von
Gerhard Weyrauch

Hallo,
Vor 16 Jahren hatte ich einen Unfall und bin seitdem Arbeitsunfähig. Ich besitze einen Schwerbehindertenausweis mit „G“ für gebehindert und bin in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert. Seit Sep. 2014 wurde meine Erwerbsunfähigkeitsrente in eine Altersrente gewandelt. Einen Teil zum Krankenkassenbeitrag und Pflegeversicherung bekomme ich vom Rententräger ausgezahlt. Von der BG erhalte ich noch ein Verletztengeld, das laut BG- Auskunft nicht Krankenkassenbeitragspflichtig ist. Auch wird von der BG kein Zuschuss zur Krankenversicherung oder Pflegeversicherung bezahlt. Meine Krankenkasse zieht aber zur Berechnung das Verletztengeld der BG mit heran, so dass ich einen höheren Versicherungsbeitrag zahlen muss. Muss ich das so akzeptieren?
Gruß Gerhard Weyrauch

von
W*lfgang

Zitiert von: Gerhard Weyrauch

und bin in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert.
Meine Krankenkasse zieht aber zur Berechnung das Verletztengeld der BG mit heran
Gerhard Weyrauch,

freiwillig in der GKV-Versicherte sind besonders 'privilegiert' ...Ihnen knöpft man im Rahmen der so genannten 'wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit' Beiträge aus _allen_ anrechenbaren Einkommensarten ab. Grundsätzlich wäre das Verletztengeld bei Pflichtversicherten beitragsfrei ...bei Pflichtversicherten eben nicht; gut, dafür gibt es auch einen Beitragszuschuss der DRV – natürlich nicht für die UV-Rente.

Vorteil der freiwilligen GKV könnte sein, das Ehegatten mit geringem Einkommen weiterhin beitragsfrei versichert bleiben, auch wenn sie eigentlich beitragspflichtig wären.

Sollte Ihre DRV-Rente allerdings vor gut 10 Jahren schon gelaufen sein (Erwerbsunfähigkeitsrente regelmäßig bis 2001) und Sie die Möglichkeit, aus der freiwilligen GKV in die Pflicht-GKV zu wechseln, nicht wahrgenommen haben, kommt Ihre Frage heute etwas zu spät. Die GKV bot damals innerhalb einer 6-Monats-Frist die 'Rückkehr' in die Pflichtversicherung/KVdR an - da musste man abwägen, was die günstigere Beitragsart/auch im Rahmen der Familienversicherung war.

Gruß
w.

von
W*lfgang

Zitiert von: W*lfgang
Grundsätzlich wäre das Verletztengeld bei Pflichtversicherten beitragsfrei ...bei Pflichtversicherten eben nicht
,

Korrektur: bei _freiwillig Versicherten_ eben nicht.

Gruß
w.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Herr Weyrauch,

welche Leistungen bei der Ermittlung des Beitrages zur freiwilligen Krankenversicherung herangezogen werden, ist über die zuständige Krankenkasse zu klären.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass in diesem Rentenforum keine Auskünfte für fremde Rechtsgebiete (hier: Krankenkassenrecht) erteilt werden können.

Mit freundlichen Grüßen