von
Peter Lustig

Ich (Jahrgang 1970) bin im Jahre 2009 zum zweiten Mal nierentransplantiert worden und arbeite 17,5 Stunden in der Woche. Mehr als 5 Stunden am Tag zu arbeiten, ist aufgrund der dann rapide sinkenden Konzantration infolge der Medikamente nicht möglich. Hat es Sinn, einen Antrag auf Teil-EU-Rente zu stellen ?

von
Leser

Hallo,

ob das Erfolgsaussichten hat kann Ihnen keiner vorher sagen.
Es wurde der Antrag meiner Frau geb 1965 aus 02/12 mehr als ein Jahr später im Widerspruch abgelehnt, aktuell läuft die Klage.
Sie hat u.a. Polyneuropatie, chronische nicht behandelbare Immunschwäche und Sinusitis, Muskelabbau in der Rumpf und Nackenmuskulatur, 30 Grad Wibelsäulenverkrümmung, Coxarthrose, Arthritis in den Knien mit beginnender Arthrose, nach einem Verkehrsunfall noch Schädelhirntaruma mit Halbseitenstörung, chronischer Darmlähmung, Hirnleistungschwäche und massive Einschränkung der Beweglichkeit und Kraft des rechten Armes - durchgängig Krank seit 2009 - AU seit Mitte 2010.
Es liegen laut DRV keine Einschränkungen vor, die ihre Leistungsfähigkeit auf unter 6 Stunden eingrenzen würden.

Soviel zu dem Thema, ob es Sinn macht. Mehr als Ablehnen kann man den Antrag nicht.

LG und alles Gute für Sie

von
=//=

Ob es Sinn macht oder wie die Erfolgsaussichten sind, kann Ihnen niemand hier im Forum beantworten.

Stellen Sie einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente (beschränken auf eine Teilrente ist dieser nicht, das wird im Rentenverfahren geprüft) und Sie werden es erfahren. Sofern Ihr Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf 3 - unter 6 Stunden abgesunken ist und da Sie einen Teilzeitjob haben, gäbe es dann aber tatsächlich eine teilweise EM-Rente, evtl. auf Zeit.

von
Peter Lustig

Vielen Dank für die raschen Antworten

von
Anton Maier

das ist wirklich unglaublich.
Im Bekanntenkreis haben wir ein e45-jährige EM-Rentnerin. Nach der Kündigung wegen vielen Fehlzeiten und zu wenig Leistung)beantragte sie EM-Rente. Sollte dann zur Reha. Körperlich völlig gesund, außer abgeschlossene Myom-OP. Sie rannte gleich zum Psychiater und liess sich bestätigen, dass sie zu krank fr die Reha wäre. Statt dessen ließ sie sich in ein antroposophisches Krankenhaus in die Psychosomatik einweisen. Dort attestierte man ihr Erschöpfung und Ängste.Medikamente nimmt sie auch nicht, Ansgt vor Nebenwirkungen Jedenfalls wenige Wochen später bekam sie die volle befristete Rente-Nun ist sie quietschfidel
Mann, Mann,Mann.....und andere, die wirklich was haben, müssen sich fast schon scheintot zur Arbeit schleppen. Ich kann Ihrer Frau und allen anderen nur raten sich noch ein zusätzliches psychisches Leiden zuzulegen. Das ist plausibel, da jede schwere Krankheit ja auch auf die Psyche geht.

da frägt man sich wie solche Entscheidungen zu stande kommen....

Zitiert von: Leser

Hallo,

ob das Erfolgsaussichten hat kann Ihnen keiner vorher sagen.
Es wurde der Antrag meiner Frau geb 1965 aus 02/12 mehr als ein Jahr später im Widerspruch abgelehnt, aktuell läuft die Klage.
Sie hat u.a. Polyneuropatie, chronische nicht behandelbare Immunschwäche und Sinusitis, Muskelabbau in der Rumpf und Nackenmuskulatur, 30 Grad Wibelsäulenverkrümmung, Coxarthrose, Arthritis in den Knien mit beginnender Arthrose, nach einem Verkehrsunfall noch Schädelhirntaruma mit Halbseitenstörung, chronischer Darmlähmung, Hirnleistungschwäche und massive Einschränkung der Beweglichkeit und Kraft des rechten Armes - durchgängig Krank seit 2009 - AU seit Mitte 2010.
Es liegen laut DRV keine Einschränkungen vor, die ihre Leistungsfähigkeit auf unter 6 Stunden eingrenzen würden.

Soviel zu dem Thema, ob es Sinn macht. Mehr als Ablehnen kann man den Antrag nicht.

LG und alles Gute für Sie

von
Susanne B.

Hallo,
so einen Nachbarn habe ich auch. Nun bekommt er die Rente und er kann alles wieder machen. Woher hatte er Angstzustände, es mit der Bandscheibe usw. Wie ungerecht ist die Welt.
Viele Grüße
Susanne

Experten-Antwort

Hallo Peter Lustig,

hinsichtlich der Erfolgsaussichten kann leider auch ich keine Prognosen abgeben. Insoweit ist aus meiner Sicht insbesondere auf die zutreffende Antwort von =//= zu verweisen.

von
Leser

Wenns nicht so traurig wäre, dann könnt man drüber lachen.....

Wann kommen wohl die ersten dahinter, das man als Gesunder einen Antrag auf EM-Rente stellt und dann in schwere Depressionen verfällt aus Angst, das könnte abgelehnt werden....?

von
=//=

Zitiert von: Anton Maier

das ist wirklich unglaublich.
Im Bekanntenkreis haben wir ein e45-jährige EM-Rentnerin. Nach der Kündigung wegen vielen Fehlzeiten und zu wenig Leistung)beantragte sie EM-Rente. Sollte dann zur Reha. Körperlich völlig gesund, außer abgeschlossene Myom-OP. Sie rannte gleich zum Psychiater und liess sich bestätigen, dass sie zu krank fr die Reha wäre. Statt dessen ließ sie sich in ein antroposophisches Krankenhaus in die Psychosomatik einweisen. Dort attestierte man ihr Erschöpfung und Ängste.Medikamente nimmt sie auch nicht, Ansgt vor Nebenwirkungen Jedenfalls wenige Wochen später bekam sie die volle befristete Rente-Nun ist sie quietschfidel
Mann, Mann,Mann.....und andere, die wirklich was haben, müssen sich fast schon scheintot zur Arbeit schleppen. Ich kann Ihrer Frau und allen anderen nur raten sich noch ein zusätzliches psychisches Leiden zuzulegen. Das ist plausibel, da jede schwere Krankheit ja auch auf die Psyche geht.

da frägt man sich wie solche Entscheidungen zu stande kommen....

Zitiert von: Leser

Hallo,

ob das Erfolgsaussichten hat kann Ihnen keiner vorher sagen.
Es wurde der Antrag meiner Frau geb 1965 aus 02/12 mehr als ein Jahr später im Widerspruch abgelehnt, aktuell läuft die Klage.
Sie hat u.a. Polyneuropatie, chronische nicht behandelbare Immunschwäche und Sinusitis, Muskelabbau in der Rumpf und Nackenmuskulatur, 30 Grad Wibelsäulenverkrümmung, Coxarthrose, Arthritis in den Knien mit beginnender Arthrose, nach einem Verkehrsunfall noch Schädelhirntaruma mit Halbseitenstörung, chronischer Darmlähmung, Hirnleistungschwäche und massive Einschränkung der Beweglichkeit und Kraft des rechten Armes - durchgängig Krank seit 2009 - AU seit Mitte 2010.
Es liegen laut DRV keine Einschränkungen vor, die ihre Leistungsfähigkeit auf unter 6 Stunden eingrenzen würden.

Soviel zu dem Thema, ob es Sinn macht. Mehr als Ablehnen kann man den Antrag nicht.

LG und alles Gute für Sie


Ich wäre mit solchen Aussagen äußerst vorsichtig.

Können Sie wirklich OBJEKTIV wissen, was tatsächlich mit ihr los ist?? Sie wird Ihnen oder den anderen Bekannten nicht alles auf die Nase gebunden haben, oder?

Bei psychischen Erkrankungen ist das von einem Laien sehr schlecht einzuschätzen. Was erwarten Sie denn, dass Ihre Bekannte sich jeden Tag ins Bett legt und ihre psychischen Probleme "auskuriert"? Personen mit Burn-Out-Syndrom sieht man es auch selten an, auch diese sind zwischendurch "quietschfidel" oder tun zumindest so. Und Fakt ist, dass nach körperlichen Beschwerden UND z.B. langer Krankheitszeit sehr oft psychische Probleme und Depressionen dazu kommen.

Nicht umsonst wird die Rente ja auch befristet sein. Und selbstverständlich geht es jedem Rentner nach einer positiven Bescheidserteilung "besser", weil der ganze Druck von ihm abfällt.

Also bitte nicht so schnell urteilen...

von
Leser

Hallo =//=,

ich glaube kaum, das hinter der Äusserung eine negative Absicht stand, sondern nur die Verwunderung über so manche Entscheidung.
Wie kann sich z.B. ein neurologischer Gutachter der DRV erdreisten, in den Jahren zuvor gesicherte Befunde einer Polyneuropathie mit Raynauld und Restless Legs und organisches chronisches Erschöpfungssyndrom als nette Begleiterscheinungen dann in eine Polyneuropathie ohne Auswirkungen und einen Verdacht auf histronische Persönlichkeitsstörung zu wandeln?

Da hört der Spass dann irgentwann auf. Nach den Statistiken gibt es wohl mehr psychisch schwer kranke, als körperlich schwer kranke und wer sich nicht in diese Liga einfügen möchte, der hat dann ein gestörtes Persönlichkeitsbild und wird abgelehnt (obwohl vor der Erkrankung immer vollschichtig gearbeitet) - da steht dann in Gutachten: soziale absicherung besteht durch HarzIV obwohl noch nie vergleichbare Leistungen beantragt oder bezogen wurden

von
=//=

Dass die psychiatrischen Erkrankungen in den letzten Jahren drastisch zugenommen haben, ist kein Geheimnis. Auslöser dafür sind zig Gründe. Es werden beruflich UND privat immer mehr und bessere Leistungen erwartet und der Druck ist für immer mehr Menschen immens!

Dass man dafür die körperlich Kranken immer seltener in Rente schickt, stimmt aber nicht so ganz. Das "Problem" bei vielen Kranken ist, dass sie sich natürlich krank fühlen und bestimmt auch eine Leistungseinschränkung besteht. Aber - gerade bei den Jüngeren, die ja keinen Berufsschutz mehr haben (ab 02.01.1961 Geborene) ist halt der allgemeine Arbeitsmarkt zugrunde zu legen. Und dieser beinhaltet ALLE Arbeiten, die es gibt, also auch viele körperlich leichte Tätigkeiten. Es gibt eben auch Jobs für Leute, denen ein Organ transplantiert wurde - vorausgesetzt, es wurde ohne nachhaltige Schwierigkeiten angenommen. Oftmals wird hier dann aber zumindest eine befristete EM-Rente gezahlt. So wie auch bei vielen psych. Erkrankten.

Bei Ihrer Frau scheint wohl einiges schiefgelaufen zu sein, was ich auch bedauere, wozu ich mich aber nicht äußern kann und will.

von
Leser

Danke für den Kommentar.
Ich weiß, das es viele Mitarbeiter bei der DRV gibt, die ihren Job sehr gut machen und ernst nehmen und nicht jedes Rentenbegehren ist begründet.

Wenn dann allerdings selbst vor Gericht noch behauptet wird, das die Erkrankung nicht dauerhaft genug wäre (nach 5 Jahren) eine Verschlechterung nicht zu sehen wäre und dann Mitteilungen an die DRV über die weitere Verschlechterung mit einem üblen Verweis und Anrufen dies zu unterlassen, da das Gericht jetzt zuständig wäre (Amtsermittlungsgrundsatz?!) abgetan wird - ja dann fragt man sich doch so einiges
Da denkt man doch des öfteren daran, wo immer noch etwas falsch läuft und warum die Klärung nicht von Anfang an in gerichtliche Hände gelegt wird

von
GroKo

Zitiert von: =//=

Dass die psychiatrischen Erkrankungen in den letzten Jahren drastisch zugenommen haben, ist kein Geheimnis. Auslöser dafür sind zig Gründe. Es werden beruflich UND privat immer mehr und bessere Leistungen erwartet und der Druck ist für immer mehr Menschen immens!

Dass man dafür die körperlich Kranken immer seltener in Rente schickt, stimmt aber nicht so ganz. Das "Problem" bei vielen Kranken ist, dass sie sich natürlich krank fühlen und bestimmt auch eine Leistungseinschränkung besteht. Aber - gerade bei den Jüngeren, die ja keinen Berufsschutz mehr haben (ab 02.01.1961 Geborene) ist halt der allgemeine Arbeitsmarkt zugrunde zu legen. Und dieser beinhaltet ALLE Arbeiten, die es gibt, also auch viele körperlich leichte Tätigkeiten. Es gibt eben auch Jobs für Leute, denen ein Organ transplantiert wurde - vorausgesetzt, es wurde ohne nachhaltige Schwierigkeiten angenommen. Oftmals wird hier dann aber zumindest eine befristete EM-Rente gezahlt. So wie auch bei vielen psych. Erkrankten.

Bei Ihrer Frau scheint wohl einiges schiefgelaufen zu sein, was ich auch bedauere, wozu ich mich aber nicht äußern kann und will.


Der einzige Auslöser Ist: es gibt zu viele Psychiater und die Pharmaindustrie verdient Unsummen mit den Medikamenten.

von
=//=

Zitiert von: GroKo

Zitiert von: =//=

Dass die psychiatrischen Erkrankungen in den letzten Jahren drastisch zugenommen haben, ist kein Geheimnis. Auslöser dafür sind zig Gründe. Es werden beruflich UND privat immer mehr und bessere Leistungen erwartet und der Druck ist für immer mehr Menschen immens!

Dass man dafür die körperlich Kranken immer seltener in Rente schickt, stimmt aber nicht so ganz. Das "Problem" bei vielen Kranken ist, dass sie sich natürlich krank fühlen und bestimmt auch eine Leistungseinschränkung besteht. Aber - gerade bei den Jüngeren, die ja keinen Berufsschutz mehr haben (ab 02.01.1961 Geborene) ist halt der allgemeine Arbeitsmarkt zugrunde zu legen. Und dieser beinhaltet ALLE Arbeiten, die es gibt, also auch viele körperlich leichte Tätigkeiten. Es gibt eben auch Jobs für Leute, denen ein Organ transplantiert wurde - vorausgesetzt, es wurde ohne nachhaltige Schwierigkeiten angenommen. Oftmals wird hier dann aber zumindest eine befristete EM-Rente gezahlt. So wie auch bei vielen psych. Erkrankten.

Bei Ihrer Frau scheint wohl einiges schiefgelaufen zu sein, was ich auch bedauere, wozu ich mich aber nicht äußern kann und will.


Der einzige Auslöser Ist: es gibt zu viele Psychiater und die Pharmaindustrie verdient Unsummen mit den Medikamenten.

Wieder so ein sinnfreier Kommentar und - nein, es gibt zu wenig Psychiater und Psychotherapeuten für die zunehmende Anzahl von psych. Erkrankten. Denn dann würde Manchen viel eher geholfen werden....wenn sie nicht ein halbes Jahr oder noch länger auf einen Termin warten müßten!

von
Dahi

Hallo alle zusammen,
zu Peter Lustig : Auf jedenfall einen Antrag stellen mehr als abgelehnt kann er nicht werden. Was ich allerdings nicht annehme. Ich selb bin Baujahr 67 und in 2001 transplantiert worden und seit 2002 berentet. Erst Teil EU dann nach 6 Jahren Voll Eu allerdings immer auf Zeit. Muss dazu sagen, dass ich immer noch einen ruhenden Arbeitsvertrag habe wegen der Befristungen. Alle 3 Jahre muss ich erneut meine Werte , mein Befinden u aktuelle Arztunterlagen einsenden. Habe immer wieder versucht zurück in meinen Job zu kommen leider war dass n7cht möglich : durch den Stress und den Druck den man hat hab ich nen Bluzdruck von 260 zu 170 gehabt u Konzentration fehlanzeige...kurz gesagt ich bin kläglich gescheitert.

Nun zu der netten Dame die anderen unterstellt alles nur zu spielen oder auszuschmücken um dieRente zu erhalten.
Es mag solche Menschen geben abe als Ausenstehender sollte man nicht darüber urteilen.
Mir steht meine Krankheit auch nicht auf der Stirn geschrieben u wenn man mich so ansieht könnte man denken , dass ich kerngesund bin. Nix is...
es bekommt kein Ausenstehender mit wenn ich zu hause im bett liege weil der blutdruck am explodieren ist ich dadurch Migräne, Erbrechen habe. Oder meine Haut einfach mal so reisst, dass das Blut die Hände runterläuft weil ich durch die Tabletten (22 Stück am Tag) pergament Haut habe. Die Zähne ausfallen weil das Urbason die Knochen kaputt macht. Man operiert werden muss weil ebenso durch die Medikamente der graue Starr zugeschlagen hat. Aber ich lebe ....und wenn es mir gut geht möchte ich mein Leben auch genießen, denn ich weiß nicht wieviel Zeit mir bleibt um die schönen Seiten des Lebens intensiv zu leben.
also hört auf über andere zu urteilen, wenn ihr nicht wirklich wisst was mit diesen Menschen ist und erfreut euch daran , dass ihr gesund seid.

Gruss Dahi

* lebe jeden tag, als wenn es dein letzter wäre