von
Ole-Jens

Seit Jahren bin ich gesundheitlich stark angeschlagen.GdB seit 10 Jahren 50.
2012 im November musste ich handeln denn ich war gesundheitlich am Ende.So habe ich mit den Betrieblichen Sozialdienst und Arbeitgeber meine Arbeitszeit abgesenkt auf 4,5 Std.täglich.neuer Vertrag ab 10.11.12.Bis 31.12.2012 war ich aber noch AU geschrieben.
Am 03.12.12 stellte ich einen Teilerwerbsminderungsantrag dei der Knappschaft Bahn-See.Diese schickte mich auf einer Reha 8 Wochen.Hier wurde nun bestätigt dass ich nur noch zwischen 3 und unter 6 Stunden arbeiten kann.Heute kam der Bescheid der Knappschaft.Rente wurde abgelehnt.Eine Teilrente kann ich nicht erhalten da ich meinen Arbeitsvertrag ( 30 Tage) vor dem Rentenantrag geändert habe und so einen Leistungsgerechten befristetenArbeitsplatz bis 2016 habe.
Ich bin total entsetzt.Hat die Knappschaft Recht..habe ich einen Fehler gemacht?Wer kann mir helfen bin total am Ende.

Gruß, OLE-JENS

von
rosebud

Ihnen wurde gesagt, sie können nur 3 bis unter 6 Stunden täglich arbeiten. Gilt diese Einschätzung für Ihren derzeitig ausgeübten Beruf oder für den" allgemeinen Arbeitsmarkt" (also in jeder denkbaren Beschäftigung)? Wie alt sind Sie?

Zitiert von: Ole-Jens

Eine Teilrente kann ich nicht erhalten da ich meinen Arbeitsvertrag ( 30 Tage) vor dem Rentenantrag geändert habe und so einen Leistungsgerechten befristetenArbeitsplatz bis 2016 habe.

Darauf kann ich mir keinen Reim bilden!? Zitieren Sie bitte mal den Original-Wortlaut aus dem Bescheid der Deutschen Rentenversicherung K-B-S. Bitte den Tenor des Bescheides, d. h. den Text zwischen Anrede und Begründung, sowie die grundlegenden Aussagen der Begründung.

Ohne genauere Infos kann man in Ihrem Fall keine Einschätzung abgeben!

von
=//=

Ich vermute eher, dass die Einschätzung 3 - unter 6 Stunden die Reha-Klinik getroffen hat.

Leider wird dann vom RV-Träger dieser Einschätzung nicht immer gefolgt.

von
....

ohne Auszug aus dem Bescheid kann mann hier gar nichts sagen. Tenor und ggf. Begründung würden evtl. etwas Licht ins dunkle bringen. Alles andere wären Mutmaßungen.

Experten-Antwort

Hallo Ole-Jens,

auch Ihnen empfehlen wir zur individuellen Abklärung Ihrer Situation vorsorglich einen Termin bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle zu vereinbaren. Die Ihrem Wohnort am nächsten gelegene Auskunfts- und Beratungsstelle können Sie unter dem Link " Beratungsstellen finden" ermitteln.
Bitte nehmen Sie den kompletten Bescheid zur Beratungsstelle mit. Dort kann man diesen mit Ihnen durchsprechen und prüfen, ob und bis wann ein Widerspruch eventuell eingelegt werden kann.

von
Ole-Jens

Hallo liebe Internetgemeinde,

nun nochmals zu meiner Situation.
Die Reha Klinik hat in einem Gutachten bestätigt,dass ich nur noch 3 bis unter 6 Stunden arbeiten kann.In meinem jetzigen Beruf und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.Ich bin 49 Jahre alt.
Seit 31 Jahren habe ich 3 Schichten gearbeitet.In 2012 wurde ich erneut sehr krank und habe dann mit den Betrieblichen Sozialdienst und einem Arbeitsmediziners(auf anraten) meinen Arbeitsvertrag auf 4,5 Stunden abgesenkt zum 10.11.2012 bis 31.12.2016.
Ich musste handeln,da es mir gesundheitlich total schlecht ging und aus der Not heraus habe ich die Arbeitszeit gesenkt.
Bis 31.12.12 war ich aber noch AU geschrieben.
Am 03.12.12 stellte ich dann einen Antrag auf Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung.
Ich denke hier liegt auch ein Fehler von mir... oder auch nicht..ich weiß das nicht.
In der Betreff Zeile habe ich geschrieben:
Antrag auf Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung.
Ich habe niemals einen volle Rente beantragt.Davon war auch nie die Rede in meinen Schreiben.
Nun gut..die KBS schickte mich für 8 Wochen in die REHA.Das Ergebnis ist nun bekannt.
Vor 2 Tagen dann bekam ich den Bescheid der KBS.
Wortlaut:

Ihr Antrag vom 3.12.12 auf Rente wegen voller Erwerbsminderung nach §....wird abgelehnt.

Begründung:
Nach den Feststellungen unseres med.Dienstes besteht noch ein Restleistungsvermögen von 3 bis unter 6 Stunden.
Eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit kann jedoch nicht gezahlt werden,da Sie einen Ihrem Leistungsvermögen entsprechenden Arbeitsplatz bis Dezember 2016 innehaben.
ENDE:

Habe ich was falsch gemacht und wie sieht ihr das nun?
Ich habe Kontakt mit meiner Gewerkschaft aufgenommen und Widerspruch eingelegt.

Herzliche Grüße, OLE-JENS

von
KSC

Zum einen gibt es keinen speziellen Antrag auf eine Teil- oder eine Vollrente.

Dass keine volle EM Rente gezahlt wird, ist klar, weil Sie nicht voll erwerbsgemindert sind.
Eine Arbeitsmarktrente (Rente wird voll gezahlt obwohl man nur teilweise EM ist) kommt auch nicht in Frage, weil Sie tatsächlich in Teilzeit arbeiten.

Aber eigentlich ist so etwas der Klassiker für eine teilweise EM Rente - steht darüber wirklich nichts im Bescheid?
Wird die volle EM zwar abgelehnt, es besteht aber Anspruch auf teilweise EM?
Oder verdienen Sie vielleicht auch da zuviel?

So wie Sie schreiben könnte tatsächlich ein Fehler vorliegen....

von
Ole-Jens

Hallo KSC,

dass was ich geschrieben habe wurde mir so in den Bescheid von der KBS übermittelt.Nichts mehr.
Ich verdiene in Teilzeit bei 4,5 Stunden monatlich 1500 € brutto...ist das viel???

Experten-Antwort

Hallo Ole-Jens,

auch wir können aus dem gesagten nachvollziehen, warum keine volle Erwerbsminderungsrente geleistet wird. Nicht eindeutig klären lässt sich hier im Forum die Frage, warum nicht wenigstens die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bewilligt wurde.
Haben Sie aber bitte Verständnis, dass diese Prüfung, ohne die konkreten Unterlagen von uns hier im Forum nicht vorgenommen werden kann. Aber auch dann handelt es sich immer noch um eine Ermessensentscheidung, die unter Abwägung aller in Betracht kommenden Gesichtspunkte erfolgt. Die Empfehlung gegen den Bescheid Widerspruch einzulegen erübrigt sich in Ihrem Fall, da Sie dies bereits veranlasst haben.
Bei Ihrem Verdienst von derzeit 1.500,- Euro brutto monatlich kann man davon ausgehen, für den Fall, dass Sie in den letzten drei bis vier Jahren zuvor voll gearbeitet haben (ca. 8 Std tgl.), die Hinzuverdienstgrenze für die volle Teilerwerbsminderungsrente wird nicht überschritten. Wahrscheinlich ist dies somit nicht der Grund, für die Nichtgewährung einer teilweisen Erwerbsminderungsrente.