von
charlotte

Ich habe drei Jahre und sechs Monate als Dozentin an einer Hochschule in GB gearbeitet. Ich habe wie alle Lehrer und Hochschullehrer in GB Beiträge in eine Pensionskasse bezahlt, die Teachers' Pensions, dazu noch nach einem besonders hochdotierten Programm, Superannuation Scheme.
Nun ist mein Vertrag ausgelaufen, und ich vermute, daß ich nicht mehr länger in GB tätig sein werde. Ich bereite gerade meinen Rückumzug nach D vor. Dort werde ich mich zunächst arbeitslos melden, hoffe aber dort auf eine neue Stelle.
Meine Frage nun an die Experten:
Was muß ich tun, damit meine bezahlten Beiträge auf eine spätere Rente in D angerechnet werden? Ist dies möglich und wenn, in welchem Rahmen? Muß ich mich um den Transfer selbst kümmern?
Grüsse

von
KSC

erkundigen Sie sich doch bei den beiden britischen Institutionen, was für eine spätere Rente / Pension wichtig ist.
Zudem lassen Sie sich eine Beitragsaufstellung geben.

Und dies bewahren Sie auf, dann haben Sie jederzeit einen Nachweis über in GB eingezahlte Beiträge (zudem steht die Rentennummer und die Anschrift der Behörde auf dieser Bescheinigung).

Und solange Sie noch in GB wohnen dürfte es doch für eine Dozentin ein Leichtes sein, diese Fragen vor Ort zu klären.

Da GB ein EU Staat ist, bekommen Sie später für die britischen Zeiten eine separate britische Rente - lediglich die Zeit zählt auch in D, wenn es hier um Mindestzeiten geht.
(und die Zeit weisen Sie ganz einfach mit der oben erwähnten Bescheinigung nach).

Eigentlich ganz leicht, wenn man sich rechtzeitig drum kümmert.

von Experte/in Experten-Antwort

Zurückgelegte Versicherungszeiten in Großbritannien werden bei einer späteren Prüfung eines Rentenanspruches aus der deutschen Rentenversicherung grundsätzlich bei der Anspruchsprüfung (Wartezeit) und der Rentenberechnung berücksichtigt. Umgekehrt werden die deutschen Versicherungszeiten auch vom britischen Versicherungsträger für die Prüfung des dortigen Rentenanspruches berücksichtigt.
Vom deutschen Rentenversicherungsträger wird jedoch nicht der britische Rentenanteil mit ausbezahlt, sondern Sie erhalten aus beiden Staaten getrennte Renten entsprechend den jeweils in diesen Staaten zurückgelegten Versicherungszeiten.
Da die britischen Versicherungszeiten beim deutschen Rentenversicherungsträger nicht automatisch vorliegen, raten wir Ihnen, nach Ihrer Rückkehr nach Deutschland bei ihrem zuständigen deutschen Rentenversicherungsträger einen Antrag auf Kontenklärung zur Feststellung Ihrer britischen Versicherungszeiten zu stellen. Bringen Sie hierzu bitte entsprechende Bestätigungen/Bescheinigungen über Ihre Beschäftigung in Großbritannien mit.
Für weitere Fragen oder Informationen empfehlen wir Ihnen, sich direkt an die Verbindungsstelle der Deutschen Rentenversicherung für Großbritannien zu wenden.
Dies ist innerhalb der Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung die

Deutsche Rentenversicherung Nord
(ehemals LVA Freie und Hansestadt Hamburg, LVA Mecklenburg-Vorpommern, LVA Schleswig-Holstein)
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