von
Stefans

Hallo,

aufgrund eines akuten Bandscheibenvorfall an der HWS, habe ich zusammen mit meinem Orthopäden eine stationäre Reha beantragt. Leider wurde mir nur eine ambulante genehmigt. Mein Arzt versuchte hierzu noch einmal mit dem Rentenversicherer zu sprechen, da er dies für nicht zielführend hielt, man sagte ihm aber leider nur, dass man wichtigeres zu tun hätte als mit ihm zu sprechen. Mein Widerspruchsrecht wollte ich nicht in Anspruch nehmen, da dies alles nur nach hinten verschoben hätte und ich auf schnelle Hilfe gehofft habe.
Seit dieser Woche bin ich nun in der Reha und es ist schlimmer als ich mir je hätte vorstellen können. Das Aufnahmegespräch beim Arzt hat 10 Minuten gedauert. Es ist mir nicht gelungen auf meine aktuellen Beschwerden einzugehen, aber er bot mir gleich eine Woche Verlängerung an. Scheinbar scheint man in dieser Klinik nicht auf ambulante Patienten eingerichtet zu sein. Mir wurden Zahlen genannt von 365 stationären Patienten und 5 ambulanten im Durchschnitt. Ich schleppe den ganzen Tag meine schwere Tasche durch die Gegend, da es keine Möglichkeit für mich gibt, meine Sachen irgendwo zu lagern. Ich lebe jetzt quasi aus dem Kofferraum meines Autos. Dort habe ich eine große Tasche mit allen Sachen die ich dort brauche und eine kleine in die ich dann je nach anstehender Therapie umpacke. Die meisten Angebote darf ich nicht wahrnehmen, da ich ja nur ambulant bin. Ich habe zwar eine Einweisung in den Kraftraum bekommen und soll dort eigentlich 3-4x pro Woche trainieren. Darf dies aber nicht, weil ich als ambulanter Patient dafür gar nicht freigegeben bin. Ich bin 5-8 Stunden täglich dort, wovon ich ca. 1,5 Stunden Anwendungen habe und den Rest der Zeit in Wartebereichen oder in meinem Auto sitze. Bei entsprechendem Wetter kann ich wenigstens ein bisschen spazieren gehen. Verbindliche Aussagen bekomme ich kaum, häufig nur, dass das für mich nicht zutrifft, weil ich ja nur ambulant bin.
Vorher habe ich tägliche Anwendungen bei diversen Therapeuten bekommen, die ich zwar größtenteils selbst zahlen musste, die mir aber wenigstens geholfen haben.
Was kann ich tun? Abbrechen? An wen kann ich mich wenden? Aus meiner Sicht wird hier nur Geld vernichtet.

von
itsm

hallo, ich hab gerade ein stationäre reha hinter mir. di war genauso grottig. habe mich dann an die drv direkt gewandt. man sagte mir, ich könn jederzeit abbrechn, aber man könne natürlich nicht garantieren, ob und wann ich eine ersatzreha bekäme.

also hab ich das durchgezogen. ich werde nach erhalt ds abschlussberichtes ein entsprechnds schreiben an die drv schicken.

von
Alfred

Alle Reha´s sind nicht der Rede wert. Wenn man etwas Auszeit braucht, um wieder fit für das Arbeitsleben zu werden, dann sind sie ok. Wenn man wirklich krank ist! .... - zum Gesundwerden taugen sie nicht.

von
galwien

Ich würde mich an den Rentenversicherungsträger wenden. Der gibt schließlich Geld aus, damit Sie wieder fit werden. Nur dann, wenn der Rentenversicherungsträger darüber in Kenntnis gesetzt wird, dass in bestimmten Reha-Einrichtungen was nicht richtig läuft und sich diese "Beschwerden" häufen kann er tätig werden, indem er z.B. diese Reha-Klinik aus seinem "Programm" nimmt. Beziehungsweise sich noch mal überlegt, in diese Klinik überhaupt noch ambulante Patienten zu schicken.
Jetzt momentan würde ich direkt mit meinem zuständigen Sachbearbeiter bei der Rentenversicherung Kontakt aufnehmen und ihn um Hilfe bitten.

von Experte/in Experten-Antwort

Nehmen Sie bitte umgehend Kontakt zur Klinikleitung und mit dem Sachbearbeiter Ihrer zuständigen Rentenversicherung (Reha-Abteilung) auf. Bevor Sie die Maßnahme abbrechen sollte versucht werden die Zustände abzuändern!