von
cinderella

Hallo, ich habe im März ca. 30 Stunden als Aushilfe gearbeitet (Arbeitsvertrag befristet bis Ende August,Arbeitszeit je nach Bedarf,jedoch mdst. 10 Stunden im Monat)und ca 210 Euro brutto verdient. Allerdings wurden mir davon auch Sozialversicherungsbeiträge / Rentenvericherungsbeiträge abgezogen. Meine Fragen sind nun: Müssen Rentenversicherungsbeiträge auch bei so einem geringen Verdienst bezahlt werden und wieso gilt hier nicht die 400-Euro-Grenze? Falls ich bei diesem Verdienst nicht rentenversicherungspflichtig bin, wie komme ich dann wieder an die Beiträge?

von
Unbekannt

Hallo,

ich gehe davon aus, dass Sie sonst keine weitere geringfügige Beschäftigung haben.

Alle Beschäftigungen bei denen man im Monat nicht mehr als 400 Euro verdient sind für Sie versicherungsfrei. Nur der Arbeitgeber muss Pauschbeiträge. Ihr Brutto = Netto.

Die Anzahl der Stunden spielen keine Rolle.

Wenden Sie sich an Ihren Arbeitgeber zur Klärung des Sachverhalts.

von
Schiko.

Geringfügige beschäftigung, hier kommt es immer
wieder zu verwechslungen.

Allgemein versteht man darunter eine beschäf-
tigung, bei der dem arbeitgeber keine steuerkarte
vorzulegen ist.
Im laufe der zurückliegenden zeit gab es hierzu
die verschiedenen varianten , auch hinsichtlich der
erlaubten monatlichen betragshöhe.

Seit einiger zeit ist diese grenze in der tat 400 euro.
Dies heißt aber nicht es müssen 400 verdienst sein.
Nein , nein, auch 210 oder 325, wie dies eben mit
dem AG. auf grund der ausgemachten stunden im
monat- auch des stundenlohnes-, vereinbart wurde.

Der AG. führt derzeit 15% RV.-- 13% Kr.Vers. und
2% steuer ab. Dies führt dazu, im normalfall wird der
bruttobetrag auch netto vergütet.
Manche AG. verringern den stundenlohn und ver-
schaffen sich einen finanziellen ausgleich für den
aufwand dieser lohnnebenkosten/steuer.

Natürlich gibt es einen geringen verdienst auch auf
steuerkarte, die schlaue AG. verlangen.Fallen abzugs-
beträge an hat sich der arbeitnehmer wie beim normal-
verdienst zu beteiliegen.

Einen geringverdiener job als zweitverdienst auszu-
üben ( ohne steuerkarte) hat auch den vorteil, dieser
betrag wird nicht in die steuerberechnung des arbeit-
nehmers mit einbezogen.Gilt nicht bei steuerkarte
vorlage.
Unbedingt ist aber auch darauf zu achten, als zweit-
verdienst bekommt ja der AG. die steuerkarte klas-
se VI. Dies hat zur folge, auch bei geringem verdienst
fällt steuer an.
Erst wenn einkommensteuerantrag gestellt wird wer-
den überzahlungen von steuer ausgeglichen, abrech-
nung beim finanzamt erfolgt nach grund/splittingta-
belle.
MfG.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo,

eine geringfügige Beschäftigung liegt für Zeiten ab 01.04.03 vor, wenn das Arbeitsentgelt regelmäßig im Monat 400 EUR nicht übersteigt.
Mehrere geringfügige Beschäftigungen sind zusammenzurechnen.
Eine Zusammenrechnung erfolgt grundsätzlich auch dann, wenn geringfügige Beschäftigungen und versicherungspflichtige Hauptbeschäftigungen nebeneinander ausgeübt werden. Die zeitlich erste geringfügige Nebenbeschäftigung bleibt allerdings in allen Zweigen der Sozialversicherung versicherungsfrei. In der Arbeitslosenversicherung bleiben alle neben einer Hauptbeschäftigung ausgeübten geringfügigen Nebenbeschäftigungen versicherungsfrei.

Bei kürzeren Beschäftigungsverhältnissen als einen Monat ist der anteilige Monatswert maßgebend (Monatsbetrag x Kalendertage des Beschäftigungsverhältnisses : 30).

Versicherungsfrei ist, wer eine kurzfristige Beschäftigung ausübt. Eine kurzfristige Beschäftigung liegt seit dem 01.04.2003 vor, wenn die Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres auf längstens zwei Monate oder fünfzig Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt oder im Voraus vertraglich begrenzt ist. Dies gilt auch dann, wenn die kurzfristige Beschäftigung die Voraussetzungen einer geringfügig entlohnten Beschäftigung erfüllt. Eine kurzfristige Beschäftigung liegt nicht mehr vor, wenn die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird und das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung 400,00 EUR überschreitet.

Die von Ihnen dargestellte Aushilfstätigkeit könnte wegen der geringen Entgelthöhe (geringfügige Beschäftigung), oder wegen der Befristung (kurzfristige Beschäftigung) versicherungsfrei sein. Da es aber auch Gründe geben könnte nach denen vom Arbeitgeber richtig entschieden wurde ( Bsp. Keine kurzfristige Beschäftigung und im März war lediglich ein Teilmonat betroffen, oder es wurden mehrere geringfügige Beschäftigungen ausgeübt ) würde ich Ihnen empfehlen zunächst Ihren Arbeitgeber zu befragen aus welchen Gründen er so entschieden hat.

Soweit eine falsche Entscheidung getroffen wurde, kann der Arbeitgeber die Lohnabrechnung für März 2007 noch berichtigen. Damit würden Sie die zu unrecht gezahlten Pflichtbeiträge zurück erhalten. Der Arbeitgeber müsste dann Pauschalbeiträge an die Bundesknappschaft (Minijob-Zentrale) entrichten.