von
Jens

Guten Morgen,

ich beziehe auf Grund 2 verschiedener Erkrankungen, volle Erwerbsminderungsrente, befristet auf 3 Jahre. Zum Oktober 2016 endet die bewilligte Rente ohne Antragsstellung.

Nun hat sich mein Gesundheitszustand weiter verschlechtert und es ist noch eine weitere einschränkende Diagnose hinzugekommen.

Desweiteren wurden vom Sozialgericht auf Grund eines Widerspruchsverfahrens (GdB Anerkennung) 2 medizinische Gutachten angeordnet und durchgeführt. Hierbei wurde ebenfalls eine Verschlimmerung des Gesundheitszustandes festgestellt.

Kann ich nun bereits ca. 1,5 Jahre vor Bewilligungsende einen neuen Antrag auf Grund der Verschlimmerung stellen und ggf. eine unbefristete Rente erhalten?

Ich erhalte keine Arbeitsmarktrente.

Über einen Tipp wäre ich dankbar!

von
Schade

Natürlich können Sie das - diesen Antrag kann man jederzeit stellen.

Ob es aber nun eine Dauerrente gibt, kann hier niemand sagen, zumal eine Schwerbehinderung nicht unbedingt gleichbedeutend mit einer Erwerbsminderung sein muss.

Ich würde den Antrag im Mai 2016 stellen, d.h. ca 4-5 Monate vor Ende der Befristung (denn wenn Sie heute auf Dauer voll em sind, sind Sie das nächstes Jahr auch) - Sie aber entscheiden unabhängig davon was ich oder jemand anders im Forum meinen.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Jens,

der Antrag auf eine Dauerrente kann jeder Zeit gestellt werden. Eine Veränderung der Rentenhöhe wird sich aufgrund einer weiteren Diagnose bzw. Feststellung einer Schwerbehinderung allerdings nicht ergeben. Wie Schade bereits mitteilte, können Sie aber auch noch abwarten.
Sollten Sie vor Rentenbeginn in einem Beschäftigungsverhältnis gestanden haben, welches z.Z. aufgrund des Rentenbezuges ruht, könnte es sein, dass aufgrund arbeits-/ und tarifrechtlicher Bestimmungen Veränderungen im Beschäftigungsverhältnis eintreten, wenn Sie auf Dauer erwerbsgemindert sind.