von
drebach

Bin 57, in Altersteilzeit seit 2 Jahren, 50% schwerbehindert seit 2007. Möchte mit 60 in Ruhestand gehen. Mit welchen Abzügen muss ich rechnen?

von
Schade

als Schwerbehinderter, der erst 2007 schwerbehindert wurde, haben Sie bei der AR für Schwerbehinderte mit 60 10,8% Abschlag.

von Experte/in Experten-Antwort

Das kommt darauf an....v.a. welche vorzeitige Altersrente Sie beanspruchen wollen.

Altersrente für Schwerbehinderte Menschen:

Sofern Sie die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt haben, können Sie diese Altersrente ab 60 mit 10,8 % Abschlag beanspruchen (sofern Sie auch zum Zeitpunkt des Rentenbeginns noch zu mind. 50% GdB als schwerbehindert anerkannt sind - Schade, dass "Schade" dies nicht erwähnt hatte....).

Altersrente wegen Alo/Altersteilzeitarbeit:

Die Anspruchsvoraussetzungen wären u.a. nachzulesen unter http://www.deutsche-rentenversicherung.de /Rente/Leistungen/Renten wegen Alters/Altersrente wegen Arbeitslosigkeit

Wollen Sie diese Altersrente bereits mit 60 (und 18 %) Abschlag beanspruchen, so hätten Sie bis 31.12.2003 die Altersteilzeit (in der Sie sich jetzt befinden) vereinbaren müssen.

Trifft dies nicht zu, so können Sie diese Altersrente – auch bei Vorliegen aller weiteren Anspruchsvoraussetzungen- erst mit 63 Jahren und dann 7,2 % Abschlag beanspruchen.

Altersrente für Frauen:

Die einzelnen Anspruchsvoraussetzungen wären ebenfalls – u.a. – der Site http://www.deutsche-rentenversicherung.de nachzulesen, anbei der Link:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/nn_11950/SharedDocs/de/Navigation/Rente/Leistungen/Alter/alter__Frauen__node.html__nnn=true

Erfüllen Sie die Anspruchsvoraussetzungen zum 60. Lebensjahr und beanspruchen ab diesem Zeitpunkt diese Rente, haben Sie einen Abschlag von 18 % zu beachten.

Altersrente für langjährig Versicherte:

Nach derzeit geltender Rechtslage können Sie diese Altersente – sofern die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt ist – ab 62 Jahren mit 10, 8 % Abschlag beanspruchen. Dies gilt für Sie aber nur dann, wenn Sie auch bis 31.12.2006 eine ATZ Vereinbarung mit Ihrem Arbeitgeber vereinbart haben – was ja unzweifelhaft der Fall ist, da Sie sich ja momentan in ATZ befinden.

Für all diese vorzeitigen Altersrenten gilt: Für jeden Monat der (freiwillig) verspäteten Inanspruchnahme nach dem maßgeblich frühestmöglichen Zeitpunkt verringert sich der Rentenabschlag um 0,3 %. Sie können ansonsten die Abschläge auch durch Zahlung von Geld ausgleichen, vgl. § 187a SGB VI.

Auch Letzteres kann man Ihnen gerne bei einem Gespräch in einer Auskunfts- und Beratungsstelle anhand der individ. Daten ausrechnen.

Bei einer zu erwartenenden monatlichen Bruttorente von 1.200 Euro müsste man zum Ausgleich von 0,3 % Abschlag derzeit ca. 879 Euro, zum Ausgleich von 18 % Rentenminderung derzeit gut 59.000 Euro zahlen....

Zur verbindlichen Abklärung dieser Fragen (wie auch zur Rentenhöhe etc.) bietet sich eine Rentenauskunft bei dem für Sie zuständigen Rentenversicherungsträger an.

mfG