von
Petra Schwarm

Hallo , ich frage hier für einen Bekannten . Es geht darum das er vor 3 Monaten wegen schwerer Depressionen im Krankenhaus gestellt. Nach dem 3 Aufenthalt in der psychatrie haben sie ihn unterapierbar entlassen und er soll einen Antrag auf EM Rente stellen. Er bekommt immernoch Krankengeld. Jetzt hat er von der Rentenversicherung Bescheid bekommen das er zur Untersuchung kommen soll. Was wird da gemacht ? Er kriegt schon wieder ne panikatacke. Er hat angst das er jetzt zur Rehabilitation geschickt wird obwohl er schon 3 mal für mehrere Wochen in stationärer Behandlung mit Psychotherapie War.
Weiß jemand was bei der Untersuchung gemacht wird?

von
Herz1952

Vielleicht hilft es Ihrem Bekannten, wenn er mit dem Arzt seines Vertrauens über dieses Problem spricht und dieser eine Lösung für dieses Problem findet.

Bei dieser Art von Krankheit ist das generelle Problem, dass man von einer Verhaltensstörung ausgeht, die durch eine Verhaltenstherapie beseitigen will.

Wenn es sich aber um eine psychotische Störung durch Hirnhormone handelt, dann kann durch eine solche Therapie der Krankheitsverlauf eigentlich nur noch schlechter werden. Diese vielen Therapieversuche deuten schon darauf hin.

Er soll es erst einmal mit seinem Arzt besprechen.

Alles Gute für Ihren Bekannten.

Herz1952

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Frau Schwarm,

die Untersuchung kann je nach Einzelfall unterschiedlich ablaufen. Eine pauschale Antwort ist hier im Forum daher leider nicht möglich.

von
Herz1952

Hallo Petra Schwarm,

was mich etwas irritiert ist, dass er Krankengeld bezieht, und von der RV zur Untersuchung bestellt wurde. Hat er schon den Rentenantrag gestellt?

Dann stellt sich noch die Frage: Ist der Gutachter bei einem Regionalträger der DRV, oder ist es ein freier von der Kasse zugelassener Arzt?

Wenn er den Rentenantrag schon gestellt hat, kann das "einfach" so ablaufen: Er nimmt sämtliche Berichte mit, der Gutachter führt noch ein Gespräch mit ihm und wenn er ihn ebenfalls nicht für therapierbar hält, teilt er das der RV mit und diese entscheidet: Rente? Ja/Nein und wenn Teil- oder Vollrente.

Er kann auch zu einer Therapie nicht gezwungen werden. Eine Ablehnung der Therapie muss nicht unbedingt für ihn zum Nachteil sein.

Wie schon erwähnt, es wäre gut, wenn er sich mit seinem Arzt in Verbindung setzt gerade wegen seiner Panikattacken. Sein Arzt kann sich evtl. diesbezüglich auch mit dem Gutachter in Verbindung setzen.

Nicht alle Ärzte/Gutachter sind so "böse", wie ich es in diesem Forum manchmal geschildert habe.

Er ist ja auch noch arbeitsunfähig und die Krankenkasse hat ihn zum Schluss nicht mehr begutachtet, das deutet schon darauf hin - er ist auch als therapieresistent eingestuft - das für die Kasse nur noch der "Ausweg" Rente bleibt.

von
KLartext

Auf jeden Fall kann sich ihr Bekannter freuen , denn wer wird auf jeden Fall wieder fit gemacht für die Arbeit !

Gerade bei Depressionen ist ein strukturierter Tag esbalauf ( wie man ihn ja auf der Arbeit hat ) und der Umgang mit den netten Kollegen DAS Allheilmittel.

von
Herz1952

Hallo Klartext,

Sie haben das wohl satirisch oder zynisch gemeint, oder?

Bei den meisten Krankheiten im depressiven Formenkreis sind Verhaltenstherapien sogar schädlich. Leider.

Psyche (heißt Seele) gibt es im medizinischen Sinne nicht. Durch günstigere äußere Einflüsse kann jedoch der Krankheitsverlauf positiv (eigentlich müsste es heißen: Gesundheitsverlauf) beeinflusst werden.