von
ResiBrownforest

Liebe Foristen, liebe Experten,

ich stehe momentan vor der Frage, ob ich meine seit drei Jahren laufende fondgebundene Rentenversicherung kündigen und das Kapital in einen anderen Vertrag (dabei würde es sich um kapitalgebundene RV handeln) übertragen soll. Vorab: Nachdem ich viel online gelesen habe, bin ich mittlerweile vollkommen verunsichert :-/ Natürlich ist mir klar, dass mir hierzu niemand eine einfache Antwort geben kann, vor allem da es sich ja nicht nur um verschiedene Anbieter, sondern auch noch um verschiede "Modelle" handelt. Trotzdem würde mir eine Einschätzung zu den folgenden Aspekten weiterhelfen:
Der Anbieter des neuen Angebots argumentiert, dass eine höhere Garantierente das entscheidende Kriterium sei, an dem man seine Wahl orientieren soll. Diese wäre im neuen Angebot (Garantieverzinsung 1,25%) um ca. 50 €/Monat höher als in der Fondvariante (hier sind ja nur die Eigenleistungen+Zulagen garantiert, die dann über einen Rentenfaktor umgerechnet werden können).
Zu den Kosten: Mal abgesehen von den Abschlusskosten, die bei einem Wechsel "verbrannt" wären, unterscheiden sich die laufenden Kosten erheblich. Nach einer sehr groben und unprofessionellen Hochrechnung meinerseits ;-) (Kosten der Fondvariante hängen vom Vertragswert und damit von unabsehbarer Wertentwicklung ab) schätze ich, dass die Kosten bei der Fond-Variante in Mittel während der Ansparphase rund 100-150 €/ Jahr höher liegen. Das erscheint auf den ersten Blick heftig...vor allem da steigende Rendite in diesem Fall auch gleichzeitig steigende Kosten bedeutet.
Also: Weniger Garantierente und wesentlich höhere Kosten - da sollte die Entscheidung doch klar sein....oder? Übersehe ich hier ein weiteres wichtiges Kriterium?
Derzeit zahle ich den vollen steuerwirksamen mtl. Beitrag. Ich glaube jedoch nicht, dass ich dieses Niveau in den nächsten Jahren halten kann. Wenn ich mir die Kosten unter diesem Gesichtspunkt anschaue, scheint mir die "klassische" Variante eher geeignet...

Generell die Frage: Kann man die Vor-Ort-Beratung der Deutschen Rentenversicherung auch für solche Fragen der privaten Altersvorsorge in Anspruch nehmen?

Vielen Dank schon mal und Grüße, Resi

von
Herz1952

Hallo Resi,

dies ist keine Frage an das Forum der gesetzlichen Rentenversicherung.

Gestern sollte in der ARD-Sendung "Plusminus" auf den "Ärger mit der schlechten Rendite" bei Riester Verträgen eingegangen werden. Dieser Beitrag wurde aber nicht gesendet. Vielleicht achten Sie mal drauf bei der nächsten Sendung. Vielleicht hilft Ihnen das weiter.

Wer an Riester Verträgen verdient ist klar: Die Versicherungen. Diese kalkulieren damit, dass wir alle so alt werden wie Methusalem und richten Ihre Beiträge danach (smile).

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo ResiBrownforest,

Es gehört nicht zu den Aufgaben der Mitarbeiter der Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung, konkrete Riesterverträge bzw. -angebote miteinander zu vergleichen. Wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen bitte an die Verbraucherzentrale. In der Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest (Ausgabe 10/2015) finden Sie evtl. auch ein paar brauchbare Hinweise.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 03.12.2015, 14:34 Uhr]

von
KPJMK

Hallo. Eine Rentenversicherung schließt man nur ab wenn man weiß ich kann sie bis zur Fälligkeit bedienen. Egal ob Fond oder Kapital. Abschlussgebühren, Verwaltungsgebühren usw und was als Sicherheit gilt habe ich mit Renditeverzicht bezahlt. Riester lohnt sich nur wenn Du für geringe Einzahlung sehr hohe Zulagen bekommst. Sonst ist Dein eigenes Geld zu lange billig festgelegt. Man kann auch ungefördert riestern in einem Bankplan mit variablen Einzahlungen. Hat nur den einen Vorteil man bezahlt keine Kapitalsteuer. Kannst ja mal bei google ungefördert Riestern.

von
steinigen gehört jetzt zur brd

am allerbesten unbedingt die Hände vom Riestern lassen.

kaufen sie sich lieber morgen Aktien eines grossen automobilbauers. in 5 jahren haben sie ihren Einsatz steuerfrei verdoppelt und können sich dann hier für meinen tip bedanken. gruss aus wolfsburg

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Wer an Riester Verträgen verdient ist klar: Die Versicherungen. Diese kalkulieren damit, dass wir alle so alt werden wie Methusalem und richten Ihre Beiträge danach (smile).

Dann benennen Sie doch mal eine alternative Anlageform, die vergleichbare GARANTIE-Zinsen sowie vergleichbare staatliche Zulagen bietet.

Mein vor 15 Jahren abgeschlossener Riester-Vertrag ruht seit ein paar Jahren, hat sich aber trotzdem, bedingt durch die damals vereinbarten GARANTIE-Zinsen, sehr prächtig entwickelt.

Ich muss bestimmt nicht so alt wie "Methusalem" werden, um von meinem Vertrag zu profitieren.

Wer sich seriös informieren will, sollte lieber "FINANZTEST" der Stiftung Warentest lesen und nicht auf schlecht informierte "Plusminus-" oder "Report-" Moderatoren hören.

Diese Sendungen hatten vor 20 Jahren tatsächlich den Ruf, seriös zu sein.
Heute sind sie nicht viel besser als die Bild-Zeitung.

von
Schorsch

Zitiert von:

kaufen sie sich lieber morgen Aktien eines grossen automobilbauers. in 5 jahren haben sie ihren Einsatz steuerfrei verdoppelt und können sich dann hier für meinen tip bedanken. gruss aus wolfsburg

Da könnte durchaus etwas dran sein.

Allerdings werde ich noch eine Weile mit dem VW-Aktien-Kauf warten, weil die Kurse garantiert noch weiter in den Keller gehen werden, bis die (US)Gerichte die letzten Schadensersatz-Urteile gegen VW gefällt haben.

Danach werden die Kurse aber bestimmt wieder kräftig ansteigen und bei vielen Neu-Aktionären Jubelstürme auslösen. ;-)

von
Otto Normalo

Zitiert von: Herz1952

Wer an Riester Verträgen verdient ist klar: Die Versicherungen.

Ach wirklich?
Ich dachte bisher immer, dass Versicherungsunternehmen Wohltätigkeitsvereine wären, die ohne Gewinnerziehlungsabsicht tätig wären.

Vielen Dank, für diesen wirklich neuen Hinweis..... ;-)

von
Herz1952

Hallo Otto Normalo,

Aha, deswegen hat das Finanzamt meine Beiträge nicht als Spenden anerkannt.

Die Gemeinnützigkeit fehlt! (smile).