Experten-Antwort

Ich habe schon Sekretärinnen kennen gelernt, die ein Entgelt am Rande der Beitragsbemessungsgrenze hatten. Bei einer Assistentin der Geschäftsleitung (richtig übersetzt?) kann ich mir gut ein Gehalt darüber vorstellen.

Das Problem mit der Beitragsbemessungsgrenze ist nun aber folgendes: Aus dem Gehalt, das darüber liegt zahlen Sie keine Rentenbeiträge mehr, d.h. Ihr Einkommen ist nicht in voller Höhe versichert (die Beitragsbemessungsgrenze beträgt aktuell 63.600,-- Euro jährlich/ 5.300,-- Euro monatlich). Wohingegen sich die Rente alleine aus den Beiträgen bis zur Beitragsbemessungsgrenze errechnet. Ihre jährliche Rentensteigerung könnte dann somit circa 55,-- Euro betragen.

von
Chris

Danke für Antwort, ja das war richtig übersetzt :-) und obwohl ich im Verhältnis m.E. sehr gut verdiente, liege/lag ich unterhalb der Grenze mit Bruttoeinkommen letzten 11 J = 3.500-3.800/mon
Aber vielen herzlichen Dank für Ihre Hinweise zur Beachtung.
Chris

von
Chris

Danke LS für den Hinweis, also könnte hier evtl.doch ein Fehler vorliegen
Gruss Chris

von
Happy

Hallo LS,

" Sachverhalt wird einer falschen Gruppe zugeordnet
(vorhandene Ausfallzeiten, die mit 100% Leistungswert zu berücksichtigen sind werden nur als Krankheit berücksichtigt, wofür es nur 80% vom Leistungswert gibt."

Das kann eigentlich nur in Fällen passieren, wo Ersatzzeiten (Flucht,Vetreibung,Umsiedlung etc.) vorliegen und die anschließende Anrechnungszeit (meist ALO) nicht als Erstazzeit gekennzeichnet ist. Da gebe ich Ihnen Recht. Ansonsten gibt es keine beitragsfreie Zeit mit einem Gesamtleistungswert von 100 % (außer der Rentenbezugszeit/Zurechnungszeit) das erkennt die "Maschine"
Tabellenentgelte falsch zugeordnet? Das betrifft doch wohl eher die FRG Zeiten oder wiederhergestellte Beitragszeiten. Ich glaube kaum das Userin Chris solche Zeiten hat. Aber prima, jetzt haben Sie sie wieder verwirrt!

Was die Speicherung von KEZ oder KiBÜZ angeht, behaupte ich jedoch das eine falsche Speicherung nahezu unmöglich ist, da die "Maschine" sofort erkennt, wenn ein Zeitraum vorgegeben wird, der nicht mit dem Geburtstag des Kindes übereinstimmt! Die Speicherung wird nie freizugeben sein!

Und glauben Sie mir, wenn Versicherte nach dem FRG Zeiten anerkannt bekommen haben, dann wissen die sehr genau wie die bewertet werden! Und eine Einstufung anhand der Tabellenentgelte oder der Qualifikationsgruppen wird halt anhand des erlernten und auch ausgeübten Berufes zugeordnet. Das kann und sollte jeder/jede Betreffende auch wissen. Auch wenn ein Bäcker meint er müsse die Qualigruppe 1 erhalten, weil er ja den Betrieb geleitet hat, so ist er halt trotzdem nur der Bäcker und nicht der Diplom-Bäcker!

Ich hoffe, wir verstehen uns hier richtig?!

ach ja, Verdienst im "Osten" Zuordnung im "Westen"...
das kann ja nur durch einen Meldefehler bei der Einzugsstelle passieren. Und wer ist das? Die zuständige Krankenkasse!!!

Also man sieht, die von Ihnen aversierten "Fehler" beruhen nicht (immer) auf Seiten der DRV!!!

Nix für Ungut
Happy

von
Rosanna

Hallo LS,

ich möchte Ihnen ja auch nicht zu nahe treten (wobei ich @happy mal wieder Recht gebe!). Aber hätten Sie den "Lebenslauf" von Userin Chris im 1. Beitrag von ihr gelesen, hätten Sie erkannt, dass KEINE der von Ihnen aufgeführten Fallkonstellationen auftreten.

>Beschäftigung/Beitragszeiten (wohl kaum im Osten, sonst hätte sie es angegeben)

>KEZ/BÜZ - wohl auch im richtigen Zeitraum, wäre ihr sonst aufgefallen (wird schon, wie von @happy erklärt, technisch mit dem Geburtsdatum des Kindes abgestimmt, sonst kommt ein Fehler bei der Eingabe)

>Arbeitslosengeldbezug/Beitragszeiten (läßt sich auch im Versicherungsverlauf so erkennen)

>Arbeitslos/arbeitssuchend gemeldet //Anrechnungszeit (läßt sich ebenfalls so im VV erkennen).

Also ich kann nicht erkennen, wo man unbedingt eine Überprüfung bei einer Beratungsstelle durchführen lassen sollte.

M.M. nach dient Ihr Beitrag nur der Verunsicherung von @Chris.

Im Übrigen würde mich mal interessieren, in welchem Zeitrahmen diese 10 - 15.000 Bescheide fehlerhaft waren! Aber ich glaube, davon hatten wir es schon einmal - auch ohne Ergebnis. Lassen wir´s also besser.

´nen schönen Tag noch,
mfG Rosanna.

von
Happy

" fehlerhafte Ermittlung von beruflichen und schulischen Ausbildungszeiten"

Wie kann man denn hier fehlerhaft ermitteln? Die DRV weißt ausdrücklich im Antrag zur Kontenklärung und im Rentenantrag darauf hin, wenn eine Berufsausbildung absolviert wurde und diese als solches im Verlauf nicht gekennzeichnet ist, dann soll man das nachweisen! Wenn die Versicherten das nicht lesen und da nein ankreuzen, leigt doch der Fehler nicht bei der DRV. Auch in den jeweiligen Erläuterungen wird hierzu explizit aufgeführt, warum wieso weshalb ein Nachweis vorgelegt werden sollte. Ich weiß wriklich nicht, warum die "Schuld" für sooooo viele (angeblich) falsche Rentenberechnungen immer der DRV in die Schuhe geschoben wird. Grundsätzlich unterschreibt der Antragsteller seine Angaben und der Sachbearbeiter gibt die Daten ein. Anschließend bekommt man einen schönen ausführlichen Bescheid und kann den verstehen oder nicht. Wenn nicht, dann geht man in eine Beratungsstelle und lässt sich diesen erklären. Dann sollten alle wiesos, warums und weshalbs geklärt sein.
Ich sage nicht, das in der Sachbearbeitung keine Fehler passieren, aber ich beahupte dass es selten vorkommt. Da immer das 4 Augen Prinzip gilt. Wenn Daten einzugeben sind muss es immer mind. einen weiteren Sachbearbeiter geben, der diese Daten "frei gibt"!!!

So, welche Fehler haben Sie denn in den 4 Bescheiden entdeckt? Und wie errechnen Sie daraus, dass 10.000 - 15.000 Bescheide falsch sein sollen?

von
Happy

Chris,

wenn Ihr Versicherungsverlauf ausschließlich "Deutsche Versicherungszeitne" enthält und Sie auch keine längeren Ausfälle aufgrund Krankheit oder Arbeitslosigkeit hatten (diese sind in der Regel gespeichert und werden in den Anlagen zur Rentenauskunft explizit aufgeführt), dann gilt die Aussage von LS für Sie nicht!
Machen Sie sich keine Sorgen. Ich empfehle Ihnen trotzdem der Vollständigkeit halber einen Beratungstermin in Ihrer Beratungsstelle der DRV zu vereinbaren um den Versicherungsverlauf einfach mal durchzugehen. Wenn tatsächlich eine Zeit fehlerhaft gespeichert sein sollte, dann kann mit einem Vermerk eine Korrektur durch geführt werden und alles ist wieder gut.
Es soll ja alles stimmen. Schließlich ist die DRV Ihr letzter "Arbeitgeber"...

LG
Happy

von
Happy

thanks a lot!

Es ist mir ein Vergnügen Ihre Beiträge zu lesen und ich denke Userin Chris hat das schon alles verstanden jetzt.

Das mit den 1,5000000 (Scherz) falschen Bescheiden ist mit Sicherheit nur aus der Luft gegriffen. Schließlich arbeitet @LS als Rentenüberprüfer und da muss man solche "Gerüchte" schonmal in die Umlaufbahn schießen, sonst gibt es ja kein Geld mehr. Und die Versicherten haben (leider) schon viel Vertrauen in das System der Deutschen Rentenversicherung verloren, da bietet ein "Aufschrei" zur falschen Rentenberechnung hungrige "Mäuler"
In diesem Sinne frohes Schaffen

von
Chris

das ist ein superforum

von
Rosanna

Danke, Happy, wir sind oft einer Meinung, hab ich festgestellt! :-))

...und gleichfalls frohes Arbeiten oder schönen Feierabend.

VG Rosanna.

von
Aufpasser

Na, macht der alte Mann mal wieder Schleichwerbung???? Pfui!!!!!!!

PS: Sie rechnen noch in Pfennigen??

von
LS

Stellungnahme zu Ausführungen von User Happy und Userin Rosanna.

Beitrag von Rosanna, 06.05.2008, 8:55 Uhr

3. ". . .Nur - Sie schreiben ja selbst, dass alle rentenrechtlichen Zeiten im Versicherungskonto enthalten sind. Da wird bei einer Überprüfung auch nichts anderes herauskommen. . . ".

Daraufhin habe ich im: Beitrag von LS, 06.05.2008, 12:57 Uhr geantwortet:

" . . . Auch wenn alle Verdienste stimmen ist eine Rente noch lange nicht richtig"

Diese von mir getroffene Aussage gilt verallgemeinert und nicht ausschließlich für die Fragestellerin Chris.

User Happy antwortete darauf:
Beitrag von Happy, 06.05.2008, 13:02 Uhr

"ach ja? und was könnte dann nicht stimmen? Auf Ihre Antwort bin ich schon sehr gespannt..."

Daraufhin habe ich mit:
Beitrag von 06.05.2008, 13:23 Uhr eine Auflistung einiger Sachverhalte vorgenommen, die im Zusammenhang mit durchgeführten Überprüfungen festgestellt wurden.

Auch wenn User Happy einen Schlüsselfehler bei falscher Zuordnung zu Ost oder West der Krankenkasse zuordnet, ist dies für den Betroffenen doch völlig nebensächlich.

Widersprüche und Anträge nach 44SGBX sind nach wie vor beim zuständigen Rentenversicherungsträger einzureichen.

Es geht doch auch gar nicht darum, wer ihn verursacht hat, sondern vielmehr darum, dass Bescheide fehlerhaft sind, überwiegend zum Nachteil der Betroffenen, das Gegenteil kommt allerdings auch vor.

Und wenn jemand in Anlage 2 des Rentenbscheides (Datum Nov. 2007), als Monate beruflicher Ausbildung
.. Anlage 2 = 9 Monate genannt bekommt, in
.. Anlage 3 = 9 Monate als beitragsgemindert aufgeführt sind,
.. Anlage 4 = 44 Monate Seite 1-2 angegeben sind,
.. Anlage 4 Folgeseiten nur 1 Monat als "bg" bewertet wird,

sind Zweifel angebracht eben so, wie in der Erfassung in einem anderen Fall, (Bescheid aus Juli 2007)
.. Anlage 2 = 61 Monate berufliche Ausbildung,
.. Anlage 3 = 78 Monate berufliche Ausbildung beitragsgemindert,
.. Anlage 4 = 78 Monate Seite 1-2 angegeben und
.. Anlage 4 Folgeseiten 44 Monate mit einem begrenzten Wert
.. als nachgewiesene Monate berufliche Ausbildung bewertet wurden.

Maximal 36 Monate sind gesetzlich nur festgelegt.

Möglicherweise können Sie sich die Mannigfaltigkeit der Fehlerhaftigkeit gar nicht vorstellen, wenn man damit nicht häufig konfrontiert wird.

Mir lag völlig fern Userin Chris zu verunsichern, aber allzu blauäugig darf man eben auch nicht sein.

Was KEZ/BÜZ angeht, Kind ist 1968 geboren worden, Einordnung durch damalige BfA erfolgte in 1969. Da im Folgejahr andere Basiswerte gelten erfolgte fehlerhafte Berücksichtigung.

Wenn einem Betroffenen, der nachweislich die Meisterqualifikation besitzt und die Urkunden dafür mit eingereicht hat, die Berücksichtigung aus Tabellen aber nur als Facharbeiter erfolgt, ist dies eine nicht unerhebliche Benachteiligung, die dem Betroffenen mehr als 90 DM Rentenverbesserung beschert hat.

Hinsichtlich Ausfallzeit meinte ich die in der ehemaligen DDR vorkommenden ATA (Arbeitsausfalltage), die ebenfalls mit 100 % Leistungswert zu bewerten sind.
Sie werden sehr häufig nur als Krankentage erfasst und da nur mit dem begrenzten Leistungswert, seit 1998 80%, bewertet, überwiegend mit benachteiligender Wirkung.

Ca. 800 fehlerhafte Berechnungen sind bisher durch mich festgestellt worden, die zu 98% anerkannt wurden.

Im gravierendsten Fall wurde bei einer Person die Zurechnungszeit vom Beginn des Eintritts der Erwerbsminderung bis zur Vollendung des 55. Lbj. nicht berücksichtigt, wodurch er monatlich 732 DM Rente nicht bekam, nach meiner Überprüfung aber bekommen hat, außerdem über 32.000 DM Nachzahlung.

Hier noch die Nennung von willkürlich ausgewählten 5 weiteren Fällen.
1
Für die Zeit ab 20.06 - 20.08.1979 liegt eine ununterbrochene Arbeitsbefreiung wegen Krankheit vor, die im Bescheid nicht berücksichtigt wurde.

2
Im Jahr 1990 wurde im Bescheid für einen Zeitraum 01.10. - 31.12. ein Verdienst in Höhe von 8.800.-DM in Anlage 2 erfasst.
Laut Lohnunterlagen, die zur Kontenklärung mit abgegeben wurden, ist Arbeitsbeginn aber der 10.09.1990.
Da nur 90 Kalendertage zugrunde gelegt wurden, führte dies zur Überschreitung der Bemessungsgrenze und Reduzierung des Verdienstes.

Bei korrekter Berücksichtigung der Kalendertage ab 10.09.1990 ergibt sich keine Überschreitung, erhöht sich der zu berücksichtigende Verdienst und damit auch die Bewertung mit Entgeltpunkten.

3
Im Jahr 1989 sind als FZR Verdienst nur 3480,70 DM berücksichtigt worden, im SV Buch für den gleichen Zeitraum stehen aber 3.840,70 M.

4
Für das Jahr 1981 sind im SV Buch 39 Tage Ausfallzeit eingetragen worden, die in der Berechnung nicht berücksichtigt wurden, wodurch ein voller Kalendermonat beitragsfrei in der Bewertung mit dem Leistungswert 100% fehlt und der Monat November nicht als beitragsgemindert berücksichtigt wurde.

5
Im Jahr 1975 ist wegen Krankheit eine Minderung des bestätigten Gesamtverdienstes für 13 Tage Krankheit vorgenommen worden, obwohl im Feststellungsbescheid nur 11 Tage genannt sind, daraus abgeleitet wurde eine zu geringe Berücksichtigung des Verdienstes vorgenommen.

Abschließend noch eine Anmerkung zu den festgestellten Programmfehlern im Rentenberechnungsprogramm der BfA/DRV.

Aus der Annahme, dass durch die BfA/DRV monatlich ca. 3200 bis 3700 Bescheide gedruckt werden, entnommen aus Angaben der DRV, ein viertel Jahr und mehr vergeht, bevor so ein Fehler bereinigt wird, wenn überhaupt, sind in einem ¼ Jahr etwa 10.000 fehlerhafte Bescheide gedruckt worden.
Habe sie mir jetzt alle noch mal angesehen und festgestellt, dass es sich, bis auf einen Fall, um Bescheide für Personen aus der ehemaligen DDR handelt, die Zahl 10.000 sich um mehr als die Hälfte reduziert, wenn ¼ Jahr betrachtet wird.

Die Fehlerhaftigkeit ergibt sich aus der (Multiplikation des eigenen, im betreffenden Zeitraum erzielten Verdienstes, mit dem Umrechnungsfaktor), das Produkt daraus ist fehlerhaft ermittelt und auch in Anlage 3 so fehlerhaft übernommen worden.
Beispiel aus Bescheid von 11-1998, der mir erst 2006 vorgelegen hat, zutreffend für das Berechnungsjahr 1997
Angabe in Anlage 2:
.. 01.01.97 - 31.12.97 . . . . . 24.285,10 DM
.. errechnet aus: . . . . 20.867,00 * 1,2089
Der zutreffend zu ermittelnde Wert ist 25.261,12 DM.

Lassen Sie mich dies hier noch einmal sagen, ich bin nicht darauf bedacht Mängel aufzubauschen um davon zu profitieren.

Ich bin Rentner, mein Haupteinkommen ist die Rente.

Überprüfe trotzdem Bescheide gern und sehr genau, um Benachteiligungen festzustellen und für die Zukunft zum Nutzen der Betroffenen die Rente zu verbessern.

MfG
LS

von
Rosanna

Hallo LS,

ich kann und will ja nicht bestreiten, dass Fehler passieren. Gleichgültig, ob durch eine falsche Eingabe oder datentechnisch bedingt. Selbstverständlich kann auch jeder Versicherte, der Zweifel an der Rentenberechnung hat, diese durch die DRV überprüfen und ggfls. berichtigen lassen. Ist ja kein Thema.

NUR: Ich halte Ihre Zahlen (10- 15000) einfach für absolut überspitzt! Das erinnert mich an einen Artikel vor Jahren in der "B...-Zeitung", dass jede 2. oder 3. Rente falsch berechnet ist. DAS ist einfach nicht richtig. Damals ging ein Aufschrei durch die Mengen und (fast) jeder meinte, es handelt sich bestimmt um SEINE Rente, weil die ja viel zu gering ist.

Um nur eines Ihrer Beispiele aufzugreifen:

KEZ/BÜZ im Jahr 1969 berücksichtigt, obwohl das Kind 1968 geboren war. Fehlerhafte Berücksichtigung durch BfA.

Kann ja bestimmt vorkommen, dass durch einen Eingabe-/Tippfehler das falsche Geburtsjahr angegeben wurde. Aber bitte, dass KANN die Versicherte doch wirklich selbst erkennen und eine Neuberechnung beantragen, oder ist das auch schon zu viel verlangt???

Die Sachverhalte in der ehemaligen DDR sind da vielleicht schon eher von einem Laien schlecht zu beurteilen, ob richtig oder falsch. Ist ja auch nichts dagegen zu sagen, wenn ein Versicherter dann nachfragt. Oder bei FRG-Fällen.

Kurzum - mich persönlich stört einzig und allein die maßlose Übertreibung. Und die Versicherten werden durch solche Aussagen total verunsichert. Das ist und bleibt meine Meinung.

Einen schönen Tag noch.
MfG Rosanna.

von
LS

Hallo Rosanna,

mir ist bekannt, dass durch Rentenberater, wozu ich nicht zähle, zahlen von 30% genannt wurden, die ich nicht nachvollziehen kann und ich auch an anderer Stelle in Internetforen von mir angezweifelt werden.

Die Fehlerquote aus meinen Überprüfungen liegt bei ca. 10% mit der Tendenz nach unten, weil in den ersten Jahren nach 1991 häufiger Fehler vorgekommen sind als jetzt.

Wie ist denn Ihre Erkenntnis hinsichtlich Zeitspanne zwischen Erkennen eines Programmfehlers im Berechnungsprogramm der BfA/DRV und dessen Beseitigung.

Im Allgemeinen ist doch davon auszugehen, dass er im eigenen Hause gar nicht erkannt wird, weil vor Freigabe alles geprüft wurde.

Ich habe diesen einen von mir dargestellten Fehler im Jahr 2006 festgestellt, weil mir erst zu diesem Zeitpunkt die Unterlagen zur Überprüfung zugegangen sind.

Eine Information darüber, wann er und ob überhaupt er damals bereinigt wurde, liegt mir nicht vor.

Sie können aber doch am ehesten bestätigen, dass in der von mir genannten monatlichen Größenordnung Bescheide gedruckt werden.

Wenn aber ein solcher Programmfehler enthalten ist, dann werden eben auch alle in diesem Zeitraum damit gerechneten und gedruckten Bescheide mit diesem Fehler gedruckt.

Kein Bearbeiter in der AuB Stelle wird dies erkennen, wie denn auch, denn es stimmen die Verdienste absolut überein und der Zeitraum auch.

Der Betroffene selber hat da auch seine Mühe dies zu erkennen, geht auch nur, wenn er selber EGPT rechnen würde und dadurch evtl. eine Differenz feststellt.

In meinem letzten Antrag auf Überprüfung nach 44 SGB X ging es um eine fehlerhafte Berechnung der BBG im Jahr 1987, ausgelöst durch Krankheit.

Im Berechnungsprogramm wurde für den 1. und 2. Berechnungszeitraum mit einem unterschiedlichen Tageswert der BBG gerechnet.

Ist sachlich überhaupt nicht nachvollziehbar, denn wenn ich aus der Jahresgröße BBG einen Tageswert zu ermitteln habe, die Jahresgröße BBG durch 360 teile, kann der doch nicht in unterschiedlicher Höhe im gleichen Jahr ausfallen. Genau so passiert in meinem Bescheid. Musste deswegen bis vor das Sozialgericht ziehen, da wurde dann ein Verfahrensfehler eingestanden.

Hinsichtlich Darstellung in Bild oder auch MDR Talk, habe ich keine andere Meinung als Sie, es wird überzogen.

von
Happy

Hallihallo,

ich habe heute leider nicht viel Zeit...
habe mir Ihren Beitrag durchgelesen und so wie Rosanna schreibt, sehe ich das auch. Sicher werden Fehler gemacht und es ist gut, wenn da jemand aufpasst. Wegen der KEZ stellt sich mir nur die Frage warum des Fehlerhaft sein sollte. Das Kind ist wann genau 1968 geboren? Die KEZ würden dann ja ins Jahr '69 reinlaufen oder vielleicht tatsächlich im Januar 1969 beginnen, da das Kind im Dezember 1968 geboren wurde. Und was ist mit Basiswerte gemeint, wenn doch die EP letztlich zum Rentenbeginn festgelegt werden? Hab ich nicht verstanden ;-))

Ansonsten kann ich nur (wie Rosanna auch) jedem dazu raten seine Auskünfte/Bescheide etc. gründlichst zu lesen. Es wird auf jede und ich meine jede Speicherung eine Argumentation mitgeteilt. (kann nicht berücksichtigt werden weil...)

Und in einer AuB-Stelle kann in den meisten Fällen eine komplette Überprüfung des Rentenbescheides oder einer Auskunft nicht vorgenommen werden, weil dort keine Akten lagern. Die sind in der Sachbearbeitung. So kann man als Berater natürlich nicht nachvollziehen, ob die Unterlagen nun vorlagen oder nicht. Aber es ist irgenwie immer so das grundsätzlich erstmal alles falsch gespeichert wurde oder?

Einen Rentenbescheid kann ich bis auf's i-Tüpfelchen auseinander nehmen, kein Problem. Man muss nur lesen können, aber das ist nur meine Meinung.

Also danke für Ihre ausführlichen Bemühungen und Anregungen

Happy

von
LS

Hinsichtlich KEZ, Geburt war April 1948, Berücksichtigung im Rntenbescheid genau ein Jahr Später.

Mich würde Ihre Meinung interessieren, ob es für die Berücksichtigung beruflicher Ausbildungszeiten möglich ist, mehr als 36 Monate, egal ob mit max 75% oder begrenzt, im Jahr 2007 Rentenbeginn, wie von mir genannt, berücksichtigt bekommen kann.

Bei der Person wurden 44 Mon. mit begrenztem Wert bewertet.

Habe aber noch einen anderen interessanten Fall.
Wenn interessiert, würde ich Ihnen die Unterlagen zukommen lassen.

von
LS

Geburt April 1968

von
Vorsicht

Hallo LS!

Das Recht hinsichtlich Kennzeichnung, Bewertung, Kürzung bei Ausbildungszeiten incl. der Übergangsphase bis 12/08 ist komplex und nicht einfach.

Ich vermute, daß Sie es nicht richtig verstanden haben.

Bsp.:(Rentenbeginn nach 2008) Wenn jemand in seinem Leben 120 Monate Berufsausbildung macht, dann wird diese Zeit auch so (Pflichtbeiträge- berufl. Ausbildung) in Anlage 2 (Versicherungsverlauf) dargestellt. Und auch in Anlage 3 sind diese Pflichtbeiträge dann in gleicher Anzahl als beitragsgemindert gekannzeichnet. Nur in Anlage 4 erfolgt die Prüfung , ob es Zuschläge für beitragsgeminderte Zeiten (wegen Berufsausbildung) gibt, nur für die ersten 36 Monate. Nur dort ist diese Begrenzung auf 36 Monate.

MfG

von
Ls

Ich verstehe es schon richtig, User Vorsicht.

Rentenbeginn bei der Person ist dr Juli 2007.

Text dazu in Anlage 4 Seite 6
Der Gesamtleistungswert ist bei Rentenbeginn im Monat Juli 2007 für folgende Zeiten in Höhe von 28,13% zu berücksichtigen.

Monate mit Beitragszeiten für nachgewiesene berufliche Ausbildung . . . . . 44 Monate

Sep - Dez. 1966,
Jan. - Dez. 1967,
Jan. - Juni .1968,
Juli 1968,
Okt 1968,
Nov 1968,
Dez 1968,
Jan. - Mai . 1969,
Juni 1969,
Jul. - Okt. . 1969,
Febr 1998,
März 1998,
Aug. 2006,
Sept 2006,
Okt. 2006,
Dez. 2006,
Jan. 2007,
Febr.2007

Maßgebender Wert
0,0718 * 28,13 : 100 = 0,0202
0,0202 Entgeltpunkte * 44 Mon. = 0,8888

von
Happy

Hallo und guten Morgen,

also ich denke, dass die von Ihnen genannte Zeit entweder keine "echte" Lehrzeit ist aber zw. 17 u 25 liegt und somit nur noch den begrenzten WERT erhält (der wie von Ihnen genannt im Jahr 2007). Oder aber es liegt eine Fachschulausbildung vor welche seit Einführung des RV-Nachhaltigkeitsgesetzes immer vorrangig bewertet wird (36 Monate max. mit 75 %) und die restliche Zeit (Berufsausbildung kann dann nur noch mit dem geminderten Wert bewertet werden. So könnte es gewesen sein.

Gruß von Happy

p.s. das mit der KEZ kann ich auch nicht nachvollziehen, kann tatsächlich ja nur ein Eingabefehler hinsichtlich des Geburtsdatum vorgelegen haben oder?