von
Jens W.

Guten Tag sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit einer misslungenen Hüft-OP 2010 voll erwerbsgemindert. Diese Erwerbsminderung ist befristet worden u. wurde 2 mal verlängert, Ende wäre März 2016.
Meine Frau bekommt bei 100% Behinderung mit Pflegestufe ebenfalls eine Rente.
Ich bin gleichzeitig ihr Pfleger für 14 Std. die Woche. Einmal im Monat kommt noch ein Pflegedienst.
Da es finanziell immer enger wird, werde ich versuchen, eine geringfügige Beschäftigung zu finden.
Nun zu meinen Fragen:
Darf ich mit dieser Konstellation überhaupt eine geringfügige Beschäftigung aufnehmen? So ich denn eine kleine Arbeit finde, wo muss ich mich hinwenden, wer kann mir bei der DVR helfen oder mich beraten?

Dankeschön u. freundl. Grüsse, Jens

von
W*lfgang

Hallo Jens. W.,

die Pflegetätigkeit zählt aus Sicht EM-Rente nicht als Beschäftigung/das Einkommen daraus grundsätzlich nicht als Hinzuverdienst – so weit es die jeweiligen Pflegesätze nicht übersteigt. Daher können Sie davon unabhängig entscheiden, eine 'richtige' Beschäftigung im Rahmen der Möglichkeiten bei Lauf einer EM-Rente aufzunehmen.

Lesen Sie dazu vielleicht diesen Beitrag, wo die Risiken liegen/was zulässig ist (besonders den letzten Eintrag):

https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=46&no_cache=1&tx_mmforum_pi1[action]=list_post&tx_mmforum_pi1[tid]=27669

Und ja, die Aufnahme einer Beschäftigung/Tätigkeit ist der DRV mitzuteilen - steht so in Ihrem Rentenbescheid drin (die Pflegetätigkeit gehört nicht dazu!) Für weiteren Rat stehen Ihnen die örtlichen Beratungsstellen DRV wie auch die Versicherungsämter/im Rathaus zur Verfügung.

Gruß
w.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Jens W.,

die Leistungen, die Sie für die Pflege Ihrer Ehefrau bekommen stellen keinen Hinzuverdienst dar, die Einfluss auf die Höhe Ihrer Rente hätten. Wenn Sie nun einen Minijob ausüben und die Einkommensgrenzen dabei einhalten, wird die Rente wegen voller Erwerbsminderung wie bisher weitergezahlt. Des Weiteren verweisen wir auf die Ausführungen von W*lfgang.

von
Jens W.

Hallo,

vielen Dank für Ihre Auskünfte.

Ich habe auch den o.g. Link sowie viele interessante Beiträge hier in diesem Forum gelesen.

Eine Beratungsstelle habe ich nun im Nachbarort gefunden...
Ich weiß nun, dass es sicher ein zweischneidiges Schwert ist, was Rente u. Beschäftigung usw. angeht.
Mir bleibt nichts weiter übrig, als es zu versuchen. Heute ist sowieso nichts mehr von Dauer u. als Gehbehinderter ist es doch eh schwierig, etwas zu finden.
Noch kurz zu mir: Bin 48 J., habe 22 J. als Maurer gearbeitet, berufsunfähig...dann 2 J. Umschulung zum Verwaltungsfachangestellten.
Danach 260! Bewerbungen geschrieben, keine Anstellung bekommen. Danach 8 J. Gelegenheitsjobs bis zum "Finale".
Vielen Anderen wirds wohl genauso o.ä. gegangen sein, gerne wäre ich ein normaler AN, aber das bleibt ein Wunschtraum.
Musste ich mal loswerden.

Freundliche Grüsse, Jens