von
Frager

Wie wird das für die Beitragsberechnung wichtige rentenversicherungspflichtige Einkommen berechnet, wenn eine längere Krankheit eintritt ?
Z.B. krank 5/08 bis 06/09.

Fürs Jahr 2008 bzw. fürs Jahr
2009

von
F U N

Hallo Frager,
sofern aus der Krankheit Pflichtbeiträge wegen des Krankengeldbezugs zur RV gezahlt wurden, stellt ihr Gesamteinkommen alle versicherungspflichtigen gemeldeten Sachverhalte dar, also Pflichtbeiträge aus Beschäftigung plus Pflichtbeiträge aus dem gemeldeten Krankengeld.

Experten-Antwort

Ich stimme mit dem Beitrag von "FUN" überein.
Das Zulagesystem sieht vor, dass der Zulageberechtigte entsprechend seinen im vorangegangenen Kalenderjahr erzielten rentenversicherungs- pflichtigen Einnahmen einen Mindesteigenbetrag zu seiner zusätzlichen Altersversorgung leisten muss.
Sofern Sie also Krankengeld beziehen, ist die entsprechende, während des Krankengeldbezuges erzielte, beitragspflichtige Einnahme für die Prüfung/Feststellung der Zulageförderung zugrunde zu legen.

von
Beitrag

Experte(!!!!staun) und F U N liegen FALSCH!!!

Es wird der für den entsprechenden Teil des Jahres (incl.Lohnfortzahlung) erzielte SV-pflichtige Bruttoverdienst genommen zuzüglich der für den Rest des Jahres gezahlten Summe des tatsächlich erzielten Krankengeldes!!!! Also beim Krankengeldbezug(oder auch Alogeldbezug) nicht die Höhe der vom Sozialleistungsträger gemeldeten beitragspflichtigen Einnahmen, sondern die tatsächliche Höhe der bezogenen Entgeltersatzleistung!!
Dies zusammen bildet dann die Grundlage zur Berechnung des Mindesteigenbeitrages zum Erhalt der Zulage(n)!
MfG

Experten-Antwort

Bei Bezug einer Lohnersatzleistung wird der Zahlbetrag(!) der Leistung als
Bemessungsgrundlage angesetzt.
Dies würde ansonsten bei dem angesprochenen Krankengeldbezug dazu führen, dass als Beitragsbemessungsgrundlage für die Riester-Rentenbeiträge ein höherer Betrag zugrunde gelegt würde, als tatsächlich von der Krankenkasse gezahlt wurde.
Ich bitte daher für meine vorherige Antwort um Entschuldigung.