von
illo48

Sehr geehrte Damen und Herren, mein Lebenspartner (52 Jahre) möchte eine Riesterrente abschließen. Wir haben jedoch mittlerweile verschiedene Aussagen bezüglich eines evtl. möglichen Todesfalls des Versicherten vor Eintritt der Rentenleistung. Einmal haben wir die Aussage die angesparten Beträge wären vererbbar an wen auch immer - also nicht gebunden an Ehe-partner, dann haben wir die Aussage, die Beträge wären komplett weg. Dass die gezahlten Förderungen und Zulagen evtl. von dem Erbberechtigten zurück-gezahlt werden müssen, das leuchtet uns ein, aber nicht, dass die eingezahlten Beträge komplett verfallen. Was stimmt jetzt, ist die Riesterrente vererbbar oder nicht. Vielen Dank und freundliche Grüße

Experten-Antwort

Eine Auszahlung des Restbetrages, der zum Todeszeitpunkt in einem Altersvorsorgevertrag noch enthalten ist, an Ihre Erben ist grundsätzlich möglich, wenn der Altersvorsorgevertrag dies zulässt. Wenn im Todesfall keine Übertragung auf den Ehegatten erfolgt, sondern das Altersvorsorgevermögen vererbt wird, gilt das Gleiche wie bei einer vorzeitigen Kündigung des Vertrages. Es handelt sich um eine "schädliche Verwendung". In diesem Fall bekommen Ihre Erben zwar das von Ihnen eingezahlte Geld sowie die angefallenen Erträge ausgezahlt. Allerdings muss zuvor die in dem Restbetrag anteilig enthaltene staatliche Förderung zurückgezahlt werden. Außerdem müssen die angefallenen Zinsen versteuert werden. Zusätzlich fällt unter Umständen Erbschaftsteuer an.