von
Friedrich

Hallo,

ich musste die Steuererklärung für einen bekannten rückwirkend machen bzw. helfen, da er es als Rentner vergessen hatte.

Im Jahr Januar 2011 bekam er per Rentenbescheid mitgeteilt, dass die Rente ab dem 01.08.2010 gezahlt wird.

Somit habe ich diese Rente in der Steuerklärung für 2010 nicht angeben, da er diese zu dem Zeitpunkt noch nicht bezogen hat (Zufluss Prinzip).

In der Steuerklärung für 2011 habe die Anlage R entsprechend ausgefüllt und die Nachzahlung für das Vorjahr in dem entsprechenden Punkt eingetragen.

Als jetzt die Steuererklärung kam, musste ich feststellen, dass die Nachzahlung nicht berücksichtig wurde, da dies von der Rentenversicherung nicht elektronisch übermittelt wurde. Daraufhin habe ich mir die Finanzamtbescheinigung angesehen, dies fehlt da tatsächlich.

Ich meine, der Bescheid wäre somit falsch. Lohnt es sich einen Einspruch einzureichen? Muss die Rentenversicherung die Übermitteltendaten korrigieren?

von
Gigi

Hallo @Friedrich,

bevor jetzt die üblichen Antworten "wenden Sie sich an das Finanzamt oder einen Steuerberater" kommen:

Warum sollten Sie Einspruch einlegen? Will der Rentner mehr zahlen?

Grundsätzlich gilt wie Sie richtig schreiben das Zuflußprinzip. Aber nicht unbedingt und immer.

Welches exakte Bescheiddatum hat denn der Rentenbescheid vom Januar 2011?
Ist die Nachzahlung lt. Bescheid zunächst einbehalten worden oder wurde die Zahlung veranlasst?
Gigi

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Friedrich,

bzgl. der Fragen zur Steuererklärung können wir Ihnen hier leider keine verlässliche Auskunft geben und bitten Sie sich diesbezüglich an das Finanzamt/Lohnsteuerberater/Lohnsteuerhilfeverein zu wenden.

von
Alexsandra

Wie von @Gigi schon erwartet kommt der Verweis auf das Finanzamt.....
Wenn der Rentner in einer A+B-Stelle vorspricht und danach fragt weshalb in der Steuerbescheinigung 2011 nicht die für 2010 gezahlten Beträge enthalten sind, wird dann auch erklärt, das wissen wir nicht, fragen sie das Finanzamt.
Und wenn er es dann so macht und kommt einige Tage später wieder und berichtet vom Finanzamt "fragen sie die DRV, die haben doch die Meldung gemacht" was dann?
Das nenn ich mal einen guten Service.
Alexsandra

von
W*lfgang

Zitiert von: Alexsandra
Und wenn er es dann so macht und kommt einige Tage später wieder und berichtet vom Finanzamt "fragen sie die DRV, die haben doch die Meldung gemacht" was dann?
Alexsandra,

die Aussage scheint vordergründig richtig zu sein. Aber, die die Steuer festsetzende Behörde ist das Finanzamt, nicht die DRV. Richtiger wäre daher der Hinweis gewesen "Legen Sie Einspruch gegen den Steuerbescheid ein, begründen Sie den und beschaffen Sie sich ggf. richtigstellende Nachweise von der DRV" ...was haben Sie davon, jetzt wieder bei der DRV vorzujammern? - das ändert nichts am Steuerbescheid, das Finanzamt kann weiterhin nur nach den übermittelten Fakten festsetzen/(bisher) alles richtig gemacht ;-)

Gruß
w.

von
Gigi

Zitiert von: W*lfgang

Zitiert von: Alexsandra
Und wenn er es dann so macht und kommt einige Tage später wieder und berichtet vom Finanzamt "fragen sie die DRV, die haben doch die Meldung gemacht" was dann?
Alexsandra,

die Aussage scheint vordergründig richtig zu sein. Aber, die die Steuer festsetzende Behörde ist das Finanzamt, nicht die DRV. Richtiger wäre daher der Hinweis gewesen "Legen Sie Einspruch gegen den Steuerbescheid ein, begründen Sie den und beschaffen Sie sich ggf. richtigstellende Nachweise von der DRV" ...was haben Sie davon, jetzt wieder bei der DRV vorzujammern? - das ändert nichts am Steuerbescheid, das Finanzamt kann weiterhin nur nach den übermittelten Fakten festsetzen/(bisher) alles richtig gemacht ;-)

Gruß
w.


Das Finanzamt alleine ist für die Festsetzung der Steuer zuständig, gar keine Frage.
Ein Einspruch ist sicher wenig sinnvoll, es sei denn der Rentner möchte mehr Steuern zahlen.
[/quote=beschaffen Sie sich ggf. richtigstellende Nachweise von der DRV]
Genau das ist doch der Kernpunkt. Die DRV ist dann am Zuge und kann nicht den Rentner abwimmeln.
Leider meldet sich der Fragesteller nicht mehr.
Die Steuerbescheinigung ist nämlich möglicherweise bis mit großer Wahrscheinlichkeit richtig.
Gigi

von
Schießl Konrad abgekürzt Schiko..

Auffallend, es wurden überhaupt keine Euro-
beträge genannt.
Das Finanzamt erteilt Steuerbescheide und nicht
Steuerbescheinigungen, dies ist Sache der Banken,wenn 801/1602 Kapitalerträge über-
schritten werden.
" Als die Steuererklärung vom Finanzamt kam",
was soll den das ?
Es kann doch durchaus sein, dass selbst bei Einbeziehung der Nachzahlung keine Steuer
angefallen ist, dann ist doch alles brotlose
Kunst.
Als steuerfreies Existenzmm galt 2010/
2011 8004/ 16008 led.vh..,KrV./PflV. bereits
abgezogen.
Letztendlich ist ja alles für den Betroffenen
kein Nachteil, reden ist Silber, schweigen aber
Gold.

MfG.