von
Kathy

Hallöchen, noch einmal Fragen zu Riester an die Experten:

Ist es möglich, einen bestehenden Riestervertrag vorzeitig ruhen zu lassen oder besser gar zu kündigen, aufgrund finanzieller Lage. Insgesamt wurden bis jetzt ca. 4.000 EUR eingezahlt (für 2 Jahre - Jahresbeitrag) und ab 2008 wurde ein monatlicher Zahlungsbeitrag vereinbart, bei welchem sich jedoch für uns im Nachhinein herausgestellt hat, dass auch dieser Betrag für uns monatlich zu hoch ist aufgrund nur eines Nettoeinkommens im Haushalt. (Ehepartner ist arbeitslos/ außerdem schwer vermittelbar und Hartz IV wurde abgelehnt aufgrund Nettoeinkommen des anderen Ehepartners).
Würden wir den eingezahlten Betrag bei Kündigung zurück bekommen oder ist gar ein Verfall dieses eingezahlten Betrages die Wahrscheinlichkeit (abzüglich der staatlichen Förderung) oder wäre ein Ruhen des Vetrages für zunächst 1 oder 3 Jahre sinnvoller? Für Antworten wären wir dankbar!

Grüße von Kathy.

von
alexander

Hallo "Kathy",

am besten lassen Sie sich von Ihrem Anbieter beraten, bei dem Sie den Riestervertrag abgeschlossen haben.

Sofern Sie den Vertrag kündigen, besteht die Gefahr, dass die bislang eingezahlten Beiträge komplett einbehalten werden; bereits erhaltene Zulagen würden zurückgefordert.

Bei einem "Ruhen" des Vertrages (oder ggf. Reduzierung der Beiträge) würde Ihr Rentenanspruch vollständig neu berechnet. Die Rentenhöhe die Sie aufgrund der Anfangsberechnung erwarten würde, sinkt dann, da angenommen wird, dass man bis zum Zeitpunkt der Auszahlung einen konstanten Beitrag (einschl. der Zulagen) einzahlt.

Lassen Sie sich von Ihrem Anbieter ausrechnen, welche Alternative für Sie günstiger ist.

von
no name

Hallo!

Ich stand vor dem selben Problem. Habe mich dann entschieden, die Beiträge für 2 Monate ruhen zu lassen und den Anbieter zu wechseln.

Aber pauschal wage ich jetzt mal zu sagen: ruhen lassen ist immer besser als kündigen. Beim Kündigen verfällt sowohl ein Großteil der eigenen Beiträge, sowie sämtliche Zulagen vom Staat. Wenn Sie 1 bis 3 Jahre aussetzen, vermindert sich zwar die Rentenhöhe, aber immerhin läuft der Vertrag weiter und die Zulagen bleiben erhalten.

Manchmal lohnt sich aber auch einfach ein Anbietervergleich.

mfg

Experten-Antwort

Sie müssen sich beraten lassen. Ohne konkrete Beratung durch den Anbieter ihres Riesterrentenvertrages werden Sie die gewünschten Auskünfte nicht bekommen.

Denken Sie daran, dass die Höhe der Zulage immer an das Vorjahreseinkommen gekoppelt ist. Wird die Prämie nur teilweise gezahlt, wird auch die Zulage nur teilweise gewährt. Eine teilweise Zulage ist jedoch immer noch besser als keine Zulage. Lassen Sie sich ausrechnen in welcher Höhe der Mindesteigenbetrag zu leisten ist, um die volle Prämie zu erhalten. Auch bei Riesterrenten kommt es gelegentlich vor, dass Anbieter höhere monatliche Sparbeträge mit ihren Kunden vereinbaren, als erforderlich wären ,die volle Prämie zu erhalten.