von
Polarschnee

Ich hatte einen Antrag auf EM Rente gestellt der abgelehnt wurde. Im angeforderten Gutachten schreibt die Gutachterin, das Gutachten soll die Frage der Erwerbstätigkeit klären und ich hätte einen Antrag auf Berufsunfähigkeit/Erwerbsunfähigkeit gestellt.
Welchen Unterschied gibt es hier. Ich bin Jahrgang 1954.

von
senf-dazu

Im Jahre 2001 sind die Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrenten durch die Renten wegen Erwerbsminderung ersetzt worden.

Für vor dem 2.1.1961 geborene Menschen gibt es die Möglichkeit, eine Erwerbsminderungsrente zu erhalten, wenn sie *berufsunfähig* sind. Dies ist eine Art Vertrauensschutzregelung.
Für Sie können also auch andere Kriterien angelegt werden, um zu entscheiden, ob Sie eine Erwerbsminderungsrente beziehen können.

von
Polarschnee

Könnten Sie mir etwas Näheres zu den Kriterien nennen.

von
Schorsch

Zitiert von: Polarschnee

Könnten Sie mir etwas Näheres zu den Kriterien nennen.

Siehe dort:

https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=61&type=0&uid=195&cHash=45e942b0d863f372ed428ffa9d1d7d4d

Experten-Antwort

Da Sie zu dem Personenkreis gehören, die vor dem 02. Januar 1961 geboren wurden, können Sie bei gesundheitlichen Einschränkungen eine Rente wegen teilweiser Erminderung bei Berufsunfähigkeit erhalten, sofern ein Berufsschutz vorliegt. Diese Rente wird an Versicherte gezahlt, die Ihren bisherigen qualifizierten Beruf nicht mehr oder nur noch weniger als sechs Stunden täglich ausüben können, in einem anderen Beruf aber noch mindestens sechs Stunden täglich einsetzbar sind.
Der Rentenversicherungsträger prüft jedoch, ob Ihnen eine andere Tätigkeit zugemutet werden kann. Eine solche Tätigkeit muss Ihrem Leistungsvermögen und Ihren Fähigkeiten entsprechen und Ihnen im Hinblick auf Ihre Ausbildung, den bisherigen Werdegang und die erlangte soziale Stellung zumutbar sein. Auf dem Arbeitsmarkt müssen außerdem genügend solcher Arbeitsplätze bestehen. Es ist nicht erforderlich, dass diese Arbeitsplätze auch frei sind und damit tatsächlich zur Verfügung stehen. Ein Beruf, für den Sie durch berufliche Rehabilitation mit Erfolg ausgebildet oder umgeschult worden sind, ist außerdem zumutbar.
Können Sie jedoch eine sogenannte "Verweisungstätigkeit" nicht mehr ausübern, wird die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit vom Rentenversicherungsträger gezahlt.