von
Fragetante

Guten Tag,vor geraumer Zeit stellte ich im Forum eine Frage bezüglich Lohnrückforderungen vom Arbeitgeber bei rückwirkend gewährter EM-Rente.Es gab einige gute Antworten,doch leider fehlten damals noch Details,worauf sich dieses begründet.Nun ist die Fragetante schlauer.Die EM-Rente wurde in 2008 für 2 Jahre rückwirkend bewilligt,für diesen Zeitraum wurden nun nachträglich Lohnzettel erstellt,auf denen sämtliche Sonderzuwendungen wie Weihnachts-u.Urlaubsgeld,Erfolgsprämie,Krankengeldzuschuß etc.als Minusbetrag aufgelistet und somit als Überzahlung deklariert sind.Das sind also die Rückforderungen des AG.Zusatzfrage wäre,da diese sicher in die Rentenberechnung eingeflossen sind,müßte sicher auch der Rententräger umgehend informiert werden,da eine Neuberechnung der Rente erfolgt???Und sind o.g.Beträge dem AG tatsächlich zu erstatten????

von
Agnes

Hallo Fragetante,
welcher Tarifvertrag findet denn Anwendung, öffentlicher Dienst?
Seit wann bestand das Beschäftigungsverhältnis, langjährig?

Zur Zusatzfrage: Diese Entgelte sind sicher nicht in die Rentenberechnung eingeflossen, da sie nach dem Leistungsfall (wohl 2005 oder 2006) liegen.

Agnes

Experten-Antwort

Nur Versicherungzeiten, die vor Eintritt der Ewerbsminderung zurückgelegt wurden, sind bei der Rentenberechnung zu berücksichtigen. Ohne den Rentenbescheid zu kennen ist eine konkrete Beantwortung Ihre Anfrage schwer möglich. Wir raten Ihnen den neuen Lohnzettel an den Rentenversicherungsträger zu schicken, der Ihren Rentenbescheid erstellt hat, da Sie ja auch verpflichtet sind Änderungen dem RV-Träger mitzuteilen. Gerne können Sie auch mit Ihrem Rentenbescheid und dem Lohnzettel zu einem persönlichen Gespräch zur nächstgelegenen Beratungsstelle kommen. Wo sich diese Beratungsstelle befindet finden Sie im Internet unter "www.deutsche-rentenversicherung.de/Beratung/Beratungsstellen/Beratungsstellensuche".

von
Fragetante

Das Beschäftigungsverhältnis bestand langjährig(18Jahre),die Frage nach dem Tarifvertrag läßt sich nicht so einfach beantworten,war früher ö.D.,jetzt ja privatisiert(Bahn AG).

von
Agnes

Hallo Fragetante,

der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TvöD) sieht in § 22 vor, dass bei rückwirkender Bewilligung einer Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung z.B. der gezahlte Krankengeldzuschuss als Vorschuss auf die Rente gilt und zurückzuzahlen ist.
Ich nehme an, dass auch der Tarifvertrag für die Bahn entsprechende Regelungen vorsieht.

Ich fürchte, der Arbeitgeber handelt nach dem Tarifvertrag korrekt.

Mit freundlichen Grüßen

Agnes

von
Fragetante

Vielen Dank für die Antwort,beim Krankengeld der Kasse war es ja auch so(nur das diese im Unterschied quasi aus der Rentennachzahlung bedient wurde,während man hier dann wohl selber gefordert ist?),dann wird das schon seine Richtigkeit haben.

von
Rentnerin

Ja, nach TVöD müssen Sie zurückzahlen. Den Tarifvertrag für die Bahn mssten Sie selbst nachgucken. Ich hatte damals als Rentenbeginn die Wahl zwischen dem Monatsbeginn nach Beginn der Erkrankung und dem nach Rehaantrag. Habe wegen der Rückzahlungen das spätere Datum genommen, da war's dann nur noch etwas Krankengeldzuschuss, den der AG bei der Zusatzversorgung zurückverlangt hat; andernfalls hätte ich direkt zahlen müssen.

von
Fragetante

Danke,tja so ne Wahl gabs leider nicht,im Endeffekt weiß man vorher ja leider nicht,ob die Rente auch bewilligt wird.Na,was hilfts-was muß,das muß!