von
Fragende

Sehr geehrtes Forumsteam

Meine Scheidung steht bevor und das Familiengericht wird bald eine Berechnung, für den Ausgleich der Ehezeit bei den Rententrägern beantragen.

Ich habe 3 Kinder die vor 1992 geboren sind. Das zusätzliche Jahr pro Kind wurde in meiner
Rentenauskunft ab 1.7.2014 berücksichtigt. So wie ich hier lesen konnte, werden diese mit dem Ehemann geteilt, was korrekt ist.

Dadurch das ich meine Kinder erzogen habe, sind mir ehebedingte Nachteile entstanden, das macht sich in der Anzahl der fehlenden Beitragsmonate bemerkbar. Mir fehlen noch 42 Monate Beitragszeit. Die 35 Jahre Wartezeit habe ich erfüllt.

Im Jahre 2013 wurde vom Familiengericht eine Ausgleichberechnung bei den Rententrägern beantragt, so dass ich von meinem Mann für die Ehezeit 27,1912 Entgeldpunkte übertragen bekomme.
Von mir erhält er 5,4745 Entgeldpunkte.
Diese Berechnung war wie schon geschrieben im Jahr 2013, wo es noch keine Mütterrente gab.

Kann mir jemand helfen und berechnen, ob die mir übertragenen Entgeldpunkte ausreichen, die fehlenden 42 Monate auszugleichen?

Abzgl. meiner zu übertragenen Entgeldpunkte, abzgl. Anteil der Mütterrente.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

von
B.

Zitiert von: Fragende

Die 35 Jahre Wartezeit habe ich erfüllt.
Mir fehlen noch 42 Monate Beitragszeit.

Für die Wartezeit von 45 Jahren ?

Durch einen Bonus aus dem Versorgungsausgleich können auch wartezeitrechtliche Monate erworben werden. Diese sind aber begrenzt auf den Ehezeitraumraum abzgl. der dort bereits enthaltenden Monate (sonst gäbe es ja eine Doppelbelegung). [Daher kann man NUR mit der Angabe über die Höhe des Bonus keine Angabe über die zusätzlichen Wartezeitmonate treffen].

Allerdings in hiesigen Fall irrelevant, denn nach § 51 Abs. 3a Satz 2 SGB VI heißt es

Kalendermonate, die durch Versorgungsausgleich [...] ermittelt werden, werden nicht [auf die Wartezeit von 45 Jahren]angerechnet.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__51.html

Das heißt, allein durch den Versorgungsausgleich werden Sie keine zusätzlichen Wartezeitmonte für die Altersrente für besonders langjährig Versicherte erwerben.

von
Bert

"Dadurch das ich meine Kinder erzogen habe, sind mir ehebedingte Nachteile entstanden"

Da muß ich mal frage:
Hat man Sie gezwungen zu heiraten und/oder Kinder in die Welt zu setzen ?
Das hört sich nämlich gerade so an........
Zudem schreiben Sie "meine Kinder", dann war das auch "Ihre Entscheidung".

von
W*lfgang

Zitiert von: Fragende
Dadurch das ich meine Kinder erzogen habe, sind mir ehebedingte Nachteile entstanden, das macht sich in der Anzahl der fehlenden Beitragsmonate bemerkbar.
Fragende,

eigentlich nicht. Die Berücksichtigungszeiten der Kindererziehung bis zum 10. Lebensjahr werden komplett bei den 45 Jahren angerechnet. Natürlich nicht doppelt gezählt, wenn parallel Pflichtbeitragszeiten schon vorhanden sind. Und nach Vollendung des 10. Lebensjahres des letzten Kindes dürfte durchaus auch wieder eine Teilzeittätigkeit möglich gewesen.

Die fehlenden Monate haben möglicherweise andere Ursachen ...etwa eine 'zu lange' schulische Ausbildung noch nach dem 17. Lbj. - Fachschule oder Studium.

Gruß
w.

von
Ottikon

Zitiert von: Fragende

Sehr geehrtes Forumsteam

Meine Scheidung steht bevor und das Familiengericht wird bald eine Berechnung, für den Ausgleich der Ehezeit bei den Rententrägern beantragen.

Ich habe 3 Kinder die vor 1992 geboren sind. Das zusätzliche Jahr pro Kind wurde in meiner
Rentenauskunft ab 1.7.2014 berücksichtigt. So wie ich hier lesen konnte, werden diese mit dem Ehemann geteilt, was korrekt ist.

Dadurch das ich meine Kinder erzogen habe, sind mir ehebedingte Nachteile entstanden, das macht sich in der Anzahl der fehlenden Beitragsmonate bemerkbar. Mir fehlen noch 42 Monate Beitragszeit. Die 35 Jahre Wartezeit habe ich erfüllt.

Im Jahre 2013 wurde vom Familiengericht eine Ausgleichberechnung bei den Rententrägern beantragt, so dass ich von meinem Mann für die Ehezeit 27,1912 Entgeldpunkte übertragen bekomme.
Von mir erhält er 5,4745 Entgeldpunkte.
Diese Berechnung war wie schon geschrieben im Jahr 2013, wo es noch keine Mütterrente gab.

Kann mir jemand helfen und berechnen, ob die mir übertragenen Entgeldpunkte ausreichen, die fehlenden 42 Monate auszugleichen?

Abzgl. meiner zu übertragenen Entgeldpunkte, abzgl. Anteil der Mütterrente.

Hallo Fragende,

nein, so einfach geht das nicht. Leider. Durch die zusätzlichen Entgeltpunkte für die Kinderzeiten, ergibt sich natürlich ein anderer Wert zum Ausgleich und außerdem kann es sein, dass in Ihrer Rentenebrechnung Mindestentgeltpunkte (35 j. Wartezeit) vorhanden waren/sind und diese durch die Besserbewertung der Kinderzeiten jetzt niedriger oder gar weggefallen sind. Ihnen bleibt hier einfach nur abzuwarten.

Und wie die anderen schon geschrieben haben, zählen die zusätzlichen Wartezeitmonate aus einem VAG nicht für die 45 j.WZ mit.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

von Experte/in Experten-Antwort

Sehr geehrte Fragende,

Wartezeitmonate aus dem Versorgungsausgleich werden errechnet, in dem die von Ihrem Ehemann übertragenen Entgeltpunkte (abzüglich der eigenen abzugebenden) durch 0,0313 geteilt werden. Ausgehend von 27,1912 EP und 5,4745 EP würden in Ihrem Fall aus 21,7167 EP Wartezeitmonate ermittelt werden (rein rechnerisch 694 Monate). Allerdings werden, wie andere Forumsteilnehmer bereits schrieben, die Wartezeitmonate nur begrenzt angerechnet und auch nur bei den Wartezeiten 5, 15, 20 und 35 Jahren berücksichtigt. Die bessere Bewertung der Kindererziehungszeiten wird voraussichtlich dazu führen, dass Ihre ehezeitlichen Anwartschaften (EP) steigen und damit auch der Ausgleichswert höher wird. Anhand der neuen Eherechtsauskunft, die Sie sicherlich in Kürze von Ihrem Rentenversicherungsträger bekommen werden, werden Sie sehen, welcher neue Ausgleichswert sich ergibt. Ein spürbarer Nachteil hinsichtlich der anrechenbaren Wartezeitmonate wird sich jedoch aufgrund der hohen Entgeltpunkte, die Sie von Ihrem Ehemann übertragen bekommen, nicht ergeben. Um 5 Jahre Wartezeit zu erfüllen, würden bereits 1,8468 Entgeltpunkte genügen. Nach Durchführung des Versorgungsausgleiches erhalten Sie vom Rentenversicherungsträger eine Auskunft über seine Auswirkungen in der späteren Rente, aus der auch die einzelnen anrechenbaren Wartezeitmonate hervorgehen.