von
Petermann

Ich erhalte eine monatliche Betriebsrente in Höhe von 140,00€. Davon werden 17,55% SV-Beiträge (=24,57€) in Abzug gebracht und ich erhalte somit Netto 115,43€.
Die Grenze, bis zu der nach § 226 Abs.2 SGB V keine Abzüge vorgenommen werden, liegt in 2013 bei 134,75€.
Weil ich also 5,25 € zu viel an Betriebsrente beziehe, muss ich einen Abzug von 24,57€ hinnehmen.
Analog vom Übergang eines Mini- zu einem Midi-Job gibt es hier wohl keine Gleitzonenregelung? Oder doch?
Welche Möglichkeit habe ich?

Danke.

Experten-Antwort

Hallo Petermann,
nach meinem Kenntnisstand gibt es keine "analoge Gleitzonenregelung" oder ähnliches bei der Frage der Bemessung der KV Beiträge nach § 226 SGB V. Demnach müssten Sie den Abzug von KV Beiträgen iHv. 24,57 Euro hinnehmen.
Allerdings bin ich kein ausgewiesener Krankenkassenexperte, daher rate ich Ihnen zu einer Rücksprache mit Ihrer Krankenkasse.
In den Zusammenhang sollten Sie bitte auch klären, ob Sie auf den über 134,75 Euro hnausgehenden Betrag rechtswirksam verzichten und dadurch einen KV-Beitragszahlung umgehen können.
Leider kann ich keine weiteren und keine abschließende Information anbieten.

von
Petermann

Zitiert von:

In den Zusammenhang sollten Sie bitte auch klären, ob Sie auf den über 134,75 Euro hnausgehenden Betrag rechtswirksam verzichten und dadurch einen KV-Beitragszahlung umgehen können.
Leider kann ich keine weiteren und keine abschließende Information anbieten.

Danke,
ich habe an diese Möglichkeit auch schon gedacht - werde mal beim Versicherer eruieren.

von
Nono

Zitiert von: Petermann

Die Grenze, bis zu der nach § 226 Abs.2 SGB V keine Abzüge vorgenommen werden, liegt in 2013 bei 134,75€.
Weil ich also 5,25 € zu viel an Betriebsrente beziehe, muss ich einen Abzug von 24,57€ hinnehmen.

Bei Betriebsrenten gibt es noch blödere Regelungen: Ich liege knapp darunter und muss trotzdem zahlen, weil sich der Betrag aus zwei kleinen Betriebsrenten zusammensetzt. Angeblich keine Chance.

von
Rentner

Regt euch doch blos nicht so auf! Viele haben erst gar keine Betribsrente!

von
Weyland Yutani

Zitiert von: Rentner

Regt euch doch blos nicht so auf! Viele haben erst gar keine Betribsrente!

Die "Gauner" wollen sogar volle Sozialversicherungsbeiträge von Betriebsrenten, die nach dem Ausscheiden aus einem Arbeitsverhältnis dann weiter alleine bzw. privat aus bereits verbeitragtem Einkommen angespart worden sind.

So eine Belastung macht dann jede Investition in eine Betriebsrente völlig unrentabel.

Aber das scheint den Gesetzgeber nicht zu interessieren. Der nimmt und nimmt....

von
W. Roos

zu diesem Ergebnis kommt der Bamberger Professor für soziale Sicherung, Ulrich-Arthur Birk, der sich seit Jahren mit der Altersvorsorge beschäftigt.

Birk hat in einer neuen Untersuchung, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt, genau nachgerechnet.

Er kommt dabei zu dem Schluss:

"Für Beschäftigte, die,
gesetzlich krankenversichert,
nach 2005 einen Vertrag unterschrieben haben und
vom Chef keinen Zuschuss bekommen,
ist die sogenannte Entgeltumwandlung für die Betriebsrente in der Regel nicht rentabel."

Das heißt im Umkehrschluß, wenn der Chef einen Zuschuss gibt, so ab ca. 20 %, kann die Betriebsrente rentabel sein.