von
Frustriert

Ich habe eine einfache Frage :

zur Zeit beziehe ich eine befristete volle EM-Rente. Kann ich ohne Angabe von Gründen einfach auf diese Rente verzichten (vor Erreichen des Befristungs-Ende) ?

Oder geht dies aus rechtlichen / sonstigen Gründen nicht ohne Weiteres ?

Danke & LG

von
Otto N.

Ist diese Frage ernst gemeint?

Noch gibt es im Strafgesetzbuch keinen Paragrafen, der Rentenverzicht unter Strafe stellt.

Sollten Sie jedoch ersatzweise Krankengeld, Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe beantragen, können Ihnen diese Leistungen verweigert werden, da zustehende Renten vorrangig zu beanspruchen sind.

Warum wollen Sie denn überhaupt auf Ihre Rente verzichten?
Mir fällt kein plausibler Grund ein....

von
Frustriert

@Otto N. : ganz einfach. Wenn es mir gelingen sollte, vor Ablauf der Befristung einen Vollzeit-Job zu finden, ist der "normale" Ablauf der, dass ich dies der RV Bund mitteile und diese dann den Arbeitgeber anschreibt und genau wissen will, was ich da so mache.

Dies treibt jeden Arbeitgeber in den Wahnsinn, also war meine Idee, dass ich einfach auf die Rente verzichte und dann arbeiten gehe.

Wie sieht es nun aus, wenn ich arbeiten gehe, und die RV Bund darüber vorher in Kenntnis setze, und die Rente dann eingezogen wird.

Nach 3 Monaten falle ich evtl. aus dem Job wieder raus und beantrage vor Ablauf der ursprünglichen Rentenbefristung doch Arbeitslosengeld. Wird dies trotz vorherigem Job dann auch verweigert (nach dem Motto: hättest ja Renter bleiben können) oder habe ich dann wegen Einziehung der Rente vollen Anspruch auf ALG ?

von
KSC

Möglich wäre auch, dass das Arbeitsamt Sie dann sofort wieder auffordert Eine Reha zu beantragen in der Hoffnung, dass aus dem Rehaantrag ein Rentenantrag wird.

Letztlich ist das aber einzelfallabhängig - da kann vieles passiere.....

Experten-Antwort

Grundsätzlich ist ein Verzicht möglich. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass dann etwaige Leistungen aus anderen Sozialversicherungszweigen (bspw. Krankengeld oder Arbeitslosengeld) ggf. nicht beansprucht werden können. Dieses ist immer im
Einzelfall zu prüfen.

Ihre Vorstellung ggf. später wieder Arbeitslosengeld zu beantragen, hängt von einem davon ab, ob Sie überhaupt die Anwartschaftszeit auf das Arbeitslosengeld I erfüllt haben. Zum anderen bestünde kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn die Arbeitsverwaltung Sie weiterhin für voll erwerbsgemindert hält.

Wie die Arbeitsverwaltung die Situation dann beurteilt, kann von hier nicht eingeschätzt werden.

Auch wenn ich Ihre Bedenken verstehe: Sie müssen dem Rentenversicherungsträger anzeigen, wenn Sie eine Beschäftigung aufnehmen. Ich denke, Sie werden dem zukünftigen Arbeitgeber erklären können, dass Sie arbeitswillig sind und der RV-Träger ggf. eine Anfrage an den Arbeitgeber sendet.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!