von
Jürgen

ich habe eine Riesterversicherung abgeschlossen, mit der ich wg. hoher Kosten unzufriden bin. Die Verluste bei einer Kündigung würde rund 2000,-€ betragen, wenn ich den Vertrag ruhen lasse, kostet dies ebenfalls bis Ende Aufschubphase rund 2000,-€.
Meine Idee ist nun, in diesen Vertrag jährlich nur noch 60,-€ einzuzahlen und einen neuen "Hauptvertrag" abzuschließen (wahrscheinlich Banksparplan). Könnte das die bestmögliche Lösung (=geringste Verluste) für den Altvertrag sein?

von
andjessi

"wenn ich den Vertrag ruhen lasse, kostet dies ebenfalls bis Ende Aufschubphase rund 2000,-€."

Das stimmt nicht bzw. ist nur die "halbe Wahrheit".

Bei einem Riestervertrag muss vom Anbieter garantiert werden, dass mindestens die eingezahlten Beiträge + Zulagen zum Zeitpunkt der Verrentung (!) zur Verfügung stehen. Das ist eine zentrale Bedingung für die Riester-Zertifizierung. Wenn der Anbieter (zwischenzeitlich) höhere Kosten, Storno etc. kalkuliert, geschieht dies aus Kalkül (er will den abspenstigen Kunden halten oder, wenn dies nicht gelingt wenigstens zur Kündigung veranlassen)

Zu Rentenbeginn muss er den Vertrag wieder auf die Mindesgarantie "auffüllen".

Daher ist es vermutlich sinnlos die 60,- EUR zusätzlich zu sparen.

Experten-Antwort

Hallo Jürgen,

diese Möglichkeit besteht grundsätzlich. Allerdings können in diesem Forum keine Anlageempfehlungen von Seiten der gesetzlichen Rentenversicherung ausgesprochen werden.

von
Jürgen

Hallo andjessi,
diesen Aspekt hatte ich noch gar nicht berücksichtigt, vielen Dank für den wertvollen Hinweis!
Allerdings: wenn diese Beiträge über 30-35 Jahre völlig unverzinst bleiben, ist unterm Strich doch ein erhebliches Minus vorhanden, oder?

@Expertin: natürlich, das verstehe ich, dass hier keine individuellen Empfehlungen gemacht werden können.

Können Sie jedoch den Beitrag von andjessi bestätigen, dass auch im Falle eines ruhenden Vertrages die Einzahlungen und Prämien zu Rentenbeginn mindestens zur Verfügung stehen müssen?

Jürgen