von
PennyHoffstaetter

Hallo,

mir ist klar, dass das schon oft gefragt wurde, aber ich bin verwirrt.
Ich habe eine Teilrente bekommen, weil ich eingeschätzt wurde auf 3-unter 6 Stunden.

Wenig später erhielt ich einen Bescheid über eine volle Rente.
Hier steht der Hinweis "Der Rentenanspruch ist zeitlich begrenzt, weil die volle Erwerbsminderung nicht ausschließlich auf Ihrem Gesundheitszustand, sondern auch auf den Verhältnissen des Arbeitsmarktes beruht."

Ich bin zur Zeit arbeitslos, damit wird diese Entscheidung zusammenhängen.

Ob das was mit meiner Frage zu tun hat, weiß ich nicht, ich wollte es aber mal erwähnt haben ;)

Ich bekomme also eine volle EM-Rente erstmal. Und ich möchte/muss einen Minijob machen, sonst reicht das Geld einfach nicht.

Nun habe ich heute die Möglichkeit auf einen job erhalten. Aber natürlich ist die Arbeitszeit nicht 5 x die Woche 3 Stunden täglich.
Was ich auch ganz extrem belastend finden würde.
Mir wurde gesagt, dass ich 3, aber eben MANCHMAL auch 4 x die Woche arbeiten müsste, so ca. 4 Stunden-Schichten.

Wenn ich in einer Woche also mal über 15 Stunden (als Ausnahme) kommen würde, dann würde ich aber dafür in einer anderen Woche entsprechend weniger arbeiten müssen.

Wie gesagt, eingeschätzt wurde ich ja eigentlich mal bis zu 6 Stunden täglich.
Nun aber die volle Rente mit den Beschränkungen.
(ich kann einen Teilzeit-Job suchen, aber in der Tat ist das echt eine Aufgabe!)

Darf ich denn mit einer vollen EM-Rente mit diesen Arbeitszeiten, die sich immer mal ändern, arbeiten?
Ich will ja auch nicht total unflexibel erscheinen, dann kriege ich den Job nicht :(

Eins ist klar, mehr als 450 EUR werde ich nicht verdienen!

Bitte helft mir mal, ich muss die Chefin dort anrufen und ich würde das so gerne machen. Ich bin psychisch krank und mir würde eine kleine Aufgabe sogar gut tun!

von
PennyHoffstaetter

noch eine klitzekleine Frage, wird mein Arbeitgeber wegen meiner Rente irgendwie kontaktiert?
Muss ich ihm also davon erzählen?
Oder erfährt er nichts davon?

von
Datenschutz

Zitiert von: PennyHoffstaetter

Darf ich denn mit einer vollen EM-Rente mit diesen Arbeitszeiten, die sich immer mal ändern, arbeiten?
Ich will ja auch nicht total unflexibel erscheinen, dann kriege ich den Job nicht :(

Eins ist klar, mehr als 450 EUR werde ich nicht verdienen!

ja, das dürfen Sie. Solange Sie bei max. 450.- EUR bleiben, wird unterstellt, dass Sie nicht mehr als 3 h arbeiten. Dass da ab und an mal 4 draus werden, wird niemand interessieren.

Ihr Arbeitgeber wird von der DRV kontaktiert werden, da automatisch bei der Meldung der Beschäftigung an die Minijobzentrale auch eine Meldung beim Rententräger eingeht. Dieser wird dann die Einhaltung der Hinzuverdienstgrenze prüfen.

von Experte/in Experten-Antwort

Bei einem Verdienst bis zur allgemeinen Hinzuverdienstgrenze geht der Rentenversicherungsträger davon aus, dass eine Arbeitszeit von 15 Stunden wöchentlich bzw. drei Stunden täglich nicht erreicht wird. Eine Überprüfung der Hinzuverdienstgrenzen beim Arbeitgeber wird er allerdings vornehmen. Den Ausführungen von „Datenschutz“ wird daher zugestimmt.

von
PennyHoffstaetter

Danke !

Und ich dachte schon, ich müsste den Job absagen...
Es wäre auch sehr schwer einen job zu finden, der sich an so eng gesteckte Grenzen hält ;)

von
George

Zitiert von: PennyHoffstaetter

Danke !

Und ich dachte schon, ich müsste den Job absagen...
Es wäre auch sehr schwer einen job zu finden, der sich an so eng gesteckte Grenzen hält ;)


Freuen Sie sich besser nicht zu früh!

Auch ich beziehe eine sogenannte Arbeitsmarktrente und wollte 5 mal pro Woche 3 Stunden arbeiten gehen.

Prompt erkundigte sich die DRV daraufhin bei meinem Arbeitgeber, ob ich nicht auch länger als 3 Stunden bei ihm arbeiten könnte, was er wahrheitsgemäß bestätigte.

Es folgte ein reger Schriftwechsel zwischen meinem Anwalt und der DRV, weil die mir meine Arbeitsmarktrente wieder entziehen wollten, weil ich ja angeblich einen geeigneten Teilzeitjob gefunden hätte.

Nachdem ich die Stelle dann wieder gekündigt hatte, gelang es meinem Anwalt dann irgendwie, die DRV davon zu überzeugen, dass mein früherer Arbeitgeber doch keine dauerhafte Teilzeitstelle für mich gehabt hätte.

Es kommt immer auf den persönlichen DRV-Sachbearbeiter an.
Deshalb sind pauschale Aussagen wie "solange Sie nicht mehr als 450 Euro verdienen, kann nichts passieren" mit größter Vorsicht zu genießen!

von
Karl-Heinz

Zitiert von: PennyHoffstaetter

Bei einem Verdienst bis zur allgemeinen Hinzuverdienstgrenze geht der Rentenversicherungsträger davon aus, dass eine Arbeitszeit von 15 Stunden wöchentlich bzw. drei Stunden täglich nicht erreicht wird. Eine Überprüfung der Hinzuverdienstgrenzen beim Arbeitgeber wird er allerdings vornehmen. Den Ausführungen von „Datenschutz“ wird daher zugestimmt.

Ich schätze mal, dass eine schriftliche DRV-Antwort per Briefpost nicht so verharmlosend klingen würde, wie obige "Experten-Antwort".

Dass die Arbeitszeiten grundsätzlich nicht überprüft werden, würde dort garantiert nicht drin stehen.

Penny sollte froh sein, dass sie schon doppelt so viel Rente bekommt als ihr eigentlich zusteht.

Unverständlich, dass sie dieses Geschenk grob fahrlässig aufs Spiel setzen will.......

von
PennyHoffstaetter

Grob fahrlässig?

Ich dürfte doch sogar Teilzeit arbeiten?
Warum sollte ich dann nichtmal einen Minijob machen können?

Außerdem kann ich von einer Rente alleine nicht leben!! Dafür ist sie viel viel viel zu niedrig!

Den Einwand kann ich beim besten Willen nicht begreifen!

Wenn ich doch bis zu 6 Stunden täglich eingeschätzt bin, dann sollte doch erstmal ein Minijob mit 12 Stunden in der Woche, kein Problem sein.

Ich verstehe nur noch Bahnhof. Von irgendwas muss ich doch leben!

von
PennyHoffstaetter

noch ein Nachtrag von mir...

"dieses Geschenk grob fahrlässig aufs Spiel setzen will"

Ich kann nicht verstehen, weshalb es falsch sein soll, wenn ich ein paar wenige Stunden in der Woche arbeite und einen kleinen Betrag hinzuverdiene.

Das System ist doch unlogisch. Ich müsste sonst aufstocken. Das bringt niemandem etwas.
Ich hätte viel zu wenig Geld und nur noch Sorgen. Ich könnte nichts schönes mehr tun.
Ich bin u.a. wegen schwerer Depressionen in Rente. Mir wird ständig gesagt, ich soll Dinge für mich tun und möglichst viel Freude am Leben haben. Ich soll möglichst wenig Streß haben (Geldsorgen sind aber auch großer Streß!)
Und ich soll eine sinnvolle Beschäftigung suchen, im Rahmen meiner Möglichkeiten.
Weil das gut ist für die Psyche, weil man gebraucht wird, weil man etwas beträgt zur Gesellschaft ( in kleinem Rahmen wenigstens) und weil man Kollegen hat und das gut ist für den Tagesrhytmus.

Es ist mir komplett unverständlich, warum ich unter Umständen dann zwischen Pest und Cholera wählen muss.
Ich habe die Rente ja nicht grundlos bekommen.

Soll das heißen, dass ich entweder absolut nichts tun darf und in Armut leben muss, ohne Aufgabe und auch noch als Aufstockerin unnötig die Staatskasse noch weiter belaste
ODER
alternativ: Ich verliere meine Rente, muss wieder Vollzeit arbeiten, halte das nicht durch, werde wieder krank, beziehe wieder Krankengeld, brauche wieder Krankenhaus oder Reha ?

Wo ist denn da der Sinn?
Warum darf ich denn nicht für mich sorgen, in dem Rahmen, der mir zur Zeit möglich ist?

Was soll ich denn jetzt tun?

Ich fühle mich wirklich hilf- und ratlos :(

von Experte/in Experten-Antwort

Die Ausgangsfrage war doch, ob auch bei Ausübung eines Minijobs der Rentenversicherungsträger weiterhin von einer arbeitsmarktbedingten Rente wegen voller Erwerbsminderung ausgehen wird. Hierauf bezog sich auch unser erste Antwort, dass der Rentenversicherungsträger bei einem Verdienst bis zu allgemeinen Hinzuverdienstgrenze weiterhin die arbeitsmarktbedingte Rente leisten wird, da der Arbeitsmarkt auch weiterhin als verschlossen gilt.
Die Frage, ob und ggfs. wann der Rentenversicherungsträger das Vorliegen der (teilweisen) Erwerbsminderung überprüfen wird, war hier nicht (ausdrücklich) gestellt worden. Hierzu verweisen wir auf unsere Antwort vom 14.092015 zum Beitrag vom von Sternenkind vom 12.09.2015:

„Hallo Sternenkind,

da es auch bei Dauerrenten immer wieder zu Überprüfungen kommt und dass insbesondere die Aufnahme einer Beschäftigung auch Anlass für eine Überprüfung sein kann, ist möglich. Insofern wird der Kritik am Beitrag des Experten vom 10.09.2015 auch zugestimmt. Da es bei der Antwort auf die Frage, ob eine Erwerbsminderung (auch weiterhin) vorliegt um Beurteilungs- und Ermessensausübung handelt und ob und wann welcher Sachverhalt zum Anlass für eine (erneute) Überprüfung genommen wird, kann hier im Forum nicht abschließend beantwortet werden. Somit ist auch keine abschließende Antwort darauf möglich, ob die Aufnahme oder auch Nichtaufnahme einer Beschäftigung zwangsläufig zum Wegfall oder zum weiteren (dauerhaften) Bezug der Erwerbsminderungsrente führt.
Daher kann nur die immer wieder gegebene Empfehlung ausgesprochen werden, sich immer vor der Beschäftigungsaufnahme beim Rentenversicherungsträger vorab die Auskunft einzuholen, dass das (geplante) Beschäftigungsverhältnis für diese Erwerbsminderung unschädlich sein wird.“

PennyHoffstaetter wollten wir mit unserer Antwort nicht unnötig beunruhigen, da Sie ja bis zu sechs Stunden eingeschätzt worden sei. Wenn sie aber ausdrücklich eine endgültige verbindliche Antwort auf die Frage haben möchte, ob auch weiterhin (teilweise) Erwerbsminderung vorliegt, dann kann sie diese nur durch vorherige Rückfrage bei Ihrem Rentenversicherungsträger erhalten.

von
PennyHoffstaetter

Danke sehr für eure Antworten :)

Ich habe mich auch wieder ein wenig beruhigt, mir fehlt es einfach an Belastbarkeit. Eine Sorge oder eine vermeintlich und ich werde sofort panisch :(

Ich habe die RV jetzt per e-mail angeschrieben und das geschildert mit der Frage, ob ich einen Mnijob machen darf, ohne meine Rente zu gefährden.
Ich hoffe ich bekomme eine Antwort.