von
Sehr erstaunt

ZITAT
"Ich beziehe ebenfalls eine BU-Rente nach altem Recht, weil ich weder meinen letzten Hauptberuf noch eine zumutbare Verweisungstätigkeit ausüben kann.

Auf dem ALLGEMEINEN Arbeitsmarkt bin ich aber noch vollschichtig leistungsfähig.
Das heißt, ich dürfte ganz offiziell ganztags arbeiten gehen, ohne meine BU-Rente zu gefährden, solange ich meine individuelle Hinzuverdienstgrenze von derzeit 1.700 Euro brutto nicht überschreite."

Wow, daß es so etwas gibt ?!
Sehr sozial!

von
Schorsch

Zitiert von: Sehr erstaunt

Wow, daß es so etwas gibt ?!
Sehr sozial!

Die Berufsunfähigkeitsrente nach altem Recht war in der Tat "sehr sozial".

Man kann sogar sagen, dass es sich dabei um eine "Privilegierten-Rente" handelte, da nur diejenigen davon profitieren konnten, die einen qualifizierten Beruf ausgeübt hatten.

Ungelernte oder gering qualifizierte Arbeitnehmer konnten keine BU-Rente bekommen, da die Betroffenen auf Tätigkeiten verwiesen werden durften, die eine Qualifikationsstufe unter ihrem bisherigen Hauptberuf lagen.

Ungelernte befanden sich aber schon auf der untersten Quali-Stufe.

Irgendwann hielten unsere Politiker diese Regelung für nicht mehr zeitgemäß und schafften sie deshalb im Jahr 2000 ab.

Seitdem erhalten Versicherte, die vor 1961 geboren wurden, einen sogenannten Vertrauensschutz.
Das heißt, sie bekommen auch weiterhin eine "BU-Rente" in Form einer teilweisen Rente wegen Erwerbsminderung wegen Berufsunfähigkeit in Höhe von 50 Prozent der vollen EM-Rente.

Die vor 2001 bewilligten BU-Renten betrugen allerdings 2 Drittel der vollen EU-Rente.

MfG