von
Muckel

Hallo,

eine Frage bitte im Zusammenhang mit einer möglichen Umdeutung.

Das Direktionsrechts ist nicht eingeschränkt.
Kann ein Antrag auf LTA bei Scheitern der Maßnahme aus gesundheitlichen Gründen grundsätzlich in einen EMR-Antrag umgedeutet werden?

Wenn ja, zählt das Antragsdatum der LTA oder das Eingangsdatum des Antrags auf LTA beim Rentenversicherungsträger?

Danke.

Gruß
Muckel

Experten-Antwort

Nach dem Willen des Gesetzgebers ist eine Umdeutung immer durchzuführen, wenn eine Leistung zur Teilhabe nicht erfolgreich war und nach Abschluss der Maßnahme eine Erwerbsminderung vorliegt. Mit der Rentenantragsfiktion soll der Versicherte vor den Folgen einer verspäteten Rentenantragstellung bewahrt werden, wenn aufgrund des Vorrangs von Leistungen zur Teilhabe vor Rente zunächst LTA und nicht Rente beantragt wurde. Das maßgebende Antragsdatum ist das Eingangsdatum bei einem für Anträge auf Sozialleistungen zuständigen Leistungsträger. Hierzu zählen neben dem Rentenversicherungsträger z. B. auch Krankenkassen, Agenturen für Arbeit oder Gemeindeverwaltungen.