von
Maria

Meine Mutter durchläuft gerade erfolgreich das abschließende Praktikum im Zuge einer Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben bis Ende des Monats. Der potentielle Arbeitgeber hat eine langfristige Festanstellung angeboten, aufgrund noch zu behebender Unsicherheiten bei der Ausübung der verschiedenen Tätigkeiten wurde eine weitere Verlängerung des Praktikums beantragt. Der Verlängerung wurde seitens der Deutschen Rentenversicherung zugestimmt unter der Bedingung, dass zum 1.9. eine Anstellung erfolgt. Nachdem dies zunächst zugesagt wurde, hat der Arbeitgeber nun leider festgestellt, dass wegen interner Umstände zu diesem Zeitpunkt noch keine Anstellung möglich ist, aber auf jeden Fall später.
Wie können wie die Deutschen Rentenversicherung überzeugen, ihr nun doch die Verlängerung zu gewähren, damit sie dann im Anschluss diese Stelle antreten kann?
Meine Mutter ist bereits 61 Jahre alt und dies ist daher wohl eine einmalige Gelegenheit, auf dem ersten Arbeitsmarkt noch eine Anstellung zu erhalten, ansonsten rutscht sie in Hartz IV.
Wir sind für alle Hinweise dankbar, mit freundlichen Grüßen, Maria

von
Realist

Wenn der Arbeitgeber Ihre Mutter "auf jeden Fall später" einstellen will, dann ist es ihr durchaus zuzumuten, die Zwischenzeit mit ALG_II zu überbrücken. Es kann ja wohl nicht angehen, dass die DRV - und somit die Allgemeinheit - auf unbestimmte Zeit Uberbrückungsgelder für Ihre Mutter bezahlt!

von
Schade

ja, ja so sind sie die Arbeitgeber.

Welch ein Hohn, einer 61 jährigen eine "langfristige Festanstellung" zu versprechen und dann mit dem Beginn "rumzueiern"-vielleicht hat er mit langfristig gemeint, dass es lange dauert bis es losgeht?

Ich befürchte, dass die Dame für den Arbeitgeber eine willkommene Arbeitskraft ist, solange sie nichts kostet, sobald es aber ans zahlen geht, hat die plötzlich "die Geschäftslage anders entwickelt als geplant".

Was konkretes zum Einzelfall kann hier aber keiner sagen.

von
Realist

Ich meinte natürlich "Übergangsgeld" statt "Überbrückungsgeld"!

Experten-Antwort

Hallo Maria,
ein pauschaler Rat kann hier nicht erteilt werden. Ihrer Mutter kann nur empfohlen werden sich direkt mit Ihrem Rentenversicherungsträger in Verbindung zu setzen. Konkreter Ansprechpartner dürfte hierbei der zuständige Reha-Fachberater des Rentenversicherungsträgers sein.

von
Karina 13

Ups, gerade eine Antwort geschrieben, aber leider war sie plötzlich weg.
Hallo noch mal,
also, ich werde den Eindruck nicht los, daß hier mit der Mutter eine Riesenvera... läuft. Der AG sollte mal seine Einstellung überprüfen. Es ist eine Schande, wie die Arbeitskraft benachteiligter Menschen in kostenlosen Praktika "verheizt " wird. Weshalb gibt es überhaupt eine Probezeit für AN? Hier will jemand Profit machen und nichts anderes. Ich hoffe nur, die DRV gibt sich für solche Aktionen nicht her, indem sie das finanziert.So kann man auch Gelder verbrennen.Sorry, ist nur meine persönliche Meinung und sollte ich mich irren, dann Entschuldigung.
Lg Karina 13
LG Karina13

von
Maria

Vielen Dank für Ihre Antworten.
Um es genauer zu fassen, es handelt sich hierbei lediglich um eine Zeitverzögerung von einigen Wochen/Monaten, nicht um einen endlosen, unabsehbaren Zeitraum. Der potentielle AG hat meine Mutter bislang mit allen Mitteln engagiert unterstützt und sich durchaus sehr ernsthaft und kontinuierlich um diese Festanstellung bemüht und erscheint insofern (recht) vertrauenswürdig.
Wir kennen aber sehr wohl die anderen Fälle mit eher leeren Versprechung, weswegen wir ja derart bemüht sind, diese reale Chance nicht zu verlieren.
Aus der Tatsache, dass sich jemand bemüht, auf dem 1.Arbeitsmarkt unter zu kommen anstatt sich in ALG2 wiederzufinden, sollte man ihm wohl keinen Vorwurf machen. Mit freundlichen Grüßen, Maria

von
KSC

"sich durchaus sehr ernsthaft und kontinuierlich um diese Festanstellung bemüht und erscheint insofern (recht) vertrauenswürdig"

nichts für ungut, aber was bedeutet obige Aussage?

Der Arbeitgeber muss doch nur einen Stift zur Hand nehmen und einen Arbeitsvertrag unterschreiben - und schon hat die Frau Ihren Job / mehr Bemühung braucht es nicht, das kann man in einer halben Stunde regeln.

Und um sein Risiko zu minimieren könnte der AG diesen Vertrag befristen oder ggfl. die Arbeitnehmerin wieder entlassen, wenn sie die Arbeit nicht packt.

Wäre doch viel einfacher - und würde den Staat nichts kosten?

Aber von außen gibt es für Sie ohnehin keine Lösung des Problems. Das kann nur vor Ort geklärt werden.