die auch verschiedene gesundheitliche Mängelchen hatte. Sie hatte sogar einen GdB von x. Sie wollte unbedingt Arbeiten und als es jetzt kaum mehr ging - sie ist immer noch H4 - stellte sich heraus, dass es sich jetzt auch nicht mehr lohnen würde, einen EM-Antrag zu stellen. Sie sollte sogar an einem "Computer-Lehrgang" teilnehmen. Dieser wurde aber abgesagt, weil er so wie so nichts bringen würde (allgemein gesehen).

Wieso, wurden die sog. Fortbildungslehrgänge gestrichen? Weil über den Bedarf hinaus fortgebildet wurde und die privaten Lehrgangsträger "abgesahnt" haben. Selbst Lehrgangsleiter waren mitunter nur zeitlich befristet eingestellt und sagten ihren Teilnehmern, dass sie womöglich nach 8 Wochen wieder da sitzen, wo jetzt ihre "Schüler" sitzen.

Wir müssen uns einfach damit abfinden, dass nicht genug Arbeit vorhanden ist. Wenn ich bedenken, dass durch die EDV in der Buchhaltung von 6 Arbeitsplätzen 5 wegfielen und nur der "Leiter" übrigblieb, müsste das doch zu denken geben.

Wenn ich bedenke, dass ich in der Buchhaltung (vorher habe ich "Mittlere Datentechnik in Maschinensprache" programmiert) mit einer 40 MB-Maschine angefangen habe und heute vor einem "kleinen PC" mit 80 GB sitze, also 2000 mal so "groß" zum gleichen Preis, darüber mag ich nicht mal mehr nachdenken.

Einige "faule Eier" wird es immer geben. Lasst sie doch, wenn sie sich mit dem aller nötigsten zufrieden geben. Dies stammt nicht von mir, sondern Sinngemäß von Heiner Geißler.

Das schlimme ist nicht, dass H4 zu hoch ist, sondern die Arbeit im allgemeinen nicht hoch bezahlt wird, bzw. werden kann.

Im übrigen gibt es unter H4-Empfängern viele fleißige Selbständige oder sogar arbeitslose Selbständige.

Was sagte mir der Insolvenzverwalter von den "Ich-AG-lern? In spätestens einem Jahr landen sie bei mir.

Wissen Sie auch, dass Stellenanzeigen auch für Werbemaßnahmen "missbraucht" werden? Oder viele Stellenanzeigen "intern" besetzt werden?

Und noch was zur EM-Rente. Praktisch arbeitsunfähige EM-Rentner, deren Rente für den Lebensunterhalt nicht reicht, müssen sich dem H4-Diktat, das ja zur Arbeit anregen sollte, ebenfalls beugen. Wenn diese sich (bei Grundsicherung) doch etwas hinzuverdienen könnten, werden nur 30 % nicht angerechnet.

Aber dieser Beitrag ist zu politisch, als dass er die Zensur überstehen wird. Oder geht es doch noch genügend um Rente?

Schönen Sonntag
Herz1952