von
Sandra Kaiser

Sehr geehrte Damen und Herren

mein Stiefvater ist seit letztem August krank geschrieben gewesen wg einer Armerkrankung mit OP, Reha und erneute OP vor kurzem. dann jetzt Herzinfarkt vor 3 Wochen und ist nun auf Reha
nun soll er Übergangsgeld statt krankengeld bekommen, aber das Übergangsgeld wurde anscheinend auf Basis des Krankengeldes berechnet. Sprich weniger als 70% vom Krankengels ( was ja schon weniger als 70% seines Lohnes waren)
Nach diversen Foren im Internet ist dies aber nicht korrekt.
und die Familie kann mit 68% von 68% nicht leben..

Können Sie mir dazu mehr sagen?

vielen Dank im voraus

Mit freundlichen Grüßen

Sandra Kaiser

Vielen

von
tly

Das Übergangsgeld wird i.d.R. vom zuletzt abgerechneten Entgelt (4 Wochen) berechnet. Davon je nach Situation 75% (mit Kind od. pflegebedürftigem Ehegatten)bzw. 68% für alle übrigen Versichterten. Das Berechnungsschema ist starr. Wenn damit der Lebensunterhalt nicht gesichert werden kann, müssen staatl. Hilfen beantragt werden.

von
Sandra Kaiser

Hallo

das kann so ja nicht ganz sein, denn es heisst vom letzten, regelmässigen Nettogehalt.

Von daher denke ich daß hier etwas falsch gelaufen sein muss- denn die ganzen Daten gingen direkt von der Krankenkasse an die LVA..

von Experte/in Experten-Antwort

Das Übergangsgeld ersetzt während der Rehamaßnahme die fehlenden Einkünfte.
Nach Wegfall der Entgeltfortzahlung, zahlt die Rentenversicherung ein Übergangsgeld, wenn zuvor Beiträge an die Rentenversicherung geleistet wurde.
Wenn vor der Reha eine Arbeitsunfähigkeit vorliegt, wird das Übergangsgeld aus dem zuvor erzielten Arbeitsentgelt (Brutto/Netto) errechnet.
80% dieses Entgeltes , höchstens jedoch das Nettoentgelt. Mit diesem errechneten Wert wird dann weitergerechnet.

Das Übergangsgeld beträgt 75% (Versicherten mit mind. ein Kind und Kindergeldanspruch), ansonsten 68 %.

Hier wird aber die Aussage getroffen, dass für die Berechnung des Übergangsgeldes die gleichen Angaben (Bruttolohn/Nettolohn) herangezogen werden, wie diese zur Berechnung des Krankengeldes erforderlich sind.
Das heißt nicht, dass aus dem berechneten Krankengeld das Übergangsgeld errechnet wird.

von
Sandra Kaiser

Liebe Experten

wie können wir nun gegen die falsche Berechnung der LVA vorgehen?
Denn es sind definitiv 600 EUR weniger Übergangsgeld als Krankengeld von der LVA bestätigt worden und angeblich wäre die Berechnung richtig.

Sollen wir sofort schriftlich Einspruch einlegen und die letzten Verdienstabrechnungen beifügen?

von
schade

Dann legen Sie doch Widerspruch ein, wenn Sie einen Fehler vermuten.

Ich vermute, dass wir das im Forum nicht klären können......ob ein Fehler vorliegt oder ob nur Sie etwas falsch verstehen?

von
User

Sie haben doch die Berechnung des Übergangsgeldes.

Da steht genau dabei, welches Gehalt zur Berechnung verwendet wurde.

von
Achill

Übergangsgeld wird nicht aus dem Krankengeld berechnet, sondern aus den Beträgen, die der Arbeitgeber der Krankenkasse zur Berchnung von Krankengeld zugrunde gelegt hat (vgl. § 49 SGB IX). Das Übergangsgeld ist grds. immer weniger als das Krankengeld.

Was evtl. sein kann, das der Entgeltfortzahlungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber erneuert wird, da es sich um eine neue Erkrankung handelt, das können Sie nochmal mit der Krankenkasse besprechen.

Vergleichen Sie bitte auch die Berechnungsgrundlagen des Krankenkasse mit denen für das Übergangsgeld, hier müssten die gleichen Beträge stehen.