von
Sana

Hallo!
Aktuell läuft mein Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben in Form einer Umschulung.
Natürlich mache ich mir Gedanken wie es finanziell weitergeht, sollte die Umschulung genehmigt werden. Ich bin seit einem Jahr krankgeschrieben und bin noch in fester Anstellung mit einer Teilzeitstelle von 20Std./wtl. Ich kann doch nicht mit einem Übergangsgeld von 75% des Teilzeitgehaltes überleben?! Ich bin Alleinerziehend mit 2 Grundschulkindern?! Wird es da anders gerechnet? Oder kann ich irgendwelche anderen Leistungen beantragen? Ich werde jetzt dazu noch in Privatinsolvenz gehen. Meine 2.Frage wäre ob ich auch in einem anderen Bundesland umschulen könnte? Und ob es da Unterstüzung beim Umzug mit der Familie gibt?! vielen lieben Dank im Voraus! Ich weiß, noch steht überhaupt nichts fest, aber diese Warterei bereitet mir mal wieder schlaflose Nächte...grübel...!

von
KSC

Diese speziellen einzelfallbezogenen Fragen besprechen Sie am besten mit der Sachbearbeitung, bzw. mit dem Rehaberater Ihres RV Trägers, bei dem Ihr Antrag bearbeitet wird.

Zunächst muss geklärt werden ob Ihr Antrag bewilligt wird und ob und gegebenenfalls wo und in welcher Form eine Umschulung bewilligt wird. Ihre Wünsche können Sie natürlich vorbringen.....die Entscheidung trifft die DRV.

Aus der Ferne betrachtet mutet es für mich allerdings "komisch" an, die Kinder aus der gewohnten Umgebung rauszunehmen und die Umschulung irgendwo in der Ferne machen zu wollen? Und zahlen soll alles, nämlich Umzug plus Umschulung der Staat und per Privatinsolvenz verabschiedet man sich auch noch von seinen Schulden.
Wenn das funktioniert, ist das ein perfekter Plan auf Kosten der Allgemeinheit, Hut ab.

von
???

Dei einer Umschulung wird neben der Übergangsgeld-Berechnung aus dem tatsächlichen Lohn noch eine Vergleichsberechnung nach dem Tariflohn gemacht. Sie sind dann also so gestellt, als ob Sie Vollzeit gearbeitet hätten und nach Tarif gezahlt worden wären. Ob Ihnen das dann zum Leben reicht, weiss ich natürlich nicht. Sie können aber ergänzendes Alg II beantragen.
Ein Umzug kann von der DRV nur finanziert werden, wenn Sie eine Beschäftigung aufnehmen und außerhalb des Pendelbereichs leben. Wenn Sie nur aus privaten Gründen umziehen wollen können Sie das gerne, aber Sie müssen es dann selbst zahlen.

von
???

Dei einer Umschulung wird neben der Übergangsgeld-Berechnung aus dem tatsächlichen Lohn noch eine Vergleichsberechnung nach dem Tariflohn gemacht. Sie sind dann also so gestellt, als ob Sie Vollzeit gearbeitet hätten und nach Tarif gezahlt worden wären. Ob Ihnen das dann zum Leben reicht, weiss ich natürlich nicht. Sie können aber ergänzendes Alg II beantragen.
Ein Umzug kann von der DRV nur finanziert werden, wenn Sie eine Beschäftigung aufnehmen und außerhalb des Pendelbereichs leben. Wenn Sie nur aus privaten Gründen umziehen wollen können Sie das gerne, aber Sie müssen es dann selbst zahlen.

Experten-Antwort

Ich rate Ihnen dazu, Ihre Fragen direkt mit den Sachbearbeitung Ihres Rentenversicherungsträgers zu klären. Ohnehin ist es häufig so, dass eine Umschulung nicht am Wohnort, sondern in einem weiter entfernten Berufsförderungswerkt durchgeführt wird. Eines Ihrer Argumente bei der Beantragung der Umzugskosten kann daher sein, dass Sie als Erziehungsberechtigte den Umgang zu Ihren Kindern nicht verlieren möchten und daher ein Umzug mit Ihren Kindern in den Ort ziehen, in dem dann die Leistung zur Teilhabe erbracht wird. Klären Sie dies alles jedoch unbedingt vor einem Umzug ab, da Sie sich vorab mit Ihrem Rentenversicherungsträger in Verbindung setzen müssen und nicht nach einem Umzug ohne vorherige Kontaktaufnahme in Sachen Umzugskosten die Erstattung bei Ihrem Rentenversicherungsträger geltend machen können.