von
pof

Ich bin Alleinverdiener im Haushalt (2 Erwachsene + 2 Kinder mit 9J+6J).
Ich bin pflichtversichert in einem berufständigen Versorgungswerk (Ärzteversorgung) und daher lt. bisheriger Information nicht "Riester-fähig".

Meine Frau ist dzt. nicht erwerbstätig und ohne eigenes Einkommen. Sie ist arbeitssuchend gemeldet ohne Anspruch auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung.
Sie ist in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Besteht in unserem Fall (für einen oder auch beide, v.a. meine Gattin) die Möglichkeit, eine förderfähige Riesterversicherung abzuschließen.

von
Bernhard

Nein.

Ihre Frau ist nicht mehr pflichtversichert, da Kindererziehungszeiten abgelaufen wären, kein Arbeitslosengeld (I oder II) bezogen wird, und keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vorliegt.

Ihre Ärzteversorgung ist nicht von den Kürzungen der gesetzlichen Renten betroffen, folglich gibt es keinen Grund für eine staatliche Förderung zusätzlicher Altersvorsorge, daher sind auch Sie nicht förderberechtigt.

von Experte/in Experten-Antwort

Ich schätze mal aufgrund Ihrer Angaben, dass Ihre Ehefrau nach der Erziehung der Kinder nicht mehr gearbeitet hat und sie sich dann mal beim Arbeitsamt als arbeitssuchend gemeldet hat. Oder sind Ihr die Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung nur wegen des zu berücksichtigenden Einkommens oder Vermögens abgelehnt worden?
Wäre dem letzteren der Fall (wegen des zu berücksichtigenden Einkommens oder Vermögens) gäbe es die Möglichkeit über § 10a Absatz 1 Satz 3 EStG ( Einkommenssteuergesetz) doch Zulagenberechtigt zu sein. Am besten Sie klären bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger ab, ob der Zeitraum der Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug als Anrechnungszeit gewertet wird.
Sollte sich herausstellen was ich fast vermute, dass Ihre Frau nach der Kindererziehung nicht mehr gearbeitet hat, bzw. keinen Verdienst über dem des Minijobs hinaus (derzeit 400,-€ mtl.) hatte.
Dann als Tipp: Bei Ausübung eines Minijobs von der Aufstockung gebrauch machen. Durch diese Zuzahlung (Aufstockung) entstehen Pflichtbeiträge in der gesetzlichen Rentenversicherung. Fazit: Darüber wäre Ihre Ehefrau dem förderberechtigten Personenkreis zugehörig und könnte bei Abschluss eines Riestervertrages und Zahlung des Mindesteigenbeitrages (bei Minijob wird es der Sockelbetrag von derzeit 60.-€ sein), die vollen Zulagen (Grundzulage u. Kinderzulagen) erhalten. Hinzu käme, da Sie selbst als Arzt dem Ärzteversorgungssystem angehören sind sie nicht dem förderberechtigten Personenkreis zugehörig aber sie könnten über die mittelbare Ehegattenförderung (Rucksackverfahren) und bei Abschluss eines eigenen Riestervertrages, ohne Zahlung eines Beitrages zur Riesterrente, die Grundzulage erhalten, die dann in Ihren Riestervertrag fließen würde.