von
Reinholdy

Hallo bin 59 Jahre und schwer an Copd mit Lungenemphysem erkrankt.Arbeiten ist zur Zeit wegen einer verschlechterung des Gesundheitszustand nicht möglich.Mein Lungenazt hat mir eine Reha empfohlen.Nun meine Frage (meine Ehefrau hat als Hausfrau keine eigene Rente einbezahlt was mich an einen Renteneintritt mit Abschägen abhält.Ich bringe es auf eine Anwartschaft von 45 Jahren.Welche möglichkeiten hatte ich noch die nächsten 3 jahre in meinen Betrieb zu überstehen.Habe eine gesicherte Arbeitsstelle als Kraftfahrer.

von
Schade

Wahrscheinlich kennen Sie die Alternativen des Rentenrechts:
Als Schwerbehinderter mit 63 abschlagsfrei in Rente oder mit 60 bei 10,8% Abschlag.
Oder eine EM rente, die wenn sie vor 60 beginnt auch 10,8% Abschlag hat.

Aber das alles steht ja in Ihrer Rentenauskunft (und wenn Sie keine aktuelle Auskunft haben, fordern Sie bitte eine an....)

Ob eine Reha hilft, bzw. wie hoch die Chance auf eine EM Rente wäre besprechen Sie mit Ihren Ärzten (da kann das Forum nicht helfen).

Und wie Sie noch 3 oder 4 Jahre überstehen?
Ab und zu arbeitsunfähig sein
Arbeitserleichterungen mit Ihrem Chef absprechen
Stundenzahl reduzieren
arbeitslos werden und eventuell 2 Jahre ALG beziehen
u.v.m

von
Sozialrechtler

Zitiert von: Schade

Wahrscheinlich kennen Sie die Alternativen des Rentenrechts:
Als Schwerbehinderter mit 63 abschlagsfrei in Rente oder mit 60 bei 10,8% Abschlag.
Oder eine EM rente, die wenn sie vor 60 beginnt auch 10,8% Abschlag hat.

Aber das alles steht ja in Ihrer Rentenauskunft (und wenn Sie keine aktuelle Auskunft haben, fordern Sie bitte eine an....)

Ob eine Reha hilft, bzw. wie hoch die Chance auf eine EM Rente wäre besprechen Sie mit Ihren Ärzten (da kann das Forum nicht helfen).

Und wie Sie noch 3 oder 4 Jahre überstehen?
Ab und zu arbeitsunfähig sein
Arbeitserleichterungen mit Ihrem Chef absprechen
Stundenzahl reduzieren
arbeitslos werden und eventuell 2 Jahre ALG beziehen
u.v.m

Ich kann dem nur zustimmen. Sachverhaltsgestaltung ist angesagt und das heißt, dass nach sechs Wochen Krankheit die KK Krankengeld zahlt. Eine Akutbehandlung im Krankenhaus ist auch nicht schlecht.

Von einer freiwilligen Reha auf Kosten der DRV ist abzuraten, da die DRV sehr schnell eine Umdeutung des Reha-Antrages in eine Rente vornehmen kann. Und wenn die feststellen, dass die in der Zukunft viel Geld sparen können, machen die das auch. Was meinen Sie denn wohl, warum die so hinter Reha-Entlassungsberichten her sind, obwohl die die gar nicht haben dürfen?

Ich denke, dass Sie schon die richtigen Berater in anderen Internetforen finden werden. Außerdem gibt es spezialisierte Rechtsanwälte.

von
Feli

"Geld sparen" kann die Rentenversicherung nur, wenn sie gerade keine Rente zahlt, daher wird jede Umdeutung sehr genau geprüft. Lassen Sie sich von Sozialrechtler nicht verunsichern und machen Sie Ihre weitere Vorgehensweise vor allem von Ihrem Gesundheitszustand, der Möglichkeit, Ihrer Berufstätigkeit noch nachzugehen, vielleicht auf einem Arbeitsplatz unter "erleichterten Bedingungen" und vor allem von den Hinweisen, die die Kollegen in den Auskunfts- und Beratungsstellen geben können, wenn Sie Ihnen in Kenntnis Ihres speziellen Versicherungsverlaufs und Ihrer speziellen Situation alle Möglichkeiten, die Sie nutzen können, aufzeigen, abhängig.

von
oh mann

Die DRV will Geld dadurch sparen, dass die den Reha-Antrag in einen EM-Rentenantrag umdeuten will? Oh mein gott, sie haben sich gerade ganz schön selbst disqualifiziert *lol*

Ist nicht der Sinn einer Reha eher Geld zu sparen und dem Vers. ermöglichen wieder zu arbeiten, anstatt mehrere Jahrzehnte eine EM-Rente zu zahlen?

Man sieht dass unser Sozialrechtler in manchen Dingen doch nicht so fit ist wie er vorgibt ;-)

Manche User hier (Gudrun) sollten sich fragen, ob es denn so gut war auf genau einen solchen "Fachkundigen" zu hören ^^

Experten-Antwort

Grundsätzlich wird versucht, Ihre Erwerbsfähigkeit durch eine Rehamaßnahme wieder herzustellen oder zu verbessern.
Sollte die Maßnahme nicht erfolgversprechend sein oder nicht erfolgreich durchgeführt worden sein, prüft der Rentenversicherungsträger automatisch, ob Ihnen eine Rente wegen Erwerbsminderung geleistet werden kann.
Anstatt einer medizinischen Rehamaßnahme können auch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben geprüft werden. Dabei werden z.B. Möglichkeiten zur Umsetzung im Betrieb, Arbeitserleichterungen am Arbeitsplatz usw. in Erwägung gezogen.