von
McMagellan

Habe letzte Woche Bescheid auf meinen Antrag auf LTA vom Mai 2014 bekommen mit der Bewilligung einer vollen EM-Rente rückwirkend zum Dezember 2013.
Darin steht, das die DRV ab Juni 2015 erstmals die Rente überweist und eine Nachzahlung von mehr als 20.000 Euro angefallen ist.

1. Ich verstehe nicht, warum ein Sozialsystem (DRV) freiwillig aus eigener Entscheidung rückwirkend die Kosten für 18 Monate, die andere Sozialsysteme anstandslos gezahlt hatten übernehmen möchte.

2. Die letzten 18 Monate werden jetzt zurück abgewickelt. Entstehen mir dabei irgendwelche Kosten?

3. Kann es passieren, das aufgrund einer einmaligen Urlaubsabgeltungszahlung im letzten Jahr, die die Hinzuverdienstgrenze überschritten hat alles neu berechnet wird bzw. ich Nachteile für den kommenden Bezug habe?

4. Wie bringt man sowas dem Finanzamt bei?

Es währe so einfach wenn das Renteneintrittsdatum der Monat des Zugangs des Bescheids währe.

Kann mir jemand was dazu sagen. Ich denke mal das ich kein Einzelfall bin.

von
Schorsch

[quote="McMagellan"]
Ich verstehe nicht, warum ein Sozialsystem (DRV) freiwillig aus eigener Entscheidung rückwirkend die Kosten für 18 Monate, die andere Sozialsysteme anstandslos gezahlt hatten übernehmen möchte.
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Die DRV hält sich einfach nur an das Gesetz, das ist alles.

Warum sollen denn Krankenkassen oder Arbeitsagenturen Versichertengelder ausgeben, wenn ein Rentenanspruch besteht?

Außerdem können Sie unbesorgt sein.
Die Erstattungsansprüche der bisherigen Ersatzzahler ist auf die Höhe der Rentennachzahlung begrenzt.

von
L.

zu 1.) Das ist nun mal die Gesetzteslage. Wenn der Antrag und der Leistungsfall entsprechend rückdatiert werden, so gilt auch der Rentenanspruch rückwirkend.

2.) sozialrechtlich wohl nicht

3.) wenn der Bescheid letzte Woche gefertigt wurde, dann ist vermutlich bereits der Hinzuverdienst aus dem Jahr 2014 bereits gewürdigt worden. Das können Sie der Anlage 19/ 21 entnehmen.
Die Urlaubsabgeltung ist nicht in jeden Fall Hinzuverdienst.

4.) Es gilt das Zuflussprinzip. Sie erhalten zu Beginn des nächsten Jahres eine "Rentenbezugsbescheinigung zur Vorlage des Finanzamtes" für die Fertigung Ihrer Steuererklärung.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo McMagellan,

wie Sie den bisherigen Beiträgen bereits entnehmen konnten, sind Sie tatsächlich kein Einzelfall.

Die Vorgehensweise Ihres Rentenversicherungsträgers ist üblich und entspricht den gesetzlichen Vorgaben.