von
netti

Guten Tag,
ich habe eine Frage bezüglich der Umwandlung einer befristetet EM Rente in eine Unbefristete.
Es gibt doch die Regelung, die besagt, dass nach 9 Jahren EM-Rente aus rein gesundheitlichen Gründen, die bisher befristete EM Rente in eine Unbefristet umgewandelt wird, da nicht mehr davon auszugehen ist, dass eine Besserung des Gesundheitszustandes eintreten wird.
Meine Frage:
Ich beantragte zuerst eine "halbe" EM-Rente, da ich davon ausging, dass ich für eine "halbe" Stelle noch erwerbsfähig war. Diese wurde mir Rückwirkend, ab August 2004 genehmigt. Seit letztem Jahr Juni bekomme ich nun aus gesundheitlichen Gründen eine "volle" EM Rente. Falls es nötig wird, diese weiter zu verlängern, ab wann stände mir dann die Umwandlung in eine unbefristete volle EM Rente zu?
Mit freundlichen Grüßen
netti

von
So nicht

Ihnen steht gar keine Umwandlung zu, da Ihr Gesundheitszustand in Abständen weiter geprüft werden kann.

von
netti

Hallo,
das beantwortet nicht meine Frage!
Zitat:
Die Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit werden grundsätzlich vorrangig als Zeitrenten geleistet. Die Befristung erfolgt für längstens 3 Jahre nach Rentenbeginn und kann wiederholt werden. Nach einer Gesamtdauer der Befristung von 9 Jahren ist die Rente unbefristet zu leisten, wenn der Anspruch nicht auch von der Arbeitsmarktlage abhängig ist.
Mir ist dabei nur nicht klar, ob die teilweise EM- Rente genauso zählt, wie die volle EM-Rente.
mfG
netti

von
Wahrsager

Würde mich nicht wundern, wenn es auch hier wieder ein von Juristen gut ausgeklügeltes Hintertürchen gäbe, dass die 9 Jahre ausser Kraft setzt.
Ein weitläufige Bekannte ist an mehrfachen chronischen Leiden erkrankt, die ihr das Nachgehen einer regelmäßigen Arbeit unmöglich machen, da sie kaum ihren Alltag bewältigen kann und bekommt dennoch nur eine Zeitrente, weil die DRV an Wunderheilung glaubt. Die Existenzangst, die damit kranken Menschen ständig im Nacken sitzt und die diversen Krankheiten nicht gerade zuträglich sind, interessiert keinen bei der DRV.

von
Realist

DAS braucht die DRV auch gar nicht zu interessieren, weil die nur geltendes Recht umsetzen muss. Und die Gesetze werden bekanntlich von unseren gewählten Volksvertretern beschlossen und nicht von der DRV!

Im Übrigen gibt es überhaupt keinen Grund, eine Befristung nach spätestens neun Jahren aufzuheben, (auch wenn das tatsächlich so sein sollte!) weil, zumindest theoretisch, auch danach noch eine Besserung des Gesundheitszustandes möglich ist. Und selbst eine sogenannte "unbefristete" Rente oder "Dauerrente" schützt nicht vor eventuellen Nachprüfungen. Die können nämlich noch bis zur Regelaltersrente durchgeführt werden!

von
Unrealistisch

Das braucht die DRV auch nicht
zu interessieren: eben - deswe-
gen ist ja auch ein enormer An-
stieg der Klagen - bei den Sozi-
algerichten zu verzeichnen, weil die Gutenachten der RV-
Träger und deren externen
Sachverständigen gegen Himmel schreien.

Wer wie Sie, User "Realist",
sich als ständiger Lobbyist der
RV sich hier outet, kann auf eine sachbezogene Frage, nur
abstrakte Antworten geben.

Gottseidank, sehen die SG dies
heute anders als die sogenann-
ten Rentenanstalten und deren
Fahnenträger.

von
Ulf

lassen sie sich doch mal die aktuellen zahlen der drv-statistik zuschicken. da stehen unglaublich interessante sachen drin. unter anderem, wieviele em-rente bewilligt wurden. da werden sie staunen. und die drv ist schon seit oktober 2005 keine "anstalt" mehr!!! sicher sind menschen, die eine befristete oder unbefristete rente erhalten nicht immer glücklich damit und sicher gibt es auch sorgen hinsichtlich einer weitergewährung. aber ständig diese haltlosen beiträge hier über die so ungerechte rentenversicherung nerven. wenn sie also keinen vernünftigen ratschlag für @netti haben, dann schreiben sie nix!!! @Realist versucht mit seinen beiträgen immer zu helfen, auch wenn diese nicht immer dem zustimmen, was der frager gerne hätte. aber dieses öde gelabere, wie schlecht doch die drv ist, ist mitlerweile sowas von ausgezerrt und laaaaaangweilig....

@netti, machen sie sich keine sorgen. wenn sich ihr gesundheitzustand nicht gebessert hat, sondern verschlechtert, warum sollten sie dann angst vor einem rentenwegfall haben? wenn eine nachprüfung ihres gesundheitszustandes ansteht, dann geben sie halt alles wahrheitsgemäß an. alle krankheiten und evtl. hinzugekommene beschwerden. wenn dann tatsächlich eine ablehner in haus flattert, prüfen sie den ablehnungsgrund. wenn sie der meinung sind, das nicht alles gewürdigt wurde, legen sie widerspruch mit einer entsprechenden begründung ein. die drv hat täglich hunderte (vielleicht sogar tausende?) em-rentenanträge zu bearbeiten und jeder fall ist ein fall für sich. daher muss auch jeder rentenantragsteller in erster linie auf alles achten, was seinen fall betrifft. je genauer also ihre angaben und begründungen, desto schneller kann entschieden werden.
ich wünsche ihnen alles gute
ulf

von
Rosanna

Ich kann Ihnen beiden nur zustimmen. Ulf, es sind tatsächlich täglich tausende von EM-Anträgen bei allen RV-Trägern, die bearbeitet werden! Und nur als Beispiel: Bei "meiner" DRV (Regionalträger) wurden diesen Monat 527 EM-Renten bewilligt und 483 abgelehnt! Ist doch eine ganz ordentliche Quote, meine ich.

Es ist "normal", wenn gewisse Leute, die nicht über den Tellerrand hinaussehen können, immer wieder versuchen, den schwarzen Peter der ach so bösen DRV zuzuschieben. Jeder, der einen Rentenantrag stellt, ist natürlich zu 100 % überzeugt, erwerbsgemindert zu sein. Die Sozialgerichte sind aber auch schon lange nicht mehr so "spendabel", was die Zubilligung von Renten angeht. Ich weiß auch von Mitarbeitern der Sozialverbände, dass viele Versicherte, die ein Klageverfahren anstreben, einfach nicht von der Aussichtslosigkeit ihres Vorhabens zu überzeugen sind, obwohl nach deren Meinung (sie haben ja auch tagtäglich mit Rentenangelegenheiten zu tun) die DRV eigentlich richtig entschieden hat.

Was den Beitrag von @netti angeht, kann ich sowohl @Realist als auch @ulf vollkommen zustimmen.

MfG Rosanna.

P.S. WIR (RV-Träger) haben die Gesetze leider nicht gemacht. Und wir wissen auch, dass es, wie überall, manchmal ungerecht zugeht. Aber ändern können WIR leider nichts daran.

von
Ulf

Hallo Rosanna,
In Deutschland gibt es derzeit (01.07.2007 Bestand)
Männer: 8.5xxxx Millionen
Frauen: 11.7xxxx Millionen
Rentner! (alle Rentenarten)
(bei 80 Millionen Einwohnern ist das immerhin ein knappes Viertel aller!)
EM-Neuzugänge (alte BL) aus 2007
Männer: 70.419
Frauen: 57.014
(allein im Jahr 2007 sind in den alten BL 127.433 EM-Renten bewilligt worden!!!)

neue BL
Männer: 19.016
Frauen: 15066
(insgesamt 34.082 EM-Renten in den neuen BL)...

Das sind also summa summarum 161.515 neue EM-Renten allein aus dem Jahr 2007!!!

161.515 : 365 (Tage) = 443
Rentenbewilligungen täglich!!!

LG
Ulf

von
Rosanna

MIR ist das schon klar.

Die "Zweifler" sollten sich die Zahlen mal zu Gemüte führen.

Aber das entspräche dann ja nicht mehr ihrem Weltbild über die "böse" DRV, die die EM-Renten aus reiner Boshaftigkeit ablehnt...

Ich frage mich auch immer, ob all diese Leute keine Frührentner kennen oder schon mal was davon gehört haben, DASS es sie gibt.

:-))

von
Ulf

freilich, mir ist klar dass ich ihnen nix neues erzähle ;-)
habe meinen beitrag eigentlich auch für @unrealistisch geschrieben (und alle die es interessiert).

weiß auch nicht, warum ich als betreff @Rosanna eingegeben habe ;-)
wahrscheinlich weil ich auf einen anderen beitrag auch geantwortet habe...

egal, jedenfalls wollte ich natürlich nicht SIE "aufklären"!!!

mfg
Ulf

von
Rosanna

Also, das ist doch kein Problem! :-)) Hab´s nicht falsch verstanden...

Diese Gesamtzahlen waren für mich auch neu, weil ich mich noch nicht so sehr damit beschäftigt habe. Ich weiß ja selbst, wieviele EM-Renten alleine in meiner Abteilung bewilligt und abgelehnt werden.

Ich denke ganz einfach, dass die "Unrealistischen" solche Zahlen GAR nicht gerne hören/lesen! Irgendwie paßt dann ja eigentlich nichts mehr richtig zusammen.

MfG Rosanna.

Experten-Antwort

Befristete Renten wegen Erwerbsminderung sind nach einer Befristung von 9 Jahren in eine Rente auf Dauer umzuwandeln. Für jeden Anspruch ist eine gesonderte Prüfung durchzuführen. Das heißt, die Zeit des Bezugs der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung zählt nicht zu den 9 Jahren.

von
Realist

"Lobbyist der DRV"? Ich bin selbst Frührentner, der erst den Klageweg beschreiten musste, bevor der Rentenantrag bewilligt wurde! Natürlich war auch ich nicht gerade erfreut über soviel Sturheit der DRV. Aber wozu gibt es denn den Rechtsweg?
Ein etwas übereifriger DRV-Mitarbeiter, der die exotischsten Berufe für zumutbare Verweisungstätigkeiten hielt, hat mein Rentenverfahren unnötig in die Länge gezogen. Aber soll ich deshalb die gesamte Institution verurteilen? Ich war im Recht und habe Recht bekommen! Auch die von der DRV in Auftrag gegebenen sozialmedizinischen Gutachten waren einwandfrei und wurden weder von mir noch von der DRV beanstandet. Ich habe daher keinerlei Veranlassung, Ihre primitive und völlig unsachliche Kritik an der DRV zu unterstützen! Aber Ihr "Nickname" spricht ja schon für sich: Sie sind total UNREALISTISCH!

von
Realist

Es freut mich, dass wir uns (mal wieder) einig sind!

Es war schon immer etwas unbequemer gegen den Strom zu schwimmen. Trotzdem werde ich mich niemals an diesen haltlosen Pauschalverurteilungen der "bösen" DRV und Ihrer "korrupten" Helfershelfer -auch Gutachter genannt beteiligen!

Mit freundlichem Gruß!

von
Beate

Hallo Ulf,

es hat zwar nichts mit dem Urspungsthema zu tun, aber wie viele Ablehnungen von EM Renten gab es in diesem Zeitraum.

Beate

von
Unrealistisch

@Realist,

es dürfte doch auch in einem
Forum wie diesem erlaubt sein,
einen kritischeren Beitrag zu
leisten, als die Mehrzahl derer,
die sich in ehrerbietender Form
nur so voll des Lobes über die
Verfahrensweise der RV-träger
äussern, gleichwohl Sie dennoch
wissen, dass auch das Gegen-
teil gängige Praxis ist.

Wie ich gestern schon schrieb,
sind sie selten in der Lage auf
eine sachbezogene Frage den
hilfe- u. ratsuchenden "Usern"
zu antworten. Stattdessen stei-
gern Sie sich gleich in einen
"bürokratischen Aktionismus"
ohne sich mit der Kernfrage dem Grunde nach weiterhin zu
beschäftigen.

Wie gestern schon erwähnt,
gibt es auch die umgekehrte
Seite der Verfahrensweise - ob
das einigen hier paßt oder nicht - (dessen Brot ich ess,
dessen Lied ich sing). Denn
nicht umsonst - hierbei beziehe
ich mich auf einen kürzlich ver-
öffentlichen Pressebericht eines
LSG´s - steigen die Klagen zur
Gewährung einer EM-Rente
überproportional an. Weshalb
wohl?

Dennoch, sehr geehrter User
"Realist", erkenne ich an, dass
Sie über ein profundes Sach- u.
Fachwissen verfügen, wenn-
gleich ich aber eine gewisse
Sensibilität in Ihren Beiträgen
desöfteren vermisse.

Für mich ist die Angelegenheit
hiermit erledigt.

von
Ulf

Hallo Beate,
das kann ich nicht genau sagen ;-(
Habe nur folgende zahl:
Rentenanträge im Jahr 2007
= 357.214 (EMR)
ob die Diffenrenz nun alles "Ablehner" sind? Ich glaube nicht. Ich glaube über diese wurde noch nicht entgültig entschieden.

mfg
Ulf

von
Rosanna

Hallo Beate,

Sie können einige Statistikdaten der DRV unter
www.forschung.deutsche-rentenversicherung.de einsehen.

MfG Rosanna.

von
Rosanna

Hallo @Unrealistisch,

erlauben Sie mir eine Frage?

Sie mokieren sich hier über User, die @netti keine sachliche Antwort geben und somit keine Hilfe für sie sind.

Sind Sie allen Ernstes der Ansicht, dass Sie mit Ihrem gestrigen Beitrag in irgendeiner Art und Weise @Netti GEHOLFEN haben? Sie haben mit Ihrem Beitrag wieder mal Zweifel ausgelöst, die in einigen Fällen mit Sicherheit berechtigt sind. Aber eben nicht immer. Deshalb helfen sie auch nicht weiter.

Und gerade @Realist Unsensibilität vorzuwerfen und als Lobbyisten der DRV darzustellen, entbehrt ja wohl jeglicher Grundlage.

"... steigen die Klagen zur
Gewährung einer EM-Rente
überproportional an. "

Ich hoffe, Sie haben auch eine Statistik zur Hand, WIEVIELE Klagen ABGEWIESEN werden? Und WAS bedeutet dies? Dass die Klagen in der Mehrzahl abgelehnt werden, weil sie nicht gerechtfertigt sind. Im Umkehrschluß bedeutet das, dass die RV-Träger doch nicht immer soooo falsch mit ihren Beurteilungen liegen. Oder sehen Sie das anders?

MfG Rosanna.