von
sebi

Guten Tag,
bei Bezug einer Teil-EM sind individuelle Hinzuverdienstgrenzen zu beachten. Das ist bekannt. Wie wird aber das anrechenbare Einkommen bei Selbständigen ermittelt, die entsprechende Fixkosten für Gewerberaum-Miete, Versicherung, Energiekosten etc. haben und deren Einkommen einmal pro Quartal abgerechnet (Therapeut) wird und schwankt?
Danke für qualifizierte Info!

Experten-Antwort

Hallo Sebi,

Hinzuverdienst in Form von Einkommen ist der nach den allgemeinen Gewinnermittlungsvorschriften des Einkommensteuerrechts ermittelte (positive) Gewinn aus einer selbstständigen Tätigkeit.
Das monatliche Arbeitseinkommen aus selbstständiger Tätigkeit ist grundsätzlich pauschalierend zu ermitteln. Für die Ermittlung des Hinzuverdienstes aus selbstständiger Tätigkeit ist daher ein Zwölftel des Jahreseinkommens gemäß dem entsprechenden Steuerbescheid bzw. bei Erstfestsetzung der Rente ein Zwölftel des vom Steuerberater geschätzten Jahreseinkommens in Ansatz zu bringen. Eine Ausnahme von der kalenderjährlichen Betrachtungsweise gilt, wenn die Tätigkeit nicht während des gesamten Kalenderjahres (z. B. wegen Aufnahme oder Aufgabe eines selbstständigen Gewerbebetriebes oder Wechsel von einer abhängigen Beschäftigung in eine selbstständige Tätigkeit) ausgeübt wird. In diesen Fällen ist das im Einkommensteuerbescheid für ein Kalenderjahr ausgewiesene Arbeitseinkommen gleichmäßig auf die Monate zu verteilen, in denen die Tätigkeit bestanden hat.
Weisen Sie der Rentenversicherung das monatliche Arbeitseinkommen nach, wird dieses monatlich nachgewiesene Arbeitseinkommen bei der Prüfung der Hinzuverdienstgrenzen berücksichtigt.

Der steuerliche Gewinn wird nach §§ 4 und 5 EStG ermittelt. Das Verfahren der Gewinnermittlung richtet sich danach, ob Sie zur Buchführung verpflichtet sind und Abschlüsse machen oder ohne eine solche Verpflichtung Bücher führen (§§ 4 Abs. 1, 5 EStG - sog. Betriebsvermögensvergleich) oder
ob Sie aufgrund gesetzlicher Vorschriften nicht verpflichtet sind, Bücher zu führen und regelmäßig Abschlüsse zu machen und dies auch nicht freiwillig tun (§ 4 Abs. 3 EStG - sog. Überschussrechnung).

von
santander

Eine zweimalige Überschreitung der Hinzuverdienstgrenze pro Jahr ist in diesem Falle nicht möglich

von
santander

Eine zweimalige Überschreitung der Hinzuverdienstgrenze pro Jahr ist in diesem Falle nicht möglich