von
loni

Ich nehme mal die auf Seite 3 aufgeworfene Frage wieder auf, inwieweit sich eine Teilrente negativ auf die spätere Rente auswirkt.

Es heißt ja immer wieder mal, wer Teilrente bekomme, beiße sich ins eigene Fleisch.

Entsprechend habe ich damals, als es bei mir akut wurde, mich bei der DRV erkundigt und da wurde mir bestätigt, dass dem nicht so sei, denn weiterhin gehe man von einem fiktiven Gehalt auf, das im Laufe der Zeit steigt und somit habe das keinen negativen Einfluß.

Nach dem vorherigen Beitrag hat sich das für mich jetzt aber relativiert.

Logischerweise erreicht ein Angestellter in Teilzeit (rentenbedingt) weniger Rentenpunkte als jemand, der Vollzeit arbeitet.

Ist es jetzt total falsch, das jetzt so zu sehen, als sei derjenige, der halt noch 5 Stunden o,ö, an Ende der Depp ist? Ich hoffe doch.

von
Regina

Es kommt auf die Stundenzahl an.
Bei z.B.3 Stunden ist der Beitrag geringer als bei z.B. 5,5 Stunden

von
loni

ja schon, aber bei einer teilrente arbeitet wohl kaum einer bloß 3 stunden, die meistern irgendwas zwischen 5 und 6, halt um die zuverdienstgrenze nicht zu überschreiten.

die meisten, so auch ich, knapp unter der zuverdienstgrenze

von
Maxifant

Aus meiner Sicht kann es ja nur weniger werden da die Rentenvorausberechnung ja darauf beruht was man momentan verdient. Verdient man momentan 2800€ brutto wird ja die Rente auf dieser Basis berechnet. Muß man nun Teilrente in Anspruch nehmen verdient man entsprechend weniger und die Rentenvorausberechnung wird weniger.

von
loni

genau deine ursprungliche frage war es, die mich veranlasst hat, das zu posten, maxifant!

von
loni

Klingt logisch, was du schreibst, ist aber von der drv so nicht rübergebracht worden. aber das ist ja dann auch klar, dann würde ja jeder eine volle rente wollen.

ich liege einiges unterhalb der 6 stunden täglich, kann aber wegen der zuverdienstgrenzen nicht mehr arbeiten.

da stellt sich die frage: warum nich in vollrente?

von
loni

aber versicherungsmathematisch müsste es doch für die drv eine möglichkeit geben, das anders zu berechnen.

Experten-Antwort

Guten Tag Ioni,
in Ihrer Diskussion werden mehrere Punkte angesprochen. In der ersten Experten-Antwort auf Seite 3 wird auf die Rentenhöhe eingegangen. Auf die Rentenhöhe wirkt sich zudem noch die Rentenbezguszeit selbst aus, soweit in dieser eine Zurechnungszeit enthalten ist.

Ob volle oder teilweise Erwerbsminderungsrente "in Anspruch" genommen werden kann, ist neben den versicherungsrechtlichen Voraussetzungen vom Leistungsvermögen des Versicherten abhängig. Nur wer unter 3 Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes erwerbstätig sein kann, ist voll erwerbsgemindert.

Mit freundlichen Grüßen

von
Schorsch

Zitiert von: loni

Klingt logisch, was du schreibst, ist aber von der drv so nicht rübergebracht worden. aber das ist ja dann auch klar, dann würde ja jeder eine volle rente wollen.

ich liege einiges unterhalb der 6 stunden täglich, kann aber wegen der zuverdienstgrenzen nicht mehr arbeiten.

da stellt sich die frage: warum nich in vollrente?

Was hat das denn mit "wollen" zu tun?

Und wie kommen Sie darauf, dass jemand, der "nur wegen der Hinzuverdienstgrenzen" nicht mehr Stunden täglich arbeitet, Anspruch auf eine VOLLE EM-Rente haben könnte?

Das klingt ja fast so, als bräuchte man im Antragsvordruck nur ein Kreuz bei "voll" oder "teilweise" zu machen.

Im Übrigen kann die zu erwartende Regelaltersrente aufgrund des Bestandsschutzes gar nicht niedriger werden als eine (fiktive) volle EM-Rente, da die für die teilweise EM-Rente berücksichtigten Entgeldpunkte beim Wechsel in die Regelaltersrente mit dem Rentenartfaktor "1,0" multipliziert werden anstatt mit "0,5".

von
Schorsch

Zitiert von: loni

Guten Tag Ioni,
in Ihrer Diskussion werden mehrere Punkte angesprochen. In der ersten Experten-Antwort auf Seite 3 wird auf die Rentenhöhe eingegangen. Auf die Rentenhöhe wirkt sich zudem noch die Rentenbezguszeit selbst aus, soweit in dieser eine Zurechnungszeit enthalten ist.

In der ersten Experten-Antwort auf Seite 3 wird behauptet:

"Die Aussage, dass eine spätere Rente wegen voller Erwerbsminderung (mindestens) doppelt so hoch ist, wie die Rente wegen teilweiser EM, trifft jedenfalls nicht zu."

Aufgrund des Bestandsschutzes kann eine spätere Regelaltersrente aber nicht niedriger werden, als eine vorher bezogene (VOLLE) Erwerbsminderungsrente.

Warum kann dann angeblich eine spätere VOLLE EM-Rente weniger als die Hälfte einer zuvor bezogenen teilweisen EM-Rente betragen?

Logisch klingt das jedenfalls nicht, weil sich nur der Rentenartfaktor ändert aber nicht die geschützten Entgeltpunkte.

von
Schorsch

Zitiert von: Schorsch

Warum kann dann angeblich eine spätere VOLLE EM-Rente weniger als die Hälfte einer zuvor bezogenen teilweisen EM-Rente betragen?

Es sollte natürlich heißen:

"....weniger als DAS DOPPELTE...."

MfG

von
loni

Hallo Schorsch,

das mit dem "wollen" war unglücklich formuliert, und zwar weil kurz davor in einem forum, das meine erkrankung betrifft, gelesen hatte, dass es fälle gibt, dass die rente abgelehnt worden war (man "wollte" eigentlich teilrente) und nach dem widerspruch die volle rente gewährt wurde! sorry für das missverständnis

"Und wie kommen Sie darauf, dass jemand, der "nur wegen der Hinzuverdienstgrenzen" nicht mehr Stunden täglich arbeitet, Anspruch auf eine VOLLE EM-Rente haben könnte?" - wo habe ich das geschrieben? Die Zuverdienstgrenzen muss ich ja einhalten, das wird immer wieder mal überprüft.

Schönen Tag noch

von
Schorsch

Zitiert von: loni

wo habe ich das geschrieben?

Na in Ihrem gestrigen Beitrag von 10:32 Uhr:

"....ich liege einiges unterhalb der 6 stunden täglich, kann aber wegen der zuverdienstgrenzen nicht mehr arbeiten.

da stellt sich die frage: warum nich in vollrente?"

Zitiert von: loni

Die Zuverdienstgrenzen muss ich ja einhalten, das wird immer wieder mal überprüft.

Nicht nur das. Wer angibt, "NUR wegen der Hinzuverdienstgrenzen nicht mehr arbeiten zu können", gibt quasi zu, dass er mehr arbeiten könnte und auch würde, wenn die Hinzuverdienstgrenzen höher wären.

Wer aber MINDESTENS 3 Stunden täglich arbeiten kann, ist definitiv NICHT voll erwerbsgemindert und hat demnach auch keinen Anspruch auf eine VOLLE EM-Rente.

MfG