von
tommy

Guten Tag,
ich bin Schülerin (20 Jahre) und arbeite nebenbei bei einem Nachhilfeinstitut. Dort verdiene ich pro Monat etwa 100 Euro.
Kann ich so einen Riestervertrag abschließen? Wenn ja, was passiert dann mit dem Riestervertrag, wenn ich beispielsweise in einem Jahr nichts verdiene?
Vielen Dank,
tommy

von
Schiko.,

Leider nein.

MfG.

von
lupo

Hallo Forum,
warum sollte eine Schülerin, wenn sie denn versicherungspflichtig ist(Verzicht auf die Versicherungsfreiheit), keinen Anspruch auf Riesterförderung haben?
Ob so ein Vertrag Sinn macht, ist eine andere Frage.

von Experte/in Experten-Antwort

Die Förderung der sogenannten Riester-Rente erfolgt über Zulagen des Staates, die in Form einer Grundzulage (z.Zt. 114 €) und ggf. Kinderzulage (z.Zt. 138 €) auf einen von Ihnen abgeschlossenen Altersvorsorge-Vertrag eingezahlt werden. Diese Zulagen erhalten aber nur unmittelbar oder mittelbar förderberechtigte Personen.

Unmittelbar förderberechtigt sind u.a. in der gesetzlichen Rentenversicherung Pflichtversicherte (z.B. wegen Beschäftigung, Arbeitslosengeld-Bezug, Kindererziehungszeiten). Um die volle staatliche Förderung zu erhalten, reicht es aus, wenn Sie im jeweiligen Beitragsjahr nur zu einem Bruchteil zum berechtigten Personenkreis gehören.
Falls Sie verheiratet sind, erwerben Sie auch in Jahren ohne eigene Rentenversicherungs-Pflichtbeiträge die Förderberechtigung, wenn der pflichtversicherte Ehepartner (nicht dauernd getrennt lebend) ebenfalls einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat. Sie wären dann mittelbar förderberechtigt.

Falls Sie nicht verheiratet sind, kommt es also darauf an, ob Sie für den Nebenverdienst beim Nachhilfeinstitut eigene Rentenbeiträge zahlen oder nicht. Im Rahmen eines Minijobs müssten hier zusätzlich zu den Pauschalbeiträgen des Arbeitgebers auch Beiträge von Ihnen gezahlt werden, sogenannte Aufstockung.
Alles weitere erfahren Sie bei der zuständigen Minijob-Zentrale in Essen.

von
Schiko.

Kaum vorstellbar, dass bei 100 monatlich auf steuerkarte I
beiträge anfallen.
Teuer aber auch als geringverdiener im rahmen des 400
eurojob.

Der gesamtbeitrag aus 100 verdienst von 19,90 % wird ja
aus mindestens 155 fällig. Somit 30.85 insgesamt, der
arbeitgeber dagegen 15% aus euro 100 sind nur 15 euro
beitragsleistung.

Folglich die eigenleistung 15, 85 euro als aufstockerin, glaube
kaum dass dies jemand macht, bei jährlich 1,07 rentenzuwachs.

Mit freundlichen Grüßen.