von
Sigmund Klein

Hallo,
ich bin Rentner, 70 Jahre alt.
Arbeite in 2 Minijobs bis 400
Euro.
Kann ich versicherungspflichtig
bei der AOK sein, und mich bei
der Knappschaft abmelden ?
Im Zusammenspiel mit der
Rente wäre das für mich in der
Beitragsentrichtung einfacher.

Herzlichen Dank für die Auskunft ! SIGMUND

von
Schiko.

Hoffe, es ist gestattet, dass ein 75. Jähriger einem 70. jährigen Rentner
antwortet ohne anzuecken.

Als Rentner sind Sie doch entweder bei der AOK oder bei der Knapp-
schaft versichert.

Die Krankenversicherung bei Minijob innerhalb der Höchstgrenze von
400 Euro- selbst bei 2 unterschiedlichen Arbeitgebern- braucht Sie doch
nicht zu kümmern, die beiden Arbeitgeber sind auch für den Krankenver-
sicherungsbeitrag verantwortlich.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Sigmund Klein

Hallo, Rentnergenosse Schiko. !

Ganz herzlichen Dank für Ihre
tolle Information. Nun kann
ich bei der AOK gegenüber
versicherungspflichtig sein. Können dann meine beiden Arbeitgeber ohne weiteres die
Versicherungsbeiträge dorthin
überweisen ? Seit 1 Jahr stehe
ich im Spannungsfeld zwischen
Rente und AOK - bin ich nun
freiwillig- oder pflichtversichert.

DANKE für Ihren Dienst !

Herzliche Grüße - SIGMUND !!

von
Sigmund Klein

Hallo, Herr Schiko !
Danke nochmals für Ihre Information vom 16.05.2009.
Ich muß meine Frage präzisieren, entschuldigen Sie.
Hat Ihre aufgezeigte Lösung
auch Bestand, wenn ich 2
Minijobs habe, die jeweils bis
400 EURO entlohnt werden ?

Herzliche Grüße aus Owen !

Sigmund Klein

von
Schiko.

Der Arbeitgeber überweist sei 1.4.2003 an die Minijob-Zentrale als zentrale
Stelle für geringfügige Beschäftigung auch die 13% Krankenversicherung.
Der Betrag ist ja bei den insgesamt 30% enthalten den die Deutsche Renten-
versicherung Knappschaft- Bahn- See erhält.

Durch diesen pauschalen Beitrag des AG. entsteht für Sie kein eigenes
Krankenversicherungsverhältnis. Dies gilt auch für die 2 Mini
jobs.

Seit 1.4.2002 wurden alle freiwillig Versicherten in die Pflichtversicherung der
Rentner automatisch übernommen, Neurentner gleich entsprechend eingestuft,
wenn der Versicherte nicht widersprochen hat.

Erkennbares Merkmal, die Rentenstelle zieht gleich Ihren Hälfteanteil von
der Bruttorente ab wie dies ja auch für den vollen Beitrag zur Pflegever-
sicherung bereits geschieht. Ist dies so, sind Sie pflichtversichert.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Schade

Wenn die beiden Minijobs zusammen 400 € übersteigen liegt kein Minijob mehr vor sondern (insgesamt gesehen) eine an sich versicherungspflichtige Beschäftigung, bei der grundsätzlich mal AG und AN die normalen Beiträge abführen.

Da Sie aber schon Altersrentner sind, werden nur die AG Anteile zur RV fällig, Ihnen werden diese Anteile nicht abgezogen.

Über die Auswirkungen auf Ihr Krankenversicherungsverhältnis will ich nicht spekulieren.
Das ist keine Frage fürs Rentenforum - das müssen Sie mit Ihrer Kasse ausdiskutieren, bzw. in Foren der KV! Denn darüber entscheidet die Kasse und nicht die DRV.

von
Tanja

Dem Beitrag von 'Schade' ist von der Richtigkeit her nichts hinzu zu fügen.
Allerdings würde mich interessieren, was Sie immer mit der AOK im Sinn haben.
Bei einem (oder mehreren) Minijobs bis zu einem Gesamt einkommen bis 400,00 Euro erfolgt die Abführung der Beiträge durch den Arbeitgeber an die Bundesknappschaft.
Wenn Sie insgesamt die 400,00 Euro übersteigen, dann sind die Beiträge an diejenige Krankenkasse abzuführen, bei der Sie bereits versichert sind.
Das kann in Ihrem Fall die AOK sein, muss es aber nicht.

von
Chris

Das "Problem" kann ich nicht nachvollziehen. Ob die AG nun an die Knappschaft oder AOK die Beiträge abführen bleibt vom Aufwand her gleich.

@Schiko
es wurden nicht alle freiwillig Versicherten am 01.04.2002 Versicherungspflichtig. Die Aussage ist so nicht richtig. Die Vorversicherungszeit konnte auch hier weiterhin nicht erfüllt sein.

von
Schiko.

Ja Chris, Ihre Ausführungen in Ehren, ich bin natürlich davon ausgegangen,
ist jemand gesetzlich versichert stellt sich die Frage der Vorversicherungs-
zeit nicht, sicher ist dies auch im Fall "Klein" so.

Kaum vorstellbar, dass der Auftrag des Bundesverfassungsgerichtes zur Um-
stellung von freiwillig auf pflichtversichert in der gesetzlichen die Nachprüfung
der Vorversicherungszeit wollte.

Mit freundlichen Gruss.

Experten-Antwort

Hallo Herr Klein,

ich denke, Ihre Frage ist von Schiko und Schade ausführlich beantwortet worden (Vielen Dank an Beide.) Ich denke, einer Zusammenfassung bedarf es nicht mehr.