von
Maria_Hilflos

Hallo.
Ich möchte mich hier gerne informieren, wie man
eine Erwerbsminderungsrente in die Wege leitet.
Bin 42 Jahre jung, und gesundheitlich angegriffen.
Habe bis dato 25 Jahre lang in RV einbezahlt.
War jedoch zuletzt (1 Jahr) im Krankenstand.

Meine Fragen:
-Macht es einen Unterschied, aus welcher Lage ich einen EM-Rentenantrag stelleß
z.B. aus ALG1 heraus, aus Krankengeld heraus, aus Teilzeitjob heraus???
-Ich war die letzen Jahre sehr oft auf Reha.
Würde ich bei Antragsstellung wieder auf Reha geschickt??? oder reichen die Atteste meiner Ärzte???
-Eine Umschulung also Leistungen der LTA sind für mich nicht sinnvoll, da ich nur noch zeitlich begrenzt arbeiten kann (lt. Arzt und Reha 3-unter 6 Stunden).
-Nun hoffe ich, im Rahmen von ALG1 eine geeignete Arbeitsstelle zu finden. Sollte dies klappen, wäre der EM-Antrag hinfällig.
Sollte ich wieder scheitern, dann wäre halt ein
EM-Antrag sinnvoll (glaube ich und Ärzte).

Dankeschön!!!
maria

Experten-Antwort

Hallo Maria_Hilflos,

ein Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung muss formell gestellt werden. Hierzu empfehlen wir Ihnen, einen persönlichen Termin in einer Beratungsstelle der deutschen Rentenversicherung
zu vereinbaren.

Es ist nicht ausschlaggebend für die Entscheidung über den Antrag, ob sich der Antragsteller derzeit im Kranken-bzw. Arbeitslosengeldbezug befindet. Wichtig ist, dass die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Hierzu muss der Antragsteller für mindestens 60 Monate Beiträge gezahlt haben und in den letzten 5 Jahren vor Rentenantragstellung für mindestens 36 Monate Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt haben.

Der Rentenversicherungsträger prüft, ob der Antragsteller gleichermaßen die persönlichen Voraussetzungen erfüllt. Dies geschieht, indem eine ärztliche Untersuchung erfolgt. Möglich ist auch, dass bei einer vorher erfolgten Rehabilitationsmaßnahme auf den Entlassungsbericht zurückgegriffen wird. Das ist aber vom jeweiligen Einzelfall abhängig.

Mittlerweile werden Renten wegen Erwerbsminderung lediglich auf Zeit gezahlt, so dass eine spätere Wiedereingliederung ins Berufsleben durchaus denkbar ist.

von
Rosanna

Hallo Maria,

Sie waren laut Ihren Angaben 1 Jahr lang krank und sind vermutlich noch im Krankengeldbezug. Deshalb wird die DRV - auch auf Veranlassung der Krankenkasse - anhand des Entlassungsberichtes prüfen, wie Ihr Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ist. Beträgt dieses nach Prüfung Ihres Reha-Entlassungsberichtes durch die DRV-Ärzte 3 - unter 6 Stunden und haben Sie keinen (Teilzeit-)Arbeitsplatz inne, erhalten Sie eine volle Erwerbsminderungsrente auf Zeit (für längstens 3 Jahre). Der Reha-Antrag gilt dann als Rentenantrag und Sie müssen bei der DRV noch einen formellen Rentenantrag ausfüllen.

Andernfalls wird aber auch geprüft, ob nicht doch LTA vorzuziehen sind. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten der LTA, nicht nur Umschulungen.

Ich würde Ihnen erst einmal empfehlen, bei der DRV nachzufragen, wie der Entlassungsbericht aus der Reha dort gewertet wird. Vorher sollten Sie selbst keinen Rentenantrag stellen, denn das ALG I - nach Aussteuerung aus dem KG-Bezug - ist in der Regel höher als die EM-Rente.

MfG Rosanna

von
Jockel

.....endlich mal wieder ein Beitrag vom Kaufmann.....

von
Rosanna

Zitiert von: Jockel

.....endlich mal wieder ein Beitrag vom Kaufmann.....

Was für ein Kaufmann? Ich habe schon immer (früher) unter meinem obigen Pseudonym gepostet!

von
Jockel

@Rosanna: das galt auch nicht Ihnen, sondern Maria_Hilflos alias Kaufmann alias....
Der Typ müllt seit Monaten das Forum voll, mit immer denselben Fragen.
*nerv*