von
nini

Mir wurde eine Riester Rente für meine private Altersversorge angeboten. Ich habe bereits eine Kapitallebensversicherung. Leider wird diese Vorsorge ja lange nicht ausreichen. Deshalb bin ich am überlegen, ob eine Riester Rente für mich sinnvoll ist. Ich bin 25 Jahre alt, singel und fange im April das Arbeiten an. Mein Bruttogehalt beträgt ca 30000 € brutto pro Jahr. Ist die Riester Rente für mich empfehlenswert? Wäre eine andere private oder staatliche Vorsorge für mich besser geeignet?

von
Schiko.

Versuche etwas ausführlich zu anworten,
fastenzeit soll auch als zeit der buße angesehen
werden.

Klingt ja etwas salopp, mir wurde eine riester-
rente angeboten, dies gibt es an sich nicht.

Sicher meinen sie, der abschluss einer so-
genannten riesterrente empfohlen. Nach
allgemeiner meinung lohnt sich dies für
großverdiener wegen der steuerlichen
variante. Aber auch für geringverdiener
mit mehreren kindern wegen der zulagen,
dies haben sie ja noch vor sich oder auch
nicht?
Gehe auf die genanten zahlen ein und nehme
an, sie wollen künftig schon einer geregelten
beschäftigung nachgehen. Da passt der genante
jahresverdienst als vorschau für die spätere
rente mit 67 jahren im jahre 2049 mit an-
genommen 45 versicherungsjahren.
Nach dem stande 1.7.2007 entsprechen ungefähr
30.000 jahresverdienst einem entgeltpunkt (EP.)
und jährlichen rentenzuwachs von 26,27
rentenwert x 45 jahre 1.182,15 voll zu versteuern-
de bruttorente im jahre 2049.

Was kostet aber die bruttorente??
Bei 30.000 jahresbrutto in 2006 wird in 2007 mit
3% ein beitrag von brutto 900 abverlangt.
Die grundzulage von 114 euro veringert die
eigenleistung auf 786 euro.
Bei 30.000 jahresbrutto komme ich auf
900 beitragsaufwand und 274 steuerersparnuis,
minus 114 zulage sind es noch 160 euro.
Bei gleicher zulage 2008 und geringeren verdienst
durch die verspätete arbeitsaufnahme ab 1.4.2007
ebenfals 114 grundzulage und zusätzlich noch euro
75 steuerersparnis weil ja von 189 auch wieder 114
grundzulage abzuziehen sind.
War noch nie ein besonderer anhänger der riesterrente,
schon deswegen, weil man ein gesetz nicht unbedingt
nach dem namen eines dafür zuständigen erfinders
nennen sollte.

Die gesetzliche rente nennt man ja auch nicht „Bismarckrente“ ,als
weitere folgerung müsste man ja zu hartz IV jetzt „ Lüstling IV“
gesetz sagen oder hu…..gesetzt IV,

Können sie es finanziell verkraften, sage ich für sie ja zur riester-
rente, schaden kann es nicht, vielleicht nützt es aber.

Mit freundlichen Grüßen.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo nini,

als Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung dürfen wir keine Anlage oder Produktempfehlungen aussprechen. Allgemein läßt sich allerdings folgendes über die förderbaren Produktarten sagen.

Beachten Sie bei Ihrer Anlageform, dass Sie eine höhere Rendite auch nur mit einem größeren Risiko erreichen können. Dabei sollten Sie in jedem Fall Ihre persönliche/ familiäre Situation (ist ein Partner zu Versorgen sind Kinder vorhanden) nicht außer acht lassen.

Eine private Rentenversicherung verbindet Kapitalanlage und Versicherung. Sie gewährt eine lebenslange Leibrente. Die Leistungen der priv. Rentenversicherung bestehen in der Regel aus einer garantierten Mindestverzinsung zzgl. einer Überschussbeteiligung. Bei der priv. Rentenversicherung handelt es sich nach allgemeiner Einschätzung um eine Altersvorsorgeanlage mit vergleichsweise geringem Risiko, mittleren Ertragschancen und einer lebenslangen Leistung.

Ein Banksparplan besteht im langfristigen Ansparen von Bankguthaben mit festgelegter Verzinsung. Dabei kann der Zinssatz von der Laufleistung oder dem Sparbetrag abhängig sein oder sich nach einem Referenzwert richten. Diese Altersvorsorgeform ist eine Anlage mit sehr geringem Risiko, dem jedoch auch nur vergleichsweise geringe Erträge gegenüberstehen.

Auch Fondsprodukte können zur geförderten Altersvorsorge eingesetzt werden. Man unterscheidet prinzipiell Aktienfonds, Rentenfonds, Geldmarktfonds und Kombinationen dieser Formen. Bei den verschiedenen Fondsparplänen handelt es sich um die risikoreichste Anlagemöglichkeit der geförderten Altersvorsorge, das heißt um die mit den größten Ertragschancen und zugleich den größten Verlustgefahren.

Deshalb dürften in der Praxis häufig Mischformen zwischen Versicherungs- und Sparprodukten angeboten werden. So können zum Beispiel die Überschüsse aus Versicherungen ebenso wie die Zinserträge aus Bankguthaben in Investmentfonds angelegt werden. Zudem müssen alle Vorsorgeverträge spätestens ab dem 85. Lebensjahr eine Leibrente garantieren, was auch den Bank- und Fondsprodukten einen Versicherungscharakter verleiht.

von
Egal

Wenn man sich langfristige Börsen-Charts von deutschen, europäischen und weltweiten Indizes anschaut, wird man feststellen, das eine Dekade (10 Jahreszeitraum) immer positiv ausgefallen ist. D. h. wenn ich die Situation z.B. MSCI-Europe erklären darf. Egal ob ich meine Betrachtung jeweils kurz vor einem Börsen-Crash oder nach einer erfolgten Konsolidierung mit dem jeweiligen Stand 10 Jahre später vergleiche, stelle ich fest, das dieser neue Stand trotz diverser Turbolenzen höher liegt als der erwähnte Index vor dieser Zeitspanne.
Also ist das Risiko bei einer 10 jährigen Anlage schon relativ gering.

Da Sie bis zur Rente noch 3 1/2 bis 4 Dekaden für die Investition in Fonds und deren Sicherung Zeit haben, sind aus meiner Sicht die Chancen in einem Riester-Fondssparplan eine überdurchschnittliche Rendite zu bekommen ungleich höher, als die im Gesetz festgeschriebene Rückzahlung des eingezahlten Kapitals plus Zulagen zu erhalten. Die steuerliche Betrachtung ist Ihnen ja unbeachtet der Anlage zu gewähren.

......Wenn ich jetzt eine historiche Betrachtung des eben erwähnten MSCI-Europe vornehme - mir liegt im Augenblick eine Grafik vor die Monatsultimo-Performancedaten vom 31.12.1969 bis zum 31.12.2006 enthält - stelle ich fest, das dieser Chart indiziert am 31.12.69 mit 100 am 31.12.06 - also nach 37 Jahren - trotz der 1. und 2. Ölkrise, zweier Rezessionen in Europa, Golfkrieg, Asienkrise und geplatze Tech-Blase mit Terroranschlag, Bilanzskandalen, Irakkrieg und Konjunkturflaute zum 31.12.2006 weit über 1000 Indexpunkten steht, würde ich das Risiko eingehen, und beim "Riestern" ein reines Fonfsprodukt wählen.