von
Jens5412

Nach einer Wirbelsäulenerkrankung wurde ich 2007 zum Reha Fall und erhielt Leistungen zur Teilhabe, die zu keiner Vermittlung in eine Arbeit führten, die meiner Erkrankung gerecht wurde.
Ich habe von der DRV eine schriftliche Zusage für weitere Leistungen bis zum Jahr 2013.
Diese Leistungszusage beschränkt sich auf Einarbeitungszuschüsse für Arbeitgeber, welche sich seit 3 Jahren als unzulänglich erweisen, da kein Arbeitgeber bereit ist hierauf einzugehen.
Da ich finanziell mit dem Rücken zur Wand stehe, musste ich jetzt gezwungenermaßen eine Stelle als Zeitarbeiter annehmen.
Hier muß ich täglich Arbeiten ausführen, die den Rücken erheblich stärker belasten, als mein medizinischer Befund es zulässt.
Ich befürchte einen Rückschlag, kann aus meiner Situation aus erwähnten Gründen aber nicht heraus.
Meine Frage nun: Wie wirkt sich meine Arbeitsaufnahme auf meinen Status als Rehabilitant aus?
Sind die zugesagten Leistungen zur Teilhabe hiermit hinfällig?
Muß ich im Falle eines medizinischen Rückschlags die Leistungen neu beantragen?
Vielen Dank für die Antworten.

von
Nix

Hallo Jens5412!
Zur Zeit arbeiten Sie wohl auf Kosten Ihrer Gesundheit.
Der Ihnen vorliegende Leistungsbescheid über die Zusagen von Hilfen im Falle einer Aufnahme einer leidensgerechten Tätigkeit bleibt weiter bestehen bis 2013 und hat mit Ihrer jetzigen Tätigkeit nichts zu tun.

Sollten Sie eine medizinische Leistung zur Rehabilitation jetzt wünschen, können Sie diese ohne Probleme beantragen.

Sollte im Anschluss an diese medizinische Leistung aus der medizinischen Reha die Durchführung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben angeregt werden, dann würde es in Ihrem Fall wohl zu keinem anderslautenden Bescheid als den, welchen Sie momentan schon vorliegen haben, kommen.

Sie würden also auch sehr wahrscheinlich einen weiteren solchen Bescheid bekommen mit einer Zusage über 2013 hinaus...dann bis 2016.
Wenn Sie schon 2007 keine qualifizierte Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben im Rahmen einer Umschulung erhalten haben, dürfte dies in Ihrem Fall aufgrund der Bewertung Ihrer allgemeinen Situation - bisherige Schulbildung, bisher ausgeübte Tätigkeiten, persönliche Eignung Ihrer Person/Fähigkeiten auch weiterhin nicht zur Förderung qualifizierten Leistungen kommen.

Dies allerdings kann ich hier mangels Einsicht in Ihre Akte nicht genauer bewerten.

Viele Grüsse
Nix

Experten-Antwort

Sie sollten unbedingt Kontakt mit dem Rentenversicherungsträger - und hier insbesondere dem Rehabilitations-Fachberatungsdienst – aufnehmen und Ihre Situation besprechen. Zum einen, damit keine falschen Rückschlüsse gezogen werden (Arbeitsaufnahme = erfolgreich wieder eingegliedert) und zum anderen, damit dringend noch andere / weitere Leistungen zur Teilhabe abgeklärt werden (z. B. Integrationsmaßnahmen usw.). Es wird auf Dauer nicht gut sein, wenn Sie auf Kosten Ihrer Gesundheit arbeiten. Auch der Rentenversicherungsträger wird ein Interesse daran haben, andere Möglichkeiten auszuschöpfen. Daher: Suchen Sie das Gespräch!

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 25.10.2010, 09:53 Uhr]