von
Frank 59

Hallo liebe Experten,

Riesterrenten werden ja nicht auf Witwenrenten angerechnet. Würde das auch für Vertragsbestandteile gelten, die durch Überzahlung der Höchstbeträge (2.100 / 4.200 EUR p.a.) zustande gekommen sind?

Vielen Dank schon mal im Voraus!

von
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Bei der EK Anrechnung auf Hinterbliebenenrenten nach neuem Recht (Heirat nach 2001 oder beide Ehegatten ab 01.1962 geboren)werden gem. § 18a Abs. 1 S. 2 Nr. 2 SGB IV die - im allgemeinen Sprachgebrauch als "Riester-Rente" bezeichneten - Einnahmen aus den nach § 10a oder Abschn. XI EStG geförderten Altersvorsorgeverträgen bei der Einkommensanrechnung nicht berücksichtigt.

Bei einem nur teilweise geförderten Altersvorsorgevertrag ist nur der "nicht geförderte Teil" der Rente nach § 18a Abs. 3 S. 1 Nr. 10 SGB IV anzurechnen. Die Höhe wird durch Anfrage bei der jeweiligen Zahlstelle zu ermittelt.
Ggf. wird von diesem Anteil noch ein Pauschale von 12,7% abgezogen.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Frank 59,
haben Sie neben ihrer Hinterbliebenrente weitere Einkünfte , werden diese oberhalb eines bestimmten Freibetrags zu 40 Prozent ggf. auf ihre gesetzliche Hinterbliebenenrente angerechnet. Die –im allgemeinen Sprachgebrauch als „ Riester-Rente“ bezeichneten -Einnahmen aus Altersvorsorgeverträgen, soweit sie nach § 10 a oder Abschnitt XI des Einkommensteuergesetzes gefördert worden sind , werden bei der Einkommensanrechnung nicht berücksichtigt. Bei einem nur teilweise geförderten Altersvorsorgevertrag ist nur der „ nicht geförderte Teil“ der Rente anzurechnen. Die Höhe ist durch Anfrage bei der jeweiligen Zahlstelle zu ermitteln. Eine Anrechnung des „ nicht geförderten Teils“ erfolgt allerdings nicht, wenn der versicherte Ehepartner vor dem 01.01.2002 gestorben ist oder der versicherte Ehepartner zwar nach dem 31.12.2001 gestorben ist, aber die Ehe vor dem 01.01.2002 geschlossen wurde und mindestens ein Ehepartner vor dem 02.01.1962 geboren ist.