von
Chris

Hallo,

von der DRV habe ich ein Schreiben erhalten, in welchem ich befragt werde, ob mein Rentenantrag umgedeutet nach (§ 116 Abs. 2, Nr. 2 SGB VI) werden soll auf den Zeitpunkt in Juli 2009, als ich an einer Rehamaßnahme teilgenommen habe oder ob der Rentenbeginn der Zeitpunkt meines Rentenantrags sein soll, also Nov. 2011.
Festgestellt wurde lt. diesem Schreiben eingeschränkte Erwerbsfähigkeit auf Dauer, teilweise, seit Beginn genannter Reha in 2009.
Ich war vor dem Eingriff, welchem diese Reha folgte, voll erwerbstätig. Nach 15 Mon. Arbeitsunfähigkeit gelang die Wiedereingliederung nicht wie gewünscht und ich arbeite nur noch in Teilzeit.
Welchen Unterschied macht es für mich, je nachdem wie ich mich für Rentenbeginn in Juli 2009 oder Nov. 2010 entscheide?

von
KSC

Stellen Sie genau diese Frage Ihrer Sachbearbeitung. Das hat zur Folge, dass Sie fallbezogen eine individuelle Antwort bekommen.

Die ist allemal besser als Rätselraten im Forum, wo keiner Ihre Daten kennt. -:)

von
Sozialrechtler

Zitiert von: Chris

Hallo,

von der DRV habe ich ein Schreiben erhalten, in welchem ich befragt werde, ob mein Rentenantrag umgedeutet nach (§ 116 Abs. 2, Nr. 2 SGB VI) werden soll auf den Zeitpunkt in Juli 2009, als ich an einer Rehamaßnahme teilgenommen habe oder ob der Rentenbeginn der Zeitpunkt meines Rentenantrags sein soll, also Nov. 2011.
Festgestellt wurde lt. diesem Schreiben eingeschränkte Erwerbsfähigkeit auf Dauer, teilweise, seit Beginn genannter Reha in 2009.
Ich war vor dem Eingriff, welchem diese Reha folgte, voll erwerbstätig. Nach 15 Mon. Arbeitsunfähigkeit gelang die Wiedereingliederung nicht wie gewünscht und ich arbeite nur noch in Teilzeit.
Welchen Unterschied macht es für mich, je nachdem wie ich mich für Rentenbeginn in Juli 2009 oder Nov. 2010 entscheide?

Hallo Chris,

der § 116 SGB VI dient dem Schutz des Versicherten. Ein Reha-Antragsteller soll nicht schlechter gestellt werden als ein Rentenantragsteller.

Da jedoch möglicherweise noch der Krankengeldzahlzeitraum (Krankengeld ist höher als die Rente?) nach einer Reha etc. ausgeschöpft werden kann - Ökonomen nennen das Sachverhaltsgestaltung -, kann es für den Versicherten günstiger sein, auf die Umdeutung nach § 116 SGB VI zu verzichten.

Lassen Sie sich ausrechnen, was für Sie günstiger ist. Die A&B-Stellen der DRV sind verpflichtet Ihnen das Optimum auszurechnen.

Experten-Antwort

Guten Morgen. Grundsätzlich steht Ihnen das Recht zu, der Rentenantragsfiktion nach § 116 Abs. 2 SGB VI zu widersprechen. D.h., bis zur Bewilligung der Rentenleistung können Sie Ihren als Rentenantrag geltenden Reha-Antrag zurücknehmen oder auf die Gewährung von Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung beschränken, obwohl volle Erwerbsminderung vorliegt. Wurden Sie jedoch von Ihrer Krankenkasse zur Stellung eines Reha-Antrags aufgefordert, können Sie Ihr Dispositionsrecht nur mit Zustimmung Ihrer Krankenkasse ausüben. Wegen der Details in Ihrem konkreten Fall sollten Sie sich mit dem zuständigen Rentenversicherungsträger in Verbindung setzen.